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«Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir rotieren»
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 04.03.2011 36 Kommentare
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War es ein Fehler oder nicht, dass FCB-Trainer Thorsten Fink gestern im Cup-Viertelfinal gegen Biel zehn von elf Spielern aus der siegreichen Formation gegen Luzern schonte? Ja, findet Biel-Spieler Ramon Egli im Gespräch mit unseren Newsnetz-Kollegen: «Das war eine fatale Fehleinschätzung und erst noch ein klassischer Coachingfehler von Fink. Er hätte die Nationalspieler viel früher bringen müssen», sagt der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Andy Egli.
Anders sieht dies natürlich der FCB-Trainer selber: «Wenn wir die Meisterschaft gewinnen wollen, müssen wir rotieren», erklärt Thorsten Fink einen Tag nach der unerwarteten Niederlage in Biel. «Das ist meine Philosophie.» Ohne dieses Wechselprinzip würde der FC Basel Langzeitverletzte riskieren, was für den Titelkampf verheerend sein könnte. Nun wird die Diskussion um die Rotation aber von alleine abflauen: Nachdem der FC Basel nun innerhalb einer Woche in Europa- und Schweizer Cup ausgeschieden ist, wird Fink in den künftigen Meisterschaftsspielen weniger rotieren müssen. Und am Sonntag gegen den FC Zürich würden all jene Spieler, die in der Bieler Startformation gefehlt haben, wieder auf dem Platz stehen, so Fink.
FCB wehrt sich gegen falsche Berichterstattung
Zu diskutieren geben derzeit auch die Szenen nach dem Abpfiff in Biel, als Basler und Bieler Fans das Spielfeld stürmten. «Wir verurteilen das Verhalten jedes Zuschauers, der sich daneben benimmt – vor allem, wenn es FCB-Matchbesucher sind», sagt FCB-Pressesprecher Josef Zindel (Video links). Von solchem Verhalten distanziere sich der FC Basel ausdrücklich. Tatsächlich hätten in Biel Anhänger des FC Basel den Rasen betreten. «Rund zwei Dutzend», wie Zindel auf Grund von YouTube-Bildern schätzt.
Aber zuvor – und dies sei in gewissen Medien leider nicht so rübergekommen – hätten zwei- bis dreihundert feiernde Biel-Fans den Rasen gestürmt. «Dadurch haben sich auch die Basler Fans bemüssigt gefühlt.» Nach dreissig Sekunden bis einer Minute seien diese aber vom Feld gewesen, verdrängt von den Sicherheitskräften. «Wir müssen uns wehren, wenn es immer nur heisst, dass es immer die FCB Fans sind.»
Mehr zum FC Basel in der BaZ von Samstag. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.03.2011, 14:34 Uhr
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