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Tschagajew in Untersuchungshaft – Xamax bankrott

Neuchâtel Xamax ist zahlungsunfähig. Und die Genfer Justiz hat den Boss der Neuenburger, Bulat Tschagajew, in Untersuchungshaft genommen.

Patron auf Abwegen: Bulat Tschagajew sitzt in Untersuchungshaft.

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Bild: Keystone

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Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew wurde nach seiner Befragung durch den Genfer Staatsanwalt Yves Bertossa festgenommen. Am Freitag soll er weiter verhört werden. Der Richter des Neuenburger Regionalgerichts hat zudem Xamax am Donnerstag für zahlungsunfähig erklärt. Dieser Schritt erfolgte, nachdem der Verein gleichentags seine Bilanz deponiert hatte.

Die für Freitag geplante gerichtliche Anhörung des Spielervermittlers Ralph Isenegger, der Klage auf Konkurs eingereicht hatte, wurde annulliert. Dies schreibt das Gericht am Donnerstag in einem Communiqué. Nachdem Xamax seine Bilanz deponiert hat, ist die Anhörung überflüssig geworden. Die Spieler wurden von Bulat Tschagajew per sofort von all ihren Verpflichtungen befreit.

Richter: Xamax darf nicht weiterspielen

Zudem ist Xamax am Donnerstag vor zwei Berner Gerichten abgeblitzt. Der Klub wollte erreichen, mit Hilfe einer superprovisorischen Verfügung wieder an den Super-League-Spielen teilnehmen zu können. Gemäss «Le Matin online» hat nun auch das restliche Personal die Geschäftsräumlichkeiten im Stade de la Maladière verlassen.

Edmond Isoz, Direktionsmitglied bei der Swiss Football League (SFL), zeigte sich «durch die schnelle Abfolge der Ereignisse um Neuchâtel Xamax überrascht». Die Liga-Führung hat von der Entwicklung um Xamax Kenntnis genommen und wird diese am Freitag in Bern mit Vertretern der verbliebenen neun Axpo-Super-League-Klubs diskutieren. Dieses Treffen war bereits vor den Ereignissen vom Donnerstag angesetzt gewesen. Edmond Isoz rechnet damit, dass durch die vom Neuenburger Regionalgericht festgestellte Insolvenz das Verfahren für die SFL stark vereinfacht wird. «Doch unser Ziel ist es nicht, ein vereinfachtes Leben zu haben», so Isoz.

«Alle Neuenburger sind wütend»

«Der Besitzer hat es in nur sechs Monaten geschafft, den Klub zu zerstören», sagte Philippe Gnaegi. Der für den Sport zuständige Neuenburger Regierungsrat fügte an, dass «alle Neuenburger wütend» seien. Grosse Trauer über das Verschwinden des fast 100 Jahre alten Traditionsklubs äusserte auch der Neuenburger Gemeinderat, der sich aber gleichzeitig aber auch «erleichert» zeigte, dass «der Abszess endlich tot ist». (fal/si)

Erstellt: 26.01.2012, 15:53 Uhr

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2 Kommentare

Thorsten Bolz

27.01.2012, 14:38 Uhr
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bleibt die Frage - wie konnte man den Verein in solche Hände geben ? Hat hier nicht auch die SFL von Anfang an versagt ? Antworten


Walter Signer

27.01.2012, 09:10 Uhr
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Wenn wir Schweizer anfangen die Klubs ausländische Investoren zu verserbeln, dann geht es ruck zuck abwärts mit dem Schweizer-Fussball. Geld regiert den Klub und nicht der Fussball. Es herrschen andere Gesetze Antworten



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