Sport
Wenn die englische Woche zum Vorteil wird
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 25.11.2011 7 Kommentare
Hoffen in Wil
Axel Thoma, Trainer und Sportchef des FC Wil, rechnet nicht nur mit einem vollen Haus (4800 Zuschauer), sondern auch mit einem FCB, «der hoffentlich die Gedanken schon beim letzten Gruppenspiel in der Champions League gegen Manchester United hat. Wenn bei uns alles stimmt und Basel sich nicht voll konzentriert, haben wir eine kleine Chance. Aber Basel ist klarer Favorit, strotzt vor Selbstvertrauen und ist auch im Vorteil, wenn einigen Stammspielern eine Erholungspause gegönnt wird.» Vor vier Jahren duellierten sich die beiden Teams im Halbfinal letztmals. 2007 setzte sich der Favorit vor 6500 Besuchern 3:1 durch. SI
Dossiers
Artikel zum Thema
Es ist das ewige Thema zwischen Spielen des FC Basel in der Champions League und im Schweizer Cup: Gelingt der Mannschaft die Umstellung vom Scheinwerferlicht der europäische Königsklasse in die Anonymität der Schweizer Provinzstadien? Heiko Vogel dreht den Spiess um. «Mental haben wir etwas mitgenommen. Die Art des Sieges gegen Galati hat unser Selbstvertrauen weiter gestärkt», erklärt der FCB-Trainer. Dadurch könne man in Wil absolut befreit aufspielen. Im abrupten Wechsel vom spärlich besetzten Nationalstadion in Bukarest auf das beschauliche, aber ausverkaufte Wiler Bergholz sieht er sogar eher einen Vorteil. «In Wil wird sicher eine tolle Stimmung herrschen», meint der 36-Jährige.
Viele Wechsel, aber nicht zu viele
Befreit sollte aber nicht leichtsinnig heissen. Der FCB hat in der letzten Saison erlebt, was passieren kann, wenn man zu viel rotiert. Im Viertelfinal in Biel flog man völlig verdient aus dem Wettbewerb, nachdem Thorsten Fink gegenüber dem vorherigen Meisterschaftsspiel gegen Luzern nicht weniger als zehn Wechsel vorgenommen hatte. Finks Nachfolger ist sich der Gefährlichkeit des Challenge-League-Clubs sehr wohl bewusst. «Das wird ein hartes Stück Arbeit», meint Vogel, der den FC Wil auf Video studiert hat, «Wil ist eine frech aufspielende Mannschaft, die ihr Heil bisweilen in der Offensive sucht.» Nach dem Auftritt am Dienstag werde er deshalb zwar einige Spieler pausieren lassen, aber nicht gleich alle.
Sicher gar nicht mit von der Partie im Stadion Bergholz werden Benjamin Huggel, Fabian Frei und Taulant Xhaka sein. Huggel hat sich in Bukarest an der Wade verletzt, Freis Fuss bedarf nach dem Einsatz in der Champions League wieder einer Pause und Xhaka zwickt es immer noch in der Leiste. Somit wird das Mittelfeld wohl aus Stephan Andrist, Cabral, Granit Xhaka und Jacques Zoua bestehen, während Xherdan Shaqiri als Linksverteidiger Joo Ho Park zu einer verdienten Pause verhelfen könnte. Doch egal, wer auf dem Feld steht, glaubt Vogel an eine tadellose Einstellung seiner Mannschaft: «Das Team weiss, worum es geht. Wir sind Profi genug.» Schliesslich will der FCB nicht nur in der Champions League überwintern, sondern auch im Schweizer Cup. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.11.2011, 16:37 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
7 Kommentare
Läufts in den "englischen Wochen" ist alles gut und recht, läufts nicht, ist die Merhbelastung (???) Schuld. Huch, die armen Eishockeyspieler, die jeden zweiten Tag Spitzenspie bestreiten müssen. Ach ja, die können sich ja ausruhen zwischen der Eiszeit..... Antworten

Bitte warten
