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«Warum es gut kommt? Wegen des Trainers»

Von Stefan Kreis. Aktualisiert am 22.10.2012 30 Kommentare

Nach der desolaten Leistung gegenden FC Luzern fordern die Spieler des FC Basel Zeit. Den Optimismus hat die Niederlage noch nicht geschmälert.

Überraschendes Comeback. Radoslav Kovac (r.) kam im Zentrum der Dreier-Abwehr zu seinem ersten Einsatz seit dem 25. August.

Überraschendes Comeback. Radoslav Kovac (r.) kam im Zentrum der Dreier-Abwehr zu seinem ersten Einsatz seit dem 25. August.
Bild: Keystone

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Radoslav Kovac war einer der wenigen Spieler des FC Basel, der nach der Niederlage gegen Luzern positive Worte fand. Kein Wunder, denn der Innenverteidiger ist ein Profiteur des Trainerwechsels und kam zu seinem ersten Einsatz seit dem 25. August und der 1:2-Niederlage in St. Gallen. «Ich war kurz davor, den Club zu verlassen, nun habe ich wieder eine Chance», sagte der Routinier, der bis vor Kurzem noch für die U21 der Basler spielte und beim ehemaligen FCB-Trainer Heiko Vogel in Ungnade gefallen ist.

Zufrieden könne er aber trotz dem überraschenden Comeback nicht sein, wie Kovac erklärte. «Wir haben dem Gegner zu viel Raum gelassen und dem FCL Chancen ermöglicht, statt das 0:0 zu halten.» Am neuen System mit drei Verteidigern, fünf Mittelfeldspielern und zwei Stürmern habe es aber nicht gelegen. «Das ist ein gutes System», lobte Kovac, fügte aber im selben Atemzug an, dass es Zeit brauche, bis alle wissen, was sie zu tun hätten.

Wird nun Klartext gesprochen?

Mitspieler Fabian Frei ist derselben Meinung und fordert Verständnis für die ungenügende Leistung der Basler. Man habe mit Murat Yakin einen neuen Trainer. Und in Luzern in einem neuen System gespielt. Das brauche Zeit. «Das kann man nicht innerhalb einer Woche perfekt einspielen», gab der 23-Jährige zu bedenken und glaubt, dass es bald aufwärts geht. Nur: Woher nimmt der Thurgauer den Optimismus angesichts der sowohl in kämpferischer als auch spielerischer Hinsicht ungenügenden Leistung – und das gegen den in dieser Saison bislang desolaten FC Luzern? « Warumes gut kommt?», fragt Frei und liefert die Antwort gleich selbst: «Wegen des Trainers.» Dieser habe eine Ahnung von Taktik, nun müsse die Mannschaft diese verinnerlichen.

Indem man Klartext spricht, so wie damals im August 2011, als der FC Basel in der Swissporarena mit 1:3 verlor und danach 24 Meisterschaftsspiele en suite ohne Niederlage blieb? So wie damals, als sich die Spieler nach der Niederlage in der Kabine versammelten und die Probleme schonungslos ansprachen? «Es bringt nichts, nun eins auf den ­Deckel zu hauen», sagt Frei zu diesem Thema. Zwar sei es in der Kabine laut geworden, aber man müsse nun mit «konstruktiver Kritik» versuchen, die Probleme zu lösen.

Vor allem die Probleme im Angriff, denn dort agierten die Basler harmlos und erspielten sich gegen die Luzerner nur drei nennenswerte Möglichkeiten. Es fehlte an der nötigen Kreativität, an den Überraschungsmomenten. Captain Marco Streller bezeichnete die Offensivkräfte seiner Mannschaft gar als «Totalausfälle». Sich selbst mit eingeschlossen. «Wenn Pipi das sagt, dann stimmt es auch», kommentiert ­Fabian Frei, der im zentralen Mittelfeld kaum Akzente setzen konnte und in der Rolle als Regisseur hinter den Spitzen einen schwachen Tag erwischte.

Mitschuld an Tor

Auch in der Defensive überzeugte der 23-Jährige nur bedingt und war am Treffer der Luzerner beteiligt. Weil er den Ballverlust, der zur Flanke führte, zu verantworten hatte. «Ich trage eine Mitschuld an diesem Tor», sagt ein selbstkritischer Frei und fügt an: «In einer solchen Situation muss ich den Ball einfach klären.» Das sei allgemein ein Problem der Mannschaft gewesen, so der dreimalige Schweizer Nationalspieler. Dass man versucht habe, mit relativ komplizierten Mitteln zum Erfolg zu kommen, statt ab und an einfacher zu spielen. «Die besten Spieler der Welt schlagen den Ball auf die Tribüne, wenn es nötig ist», sagt Frei zum Ende seiner Ausführungen.

Einer, der diese Aussage gegen den FCL oft beherzigte, war Radoslav ­Kovac. Der Innenverteidiger bugsierte den Ball kompromisslos und in hohem Bogen aus der Gefahrenzone, die Idee eines geordneten Aufbaus ignorierend. Ob diese Spielweise im Sinne des neuen FC Basel à la Yakin ist und ob ­Kovac auch mittelfristig zur Startformation zählen wird, darüber werden die nächsten Spiele Aufschluss geben. (Basler Zeitung)

Erstellt: 22.10.2012, 11:44 Uhr

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30 Kommentare

Giovanni Trappatoni

22.10.2012, 12:47 Uhr
Melden 121 Empfehlung 13

Ich fordere horrende Bussen für jede Karte wegen Reklamierens!! Ist ja abartig, wie diese Diven sich aufführen. Anstatt Fussball zu spielen, wird Zoff gemacht. Fresse halten und arbeiten oder generelle Lohnkürzung wegen Arbeitsverweigerung. So gehört sich das. Antworten


Andreas Tag

22.10.2012, 14:48 Uhr
Melden 67 Empfehlung 1

Zeit ist ein sehr kostbares Gut. Anstatt zu meckern, die Hände zu verwerfen und Frust-Fouls zu begehen, empfehle ich den Herrschaften ihre Kampfkraft auf das "Gras fressen" zu verlegen. Auch das gehört zur von Herrn MY gepredigten Bescheidenheit. Die Fähigkeit, einen Pass von 10 Metern an den Mann zubringen, sollte auch bei gewechseltem System erwartet werden dürfen. Antworten



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