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«Ich bin nicht überrascht von Sforzas Arbeit»

Die Grasshoppers haben sich mit einer Erfolgsserie auf Platz 3 vorgearbeitet. Für den 33-jährigen Captain Boris Smiljanic ist es die logische Entwicklung der Mannschaft unter ihrem neuen Trainer.

GC-Captain Smiljanic: «Nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten.»

GC-Captain Smiljanic: «Nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten.»
Bild: Keystone

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Super League

20. Runde

11.02.Lausanne - Basel- : -
11.02.Thun - Luzern1 : 1
12.02.Sion - Young Boys- : -
12.02.Servette - Xamax- : -
12.02.FC Zürich - Grasshoppers- : -
Stand: 11.02.2012 19:36

Rangliste

NameSpSUNG:EPkt
1.Basel19116238:1739
2.Luzern2096527:1733
3.Young Boys1986529:1830
4.Thun2076723:2227
5.Servette1973926:3224
6.FC Zürich1964927:2722
7.Grasshoppers19611219:3719
8.Lausanne18321316:4411
9.Sion1995526:17-4
10.Xamax1875622:220
Stand: 11.02.2012 19:37

21. Runde

16.02.Young Boys - Basel- : -
18.02.Xamax - Sion- : -
18.02.FC Zürich - Thun- : -
19.02.Lausanne - Luzern- : -
19.02.Servette - Grasshoppers- : -
Stand: 01.01.1970 01:00

Boris Smiljanic, GC gewann am Mittwoch beim 2:0 gegen Sion zum siebten Mal in den vergangenen acht Runden und steht jetzt auf Platz 3. Ist das nur ein ungewöhnlicher Lauf oder ein Zeichen von Qualität?
Um einen Lauf zu haben, muss Qualität vorhanden sein. Wir haben mit Kontinuität gearbeitet. Wir standen nach fünf Runden auf dem letzten Platz. Gut trainiert haben wir schon damals, nur brachten wir die Leistungen nicht bis ins Spiel.

Was sind die Qualitäten dieser Mannschaft?
Es gibt eine Qualität nicht nur von uns Fussballern, wir leben auch bewusst als Profis. Es gibt in dieser Mannschaft Qualität und Reife - auch bei den Jungen.

Sie haben in Ihrer Karriere schon viele Mannschaften erlebt. Ist dieses GC überdurchschnittlich?
Ja, und auch das liegt an verschiedenen Dingen. Das System stimmt, und die Trainings sind gut. Jeder weiss, wie seine Laufwege aussehen. Wir ziehen uns bei Ballverlusten nicht mehr sofort zurück wie noch zu Saisonbeginn. Wir wollen den Ball sofort wieder haben, wir machen es dem Gegner nicht einfach. Unsere Ergebnisse sind kein Zufall, sie sind ein klares Resultat der Arbeit.

Für die Arbeit ist der Trainer verantwortlich. Was hat Ciriaco Sforza zu GC gebracht, was vorher fehlte?
Ciriaco Sforza lässt einen einfachen Fussball spielen - so, wie er früher selbst spielte. Pass spielen, bewegen, Pass spielen. Es ist aber nicht nur seine Arbeit, die zum Erfolg geführt hat, es ist die Arbeit des gesamten Trainerteams. Sforza lässt jeden mitreden - und er trifft am Ende die richtigen Entscheide.

Was ist Sforza wichtig?
Disziplin. Er verlangt Professionalität, aber auch einen Grundanstand gegenüber allen Angestellten im Klub. Er akzeptiert nicht, dass mit der Mütze auf dem Kopf gegessen wird. Und wenn das Training beginnt, ist fertig lustig. Er erwartet eine hohe Qualität. Wenn er die sieht, lässt er uns neben dem Platz sehr viele Freiheiten. Und wenn jemand die Regeln nicht einhält, löst er das Problem nicht mit dem Hammer, sondern mit einem anständigen Gespräch.

Viele reagierten im Sommer skeptisch auf sein Engagement.
Ich bin nicht überrascht von seiner Arbeit. Ich hatte mit ihm schon Sätze gewechselt, als er noch in Luzern war. Ich kannte seine Philosophie und wusste, dass er Mannschaften weiterbringen kann, wenn die Typen im Team nicht gegen ihn arbeiten. Bei uns bringt jeder viel mit. Callà und Zarate arbeiten enorm auf den Seiten. Voser und Menezes marschieren als Aussenverteidiger. Salatic räumt im Mittelfeld ab. Sommer hält schwierige Bälle. In der Innenverteidigung sind wir stabil. Im Mittelfeld gehen Cabanas und Toko weite Wege. Ich habe im Moment nicht das Gefühl, dass wir ein Spiel verlieren könnten.

Auch am Samstag gegen YB nicht?
Auch nicht gegen YB. Wir gehen allerdings nicht nach Bern und sagen: Denen hauen wir jetzt fünf Tore rein. Wir gehen hin und sagen: Wir müssen sicher keine Angst haben. Um auf den Boden der Realität zurückzukommen: Unsere jüngsten Gegner Aarau, St. Gallen und Sion sind nicht YB.

Ricardo Cabanas war nach seinem Tief im Herbst zuletzt wieder die starke Figur.
Das sind Phasen, die ein Spieler durchmacht. Er war lange verletzt. Dann hat er gespürt, dass das Vertrauen in ihn nicht unbedingt da war. Das steckst du nicht einfach weg. Ich bin froh, dass er wieder da ist.

GC steht jetzt auf Platz 3. Wohin gehört dieses Team?
Wir gehören auf Platz 4. Der FCZ mit seinen finanziellen Möglichkeiten müsste vor uns sein. Doch jetzt sind wir Dritte und bleiben erst einmal da.

Wäre GC mit einem besseren Saisonstart jetzt Meisterkandidat?
Wenn ich aus dem ersten Match gegen Aarau drei Punkte zähle, drei statt null Punkte aus zwei Spielen gegen St. Gallen, drei aus dem verlorenen Heimspiel gegen Xamax und drei mehr gegen Luzern, dann hätten wir zwölf Punkte mehr und stünden auf Platz 2. Aber so darfst du nicht rechnen, sonst machst du dich wahnsinnig.

Was passiert, wenn sich die Mannschaft über diesen Sommer hinaus weiterentwickeln kann?
Die Frage ist: Was passiert im Sommer? Verlieren wir Zarate, Lulic, Salatic, Vallori neben dem Abgang von Ben Khalifa? Wenn wir Spieler abgeben, muss Nachschub kommen.

U-17-Weltmeister Seferovic ist bereits weg, Ben Khalifa wechselt nach Wolfsburg. Ist es klug, dass so junge Spieler ins Ausland gehen?
Aus Sicht des Klubs musst du das Geld nehmen. Aus Spielersicht finde ich die Transfers nicht gut. Es ist absurd, wenn ein Spieler ins Ausland wechselt, bevor er sich in der Schweiz etabliert hat. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.03.2010, 10:41 Uhr

FC Basel

Programm & Resultate

Super League
Lausanne - Basel15:30
Thun - Luzern1:1
Bundesliga
Bayern München - Kaiserslautern2:0
Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen1:0
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Stand: 11.02.2012 19:19

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