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Verwirrung um Johan Vonlanthen
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Persönliche Stellungnahme von Johan Vonlanthen
Ich will mich in aller Form von all den Gerüchten und Spekulationen distanzieren, welche gestern Abend und heute in den Medien verbreitet wurden. Ich stand zu keinem Zeitpunkt vor einem Rücktritt. Ebenfalls dementiere ich die Aussagen, wonach ich dem jüdischen Glauben übergetreten sein soll. Einer evangelischen Freikirche bin ich ebenfalls nicht beigetreten.
Ich freue mich auf die Rückrunde mit dem FC Zürich. Wir wollen zusammen auf den Erfolgsweg zurückkehren. Zudem bleibt die Nationalmannschaft und damit auch die WM 2010 in Südafrika mein grosses Ziel. Ich respektiere jede Meinung, jeden Glauben und jede Religion.
Im Moment beschäftigen mich persönliche Probleme verbunden mit dem Gedanken an meine langfristige Zukunft. Dadurch waren meine Trainingsleistungen in den letzten Tagen ungenügend.
Um dieses Thema zu beenden bitte ich zu respektieren, dass ich keinen weiteren Kommentar und Interviews dazu geben werde. Ich will mich nur erholen und am 4. Januar 2010 mit voller Kraft und voller Konzentration in die Vorbereitung zur zweiten Saisonphase starten.
Johan Vonlanthen
Für den FC Zürich endete das Jahr mit einem 1:1 gegen Milan.Ganz ohne Nebengeräusche passiert beim FCZ derzeit aber offenbar nichts. Am Tag danach publizierte der «Blick» Brisantes: Johan Vonlanthen (23) denke an den Rücktritt.
Der kaum vorstellbaren Geschichte folgt noch am Mittwoch das Dementi des Vereins. Und der Klub lässt eine persönliche Stellungnahme von Vonlanthen verbreiten. «Ich stand zu keinem Zeitpunkt vor einem Rücktritt», betont der Spieler, gibt aber zu: «Ich Moment beschäftigen mich persönliche Probleme. Dadurch waren meine Trainingsleistungen in den letzten Tagen ungenügend.»
Vereinsleitung überzeugte Vonlanthen
Gegen Milan sass der Nationalspieler bis zur 74. Minute nur auf der Ersatzbank. Offenbar nicht ohne Grund. In den Stunden vor der letzten Partie in der Champions League spielten sich hinter den FCZ- Kulissen hektische Szenen ab. Vonlanthen musste von der Vereinsleitung von einer überstürzten Abreise abgehalten werden.
In einem Gespräch am Spieltag (!) mit Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel soll Vonlanthen angedeutet haben, den Klub per sofort verlassen und unverzüglich in sein Geburtsland Kolumbien reisen zu wollen. Eine offizielle Stellungnahme (siehe links) war nicht erhältlich - nur das aufgesetzte Schreiben des Spielers.
Ob die rätselhaften Probleme Vonlanthens finanziell oder familiär bedingt oder tatsächlich religiöser Natur sind, ist nach wie vor unklar. In den kommenden Tagen ist auf medialer Ebene mit weiteren Details dieser kuriosen Geschichte zu rechnen. Im Hinblick auf die WM in Südafrika ist diese «Affäre» den Chancen Vonlanthens zweifelsfrei nicht zuträglich. (si)
Erstellt: 09.12.2009, 20:36 Uhr









