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Weshalb Gross jetzt Magath gefährlich wird

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 02.12.2010 4 Kommentare

«Christian Gross wird in der Bundesliga wieder einen Job finden», hatte Günter Netzer nach dessen Entlassung beim VfB Stuttgart zu baz.ch/Newsnet gesagt. Es könnte schon bald so weit sein.

1/13 Christian Gross ist trotz seiner Entlassung in Stuttgart in der Bundesliga immer noch ein gefragter Mann.
Bild: Keystone

   

Gross hat die besten Karten, Nachfolger von Trainer Felix Magath zu werden. Der Verwaltungsrat mit Oberboss Clemens Tönnies hat Magath nach der 0:5-Niederlage gegen Aufsteiger Kaiserslautern und einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen. Magath habe eine glaubwürdige Strategie aufgezeigt, wie der Verein wieder aus der Abstiegszone herauskomme.

«Das hat uns beruhigt, es gibt auch kein Ultimatum», behauptet Tönnies. Wirklich nicht? Tönnies hat zumindest schon angekündigt, dass man in der Winterpause noch einmal eine Bilanz ziehen werde. Bis zur Winterpause hat Magath mit seinem Team noch ein unglaublich schweres Programm zu bewältigen. In der Bundesliga warten die Gegner Bayern München, der Tabellen-Zweite Mainz und Köln, das wie Schalke im Abstiegskampf steckt und zwingend Punkte braucht. Gegner in der Champions League ist Benfica Lissabon. Im deutschen Pokal darf sich Magath gegen Zweitligist Augsburg schon keinen erneuten Ausrutscher erlauben.

Grosser Trumpf im Ärmel

Das Lippenbekenntnis zu Magath muss überhaupt nichts bedeuten. Die Vergangenheit hat es schon vielfach bewiesen: Wenn ein Vorstand seinem Trainer öffentlich das Vertrauen aussprechen und den Rücken stärken muss, dann ist das für den Betreffenden meistens der Anfang vom Ende. Dann steht Gross bereit. Und er hat bereits einen grossen Trumpf im Ärmel. Er hat auf Schalke einen Mentor, der bei einer allfälligen Entlassung Magaths zweifelsohne der starke Mann wird: Sportdirektor Horst Heldt. Der ehemalige Bundesligaspieler hatte Gross zum VfB Stuttgart geholt, war dann aber völlig überraschend dem Lockruf von Schalke erlegen. Heldt ist ein erklärter Fan von Christian Gross und von seinen Qualitäten ebenso wie Netzer absolut überzeugt.

Als Rudi Assauer als Manager auf Schalke die Fäden zog, war Gross schon einmal ein heisses Thema auf Schalke. Sie hatten bereits in Zürich Verhandlungen geführt. Doch der damalige Trainer des FC Basel erteilte eine Absage, was Assauer zutiefst bedauerte, und er sprach von einer verpassten Chance von Gross. Doch diesmal wird er sie mit Sicherheit nutzen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.12.2010, 12:22 Uhr

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4 Kommentare

Bert Hermann

02.12.2010, 13:33 Uhr
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Was hat Gross denn international gerissen? Ein paar Monate Totenham und ein paar Stuttgart. Titel im Ausland- Fehlanzeige! Beide male wurde er gefeuert. Schalke ist schwer trainierbar und Gross' Methoden (nicht im Fussballerischen) aber im Menschlichen sind die gestrigen. Die Tage von Hitzfeld und vielen Alten sind vorüber. Ein neue Trainergeneration mit neuen Methoden ist jetzt da. Antworten


Roland Keller

02.12.2010, 14:28 Uhr
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Gross wird auch auf Schalke scheitern. Aber vielleicht benötigt GC bald einen neuen Trainer? Antworten



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