Thorsten Fink will mit Alex Frei über rote Karte reden

Von Stephan Roth. Aktualisiert am 10.08.2009 4 Kommentare

Nach dem 1:1 zwischen Basel und dem FC Zürich waren die Trainer mit dem Unentschieden mehr oder weniger zufrieden. Das 1:1 zwischen dem FCB und dem FCZ brachte mehr emotionale Szenen als Klasseaktionen und zwei späte, sehenswerte Treffer.

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Basler Frust nach dem Schlusspfiff: Beg Ferati (rechts) und Goalie und Captain Franco Costanzo gehen aufeinander los. FCZ-Stürmer Eric Hassli versucht zu schlichten.
Bild: Keystone

   

Erst schied FCZ-Captain Hannu Tihinen trotz Kopfschutz wieder einmal mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung aus. In der 53. Minute sah FCZ-Verteidiger Alain Rochat Gelb-Rot, nachdem ein Foul des überragenden Johan Vonlanthen zu einem Zürcher Ballverlust und einem Basler Konter geführt hatte.

Doch die Zürcher gingen in der 87. Minute durch ein Kopballtor von Johan Vonlanthen in Führung, ehe Benjamin Huggel fast postwendend ausglich. In der Nachspielzeit wurde der diesmal blasse FCB-Star Alex Frei auch noch vom Platz gestellt, nachdem er dem starken Vonlanthen den Ball angeworfen hatte. Doch damit nicht genug: Nach Schlusspfiff gingen FCB-Goalie Franco Costanzo und sein Vordermann Beg Ferati noch aufeinander los und mussten getrennt werden.

Challandes' gemischtes Gefühl

«Nach einem solchen Unentschieden hat ein Trainer immer ein gemischtes Gefühl», sagt FCZ-Trainer Bernard Challandes. Nach dem späten Führungstor in Unterzahl hatte er natürlich auf einen Sieg gehofft. «Es ist immer speziell gegen den FCB - und besonders in Basel. Wir haben Mühe, das Spiel mit elf Mann zu beenden», so der Romand.

«Meine Mannschaft hat diszipliniert gespielt. Doch es ist uns nicht gelungen, den Gegner auszuhebeln. So gesehen, geht das Unentschieden in Ordnung», sagte FCB-Trainer Thorsten Fink.

«Gewisse Dinge» und «gewisse rote Karten»

Fink wurde auch zur roten Karte von Frei befragt. Der Deutsche sagte, dass Gelb-Rot vertretbar gewesen sei und er mit der Leistung von Schiedsrichter Busacca zufrieden gewesen sei. «Gewisse Dinge» könne er nicht dulden und die werde er intern ansprechen müssen. Ob er damit die Szene mit Costanzo und Ferati nach dem Spiel gemeint habe, so die Frage an Fink. «Ja, sicher auch. Aber auch gewisse rote Karten. Wenn es etwas zu besprechen gibt, macht man das intern. Und genau das werden wir auch tun.»

Fink liess keinen Zweifel offen, dass er Costanzo, Frei und wohl auch Ferati den Tarif intern durchgeben werde. Alex Frei, so Fink, verliere nun eben nicht gerne. «Doch er muss ein Vorbild sein.»

FCB-Medienchef Josef Zindel wies bei der Medienkonferenz noch darauf hin, dass Franco Costanzo sich 15 Minuten nach dem Spiel in der «Mixed Zone» hingestellt und sich entschuldigt habe. «Ich schäme mich», habe der argentinische Goalie gesagt. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.08.2009, 07:35 Uhr

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4 Kommentare

Toni Gysin

10.08.2009, 11:02 Uhr
Melden

veni, vidi, vici - Alex Frei ist eben doch nicht Julius Caesar. Auch unser Nati-Stürmer kann in Basel nur so gut spielen, wie er von seinen Mitspielern mit Bällen bedient wird. Was er aber ganz allein kontrollieren kann, ist seine Beherrschung. Und daran muss er noch arbeiten. Antworten


Michel Steiner

10.08.2009, 14:06 Uhr
Melden

vielleicht doch lieber ein yoga-lehrer statt kickboxer als trainerassistent? Antworten



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