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Stockers Flirt mit dem Ausland
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 04.11.2010 1 Kommentar
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Wie bereits nach dem Heimspiel gegen Bayern München stand der FC Basel nach der zeitweise überragenden Leistung gegen die AS Roma mit leeren Händen da. Doch was braucht es, dass der FCB bei solchen Spielen nicht leer ausgeht? Für den Basler Mittelfeldspieler Valentin Stocker ist klar: Verglichen mit Bayern oder Rom macht die mangelnde Erfahrung mit den Unterschied aus. Doch ausgerechnet diese «Erfahrung» wird dem FCB nach den Champions-League-Auftritten regelmässig weggekauft, indem die besten Spieler ins Ausland gelockt werden - so wie Derdiyok, der nun bei Bayer Leverkusen Tore schiesst.
«Wenn du das Beste aus deiner Karriere machen willst, musst du irgendwann den Schritt ins Ausland wagen», sagt Stocker nach dem Roma-Spiel unumwunden. Er habe schon zwei, drei Mal nein gesagt zu Transferangeboten, weil sein Herz für den FCB schlage. Doch irgendwann stelle man sich die Frage, ob es nicht noch eine stärkere Liga gebe, in der man noch besser werden kann. «Ich möchte so weit kommen, wie mein Talent das zulässt und wenn du soweit bist, gehst du halt weg», sagt der 21-Jährige, dessen Marktwert gemäss transfermarkt.de etwa 3,5 Millionen Euro beträgt.
Ein Wegzug sei natürlich hart für den FC Basel, der die jungen Spieler ausbildet, allerdings glaube er nicht, «dass die Super League mit den grossen Ligen in Europa mithalten kann». Mit Leistungen wie gegen Rom oder Bayern könnten die Basler zwar auch im Mittelfeld der Top-Ligen mithalten. «Aber Bayern muss drei Tage nach dem Spiel gegen uns in der Bundesliga im selben Schritt weiterfahren. Wir hingegen treffen auf Bellinzona, wo einige Stammspieler pausieren können». Das seien ganz andere Anforderungen. Und genau diese reizen den jungen Krienser.
Federers Besuch in der Kabine
Doch eigentlich hatte Valentin Stocker nach dem Match gegen Rom den Kopf weniger im Ausland, sondern viel eher in der Spielerkabine. Dort bekamen die FCB-Kicker nämlich Besuch von Roger Federer, der sein Spiel an der Swiss Indoors in Rekordzeit hinter sich gebracht hat – auch, um «seinen» FC Basel spielen zu sehen. «Wenn der beste Sportler der Welt in unserer Garderobe ist, dann wird alles stehen und fallen gelassen, um mit ihm Bilder zu machen», schmunzelt Stocker. «Federer wird vor allem als Fan von uns wahrgenommen, dabei sind wir ja viel mehr Fans von ihm».
Auch FCB-Stürmer Marco Streller zeigte sich über den prominenten Kabinenbesuch erfreut und bedauert, Federer kein besseres Resultat gezeigt zu haben: «Wir hätten gerne einen schönen Basler Tag gehabt. Ich hoffe, dafür gewinnt Federer jetzt die Swiss Indoors» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.11.2010, 13:33 Uhr


