Sport
Wenn die DDR bei der Fifa noch existiert
Ein Trikot aus alten Tagen: Das Sportleibchen der ehemaligen DDR hat (offiziell) ausgedient.
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Eifrige Journalisten der «Bild», die sich für die WM-Endrunde in Südafrika akkreditieren wollten, fanden heraus: Die Datenbank des pompösen Weltfussball-Verbands (Fifa) hat die politischen Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Denn in der «Rubrik Wohnort» bei der Akkreditierung stossen Medienvertreter auf Nationen, die längst Geschichte sind.
So wird Deutschland in die DDR, das Saarland und die Bundesrepublik unterteilt – obwohl die Mauern in Berlin im November 1989 fielen und das Saarland schon seit 1957 Teil der Bundesrepublik wurde. Auch weitere ehemalige Staatengebilde lassen sich im Computer auffinden: Jugoslawien, die Tschechoslowakei, Rhodesien, Palästina, Obervolta und Irland, in den Grenzen von 1921. Auf Anfrage von «Bild» erklärte die Fifa: «Ein Fehler der Datenbank. Wir korrigieren das.»
Einerseits ist die veraltete Datenbank ein amüsanter Aspekt des bedeutendsten Verbands der Welt. Andrerseits ist es peinlich und wirft ein schiefes Licht auf die – reiche und mächtige – Organisation mit Hauptsitz in Zürich.
(fal)
Erstellt: 17.03.2010, 09:52 Uhr









