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Togo zieht sich nach Anschlag vom Afrika Cup zurück
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Gemäss internationalen Medienberichten will Togo seine Teilnahme beim Afrika Cup abgesagen. Manchester City meldete bereits, dass Starstürmer Emmanuel Adebayor nach England zurückkehren werde.
Der Bus mit Spielern und Funktionären war gestern Nachmittag kurz nach der Überquerung der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Angola unter Beschuss geraten. Dabei wurden mehrere Menschen getötet. Zum Anschlag bekannte sich der bewaffnete Arm der separatistischen Bewegung FLEC (Front für die Befreiung der Enklave Cabinda), wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete. Die Gruppe habe weitere Angriffe während des Fussballturniers angedroht.
Bestätigt wurden die Todesfälle von Assistenztrainer Abalo Amétélé und Stan Ocloo, dem Sprecher der Fussballmannschaft. Wiedersprüchliche Angaben gibt es im Fall von zwei weiteren Opfern. Verschiedene Quellen sprachen zudem davon, dass auch der Busfahrer im Kugelhagel gestorben sei. Der afrikanische Kontinentalverband wies diese Berichte jedoch als falsch zurück. Zudem sprach Stürmer Jonathan Ayite davon, dass sein Klubkollege beim französischen Amateurverein Pontivy, Torhüter Kodjovi Obilale, ums Leben gekommen sei. Pontivy dementierte dies jedoch. Der Goalie war notfallmässig im Helikopter nach Südafrika geflogen worden.
Boykott auch von anderen Teams?
Die angolanischen Veranstalter versicherten, dass das Turnier wie geplant morgen gestartet und unter verstärkten Sicherheitsmassnahmen programmgemäss durchgeführt werde. Spieler Togos versuchen nun aber auch andere Teams zum Boykott des Turniers zu bewegen. Mittelfeldspieler Alaixys Romao sagte der französischen Sportzeitung «L'Equipe»: «Wir sprechen mit anderen Mannschaften in unserer Gruppe und versuchen sie von einem Boykott zu überzeugen.» Togo hätte am Montag gegen Ghana sein Auftaktspiel in Cabinda bestreiten sollen. Die Elfenbeinküste und Burkina Faso sind die weiteren Teams in der Gruppe B.
Jonathan Ayite sagte gegenüber dem französischen Radiosender «RMC»: «Nicht einmal Barack Obama könnte uns von der sofortigen Abreise abhalten. Ghana und die Elfenküste sind solidarisch mit uns.»
Togos Trainer Hubert Velud forderte die Veranstalter zur Absage der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft auf. «In so einer Situation wird man ein wenig paranoid. Doch wir haben nicht den Eindruck, dass die Behörden das sehr ernst nehmen.» (str)
Erstellt: 09.01.2010, 20:49 Uhr


