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Wettskandal: 28 Spiele in der Schweiz werden untersucht

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 20.11.2009 5 Kommentare

Der «grösste Betrugsskandal im europäischen Fussball» betrifft auch die Schweiz: Zwei Personen wurden hier verhaftet, 22 Spiele der Challenge League sind betroffen sowie 6 Vorbereitungsspiele.

1/15 Alex Frei trifft am 5. November 2009 gegen CSKA Sofia vom Penaltypunkt aus. Der Schiedsrichter muss sich im Rahmen des riesigen Wettskandals vor Gericht verantworten.
Bild: Keystone

   

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Die Staatsanwaltschaft in Bochum ermittelt seit rund einem Jahr gegen die international agierende Betrugsbande. Rund 200 Partien in neun Ländern stehen im Verdacht, manipuliert worden zu sein – oder mindestens soll versucht worden sein, Einfluss auf den Ausgang der Partie zu nehmen. Mindestens 200 Personen sind in den Wettskandal involviert. Bisher wurden 15 Personen in Deutschland verhaftet.

Die beiden Personen in der Schweiz wurden am Donnerstag in einer international koordinierten Polizeiaktion mit Beteiligung der Bundeskriminalpolizei verhaftet, wie die Bundesanwaltschaft (BA) am Freitag bestätigte. Die Bundesanwaltschaft vollziehe im Zusammenhang mit Sportwetten auf manipulierte Fussballspiele ein Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Bochum. Im gleichen Zusammenhang führe die BA seit dem vergangenen 12. November ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren. «Mit Rücksicht auf die laufenden Untersuchungen und um die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden nicht zu gefährden, können zur Stunde keine weiteren Angaben zum Verfahren gemacht werden», teilte die BA mit.

Genauere Angaben wollte auch die Staatsanwaltschaft in Bochum auf Anfrage nicht machen. An einer Medienkonferenz am Freitagnachmittag im deutschen Bochum verteilte die dortige Staatsanwaltschaftein Liste der betroffenen Länder und Spiele. Sie machte das ganze Ausmass des Skandals erst fassbar. In der Schweiz ist es mutmasslich in 28 Spielen zu versuchten und/oder vollendeten Manipulations- respektive Betrugshandlungen gekommen. 22 Spiele der Challenge League und sechs Vorbereitungsspiele sind im Visier der Fahnder.

Auch Europa League und Champions League betroffen

In Deutschland sind 32 Partien betroffen. Dazu kommen Spiele in Belgien, Kroatien, Slowenien, Türkei, Ungarn, Bosnien und Österreich. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass bei einem Länderspiel zur Qualifikation der U-21-EM manipulativ eingegriffen werden sollte (siehe Tabelle). Oft wurden Spiele tieferer Ligen manipuliert.Doch selbst auf höchster Stufe soll betrogen worden sein. Die Bochumer Staatsanwaltschaft spricht von mindestens zwölf Spielen bei der Europa League und drei Partien der Champions League.

Zur Tätergruppe gehört offenbar ein kroatisches Brüderpaar, das bereits in den Hoyzer-Skandal von 2004 verwickelt war. Sie wurden gemäss Medienberichten am Donnerstag verhaftet und sollen mit den manipulierten Spielen bei Wetten in Asien und Europa insgesamt zehn Millionen Euro erschwindelt haben.

Offenbar kein Zürcher Club involviert

Die Behörde rechnet aber mit einem noch höheren Schaden. «Das ist nur die Spitze des Eisbergs», sagte Ermittlungsleiter Andreas Bachmann. Peter Limacher, der Leiter der Uefa-Disziplinarabteilung, sprach vom «zweifellos grössten Betrugsskandal, den es im europäischen Fussball jemals gegeben hat».

Dem leitenden Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Andreas Eckert, war kein Betrugsfall bekannt, in den ein Zürcher Club involviert war. «Wir hätten davon erfahren», betont er gegenüber baz.ch/Newsnet.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.11.2009, 18:29 Uhr

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5 Kommentare

Thomas Gasser

20.11.2009, 16:58 Uhr
Melden

Interessant wäre, zu erfahren, welche Spiele in der Schweiz betroffen sind... Antworten


Ronald. Lac k

20.11.2009, 17:04 Uhr
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Sollten wirkllich CH-Klubs dabei sein gehören diese in die 5 Liga versetzt und die Präsidenten und und Spieler resp. alle Beteiligten auf Lebzeiten gesperrt. Was soll das ganze, nur harte Strafen nützen. Antworten



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