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«Wir stehen mit dem Rücken zur Wand»
Aktualisiert am 08.09.2010 40 Kommentare
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Die Analyse von Ottmar Hitzfeld war am Tag nach dem ernüchternden 1:3 gegen England schonungslos. «Schon in den ersten fünf Minuten zeichnete sich ab, dass wir zu viel Respekt hatte», erklärte der Nationaltrainer. «Wir müssen wieder über die Zweikämpfe ins Spiel kommen», fordert er. Ein geordneter Spielaufbau sei nicht möglich gewesen, zu zahlreich die Ballverluste. «Wir müssen uns beim Pressing etwas einfallen lassen.»
Überhaupt befand Hitzfeld, sein Team hätte sich zum Teil mit den falschen Mittel zur Wehr gesetzt. Die Verwarnung, die sich Stephan Lichtsteiner wegen Reklamierens abholte, kanzelte der Trainer als «unprofessionell» ab. «England war in einer Top-Verfassung. Sie riefen ihr gesamtes Können ab. Gerade dann muss man aggressiv spielen. Aber da gab es ja fast kein Foulspiel», kritisierte Hitzfeld.
«Gegen direkten Konkurrenten punkten»
Hart ins Gericht ging Hitzfeld mit dem talentierten Stürmer Eren Derdiyok, der allerdings im SFV-Trikot schon lange keine gute Leistung mehr zeigte. «Man muss halt auch mal zehnmal umsonst laufen und mehr investieren, um sich eine Chance zu erarbeiten», kritisierte Hitzfeld den Leverkusen-Profi. «Ich hätte gestern in unserer Mannschaft nicht Stürmer spielen wollen. Dann hätte ich den Ball hinten holen und ihn vorne auch noch selber reinmachen müssen», so der frühere Stürmer.
Am 8. Oktober in Montenegro steht die Schweiz bei ihrem zweiten Qualifikationsspiel «schon mit dem Rücken zur Wand». Die Montenegriner gewann bisher ihre Spiele gegen Wales und Bulgarien jeweils 1:0. «Uns steht ein Schlüsselspiel bevor», weiss auch Hitzfeld. Wie nach dem missratenen Start in die WM-Kampagne vor zwei Jahren nach dem Remis gegen Israel und der blamablen Niederlage vor eigenem Anhang gegen Luxemburg ist die Ausgangslage delikat. «Aber für uns wird es auch die Gelegenheit, gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten», sieht Hitzfeld den positiven Punkt. (son/si/)
Erstellt: 08.09.2010, 19:19 Uhr
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40 Kommentare
Dass die Auswahl an Spielern in unserem Land begrenzt ist, ist ein Fakt. Leidenschaft, Kampf und Einsatz haben aber nichts damit zu tun. Das muss selbstverständlich sein! Grosses Manko der CH: Kreativität! Ausser Yakin kann niemand einen überraschenden Pass spielen! Traurig aber wahr. Im Okt müssen 6 Punkte her sonst wirds nichts mit Rang 2. Shaqiri einziger Lichtblick am Dienstag. Antworten
Ist doch gut haben sie verloren, nun weiss jeder Spieler, dass er gegen die nachfolgenden "kleineren" Teams alles geben muss, damit sie noch eine Chance auf die EM haben. Besser gegen England verlieren als gegen Montenegro, Bulgarien und Wales. Hopp Schwiiz! Antworten
Von der individuellen Klasse der Spieler her gehört die Schweiz nicht an eine Endrunde, es geht nur, wenn sie auf extreme Weise als Mannschaft spielt, das heisst, die qualitativen (technischen) Mängel der Akteure mit cleverer Organisation wettmacht. Im Nachhinein betrachtet hat das Köbi Kuhn erkannt und gut umgesetzt. Der aktuell richtige Trainer dafür wäre wohl Lucien Favre Antworten
@Rolf Huber: diese unterwürfige Ehrfurcht vor den namhaften Vereinen im Ausland ist lächerlich. Schwegler spielt bei Eintracht Frankfurt - ein toller Verein, aber auch nicht besser wie YB, FCB oder der FCZ. Zudem Schwegler, Ziegler, Lichtensteiner, Inler, Derdiyok spielten auf den gleichen Positionen wie in ihren Clubs!! Ihre Argumente sind hanebüchen!!! Antworten
@ Paddy Müller: Hitzfeld kritisieren, aber selbst keine Ahnung haben. So geht es ja nicht. Hitzfeld hat sehr wohl bewiesen, dass er mit No-Name-Mannschaften erfolgreich arbeiten kann. Genau solche Erfolge waren es, die ihm die Tür in die deutsche BL öffneten. Zur Gedächtnisauffrischung: Aufstieg mit SCZug in die NLA. Cupsieg, und Vizemeister mit Aarau in den 1980er Jahren. Antworten
Ich verstehe nicht warum Hitzfeld an Alex Frei so fest hält. Frei ist ein hervorragender Stürmer und hat für unsere Nati grossartiges geleistet. Trotzdem ich wünsche mir ein Spiel ohne Frei. Ohne Frei spielen Inler und Derdiyok plötzlich sehr gut (gegen Spanien hat Frei auch nicht gespielt…). Im Mittelfeld müssen die Junge her. Shaqiri und Stocker werden schon für genüge Bälle nach vorne sorgen! Antworten
Tip an die Vorgesetzten des Herrn Hitzfeld: Stellen Sie diesem erstklassigen Fussballprofessor, Taktiker und rational-nüchternen Rechnungskünstler einen Mentaltrainer zur Seite, der positive Emotionen mit Spielfreude in die Mannschaft bringt. Frei als Captain ist hierzu die falsche Figur. "Satte" Auslandprofis bringen dem Team diesbezüglich meist auch nicht viel! Antworten
Ein sehr guter, realistischer Bericht! Gratulation! Man soll auch einen Sportjournalisten mal loben! 2 Punkte: - Inler + Co: Jeder liest nur über die "guten Spiele" und die "Gerüchte" über unsere Italien-Söldner - nur wie gut und wie wahr sind diese wirklich? Wie gut ist die Liga? - Frei: Die Leistungskurve eines Spielers verändert sich. Reicht es Frei noch für mehr als die ASL? Ich zweifle! Antworten
Viele Kaderspieler werden in ein taktisches Korsett gezwängt, welches sie in ihren Clubs nicht gewohnt sind zu spielen. Die Spieler werden verunsichert + blockiert (fehlendes Selbstvertrauen) + nicht zuletzt auch missmutig (fehlende Kampfbereitschaft). Die Taktik sollte nach den individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers ausgerichtet werden. Spielfreude + Erfolg würden wieder zurückkehren. Antworten
Schon richtig an einem gewissen Stamm festzuhalten ! Was ich nicht begreife ist , dass an Stelle von dem Total Ausfall Derdiyok , F.Degen im Spiel gegen England ausgewechselt wurde !!! Schade das Herr Hitzfeld nicht die Leistung von F.Degen qualifizierte (!!!)... sondern die Hoffnung an Derdiyok (!!!)... so kann man keine Spiele gewinnen !!! Leistungträger in Form =ja ..,aber Ausfälle =nein Antworten
Das Problem liegt klar im Mittelfeld. Stürmer können keineTore schiessen, wenn vom Mittelfeld nichts kommt. Klar ersichtlich gegen England. Dann immer über Frey und Streller zu diskutieren löst die wirklichen Probleme nicht. Sehr guter und der Realität entsprechender Bericht vom TA. Wir haben KEINE Alternativen. Diese Spieler müssen Vollgas geben, und nicht von Real Madrid träumen. Antworten
Mit einem Christian Gross als Nati Trainer hätte die Schweiz in Zukunft sogar Mühe San Marino zu schlagen. Das System Gross, hohe Bälle nach vorne schlagen und hoffen das jemand den Kopf hinhält, taugt auf Nati Ebene erst recht nicht. Ich sehe das Problem eher darin dass einige Spieler zu früh ans grosse Geld kommen (Bundesliga) und danach keinen Biss mehr haben sich für die Nati zu zereissen. Antworten
Es fehlt der intelligente, präzise Mittelfeldstratege, der vielleicht etwas weniger rennt, dafür mehr denkt. Wie gut oder schlecht der Sturm ist, kann man erst beurteilen, wenn er "ausgeruht" Bälle kriegt, und sie sich nicht selbst holen muss. Die Spiele gehen im Mittelfeld verloren! Dann wird es auch mal Zeit, dass - über die Schiedrichter - im Clubfussball der aggressive Angriff bevorteilt wird Antworten
In dieser Mannschaft möchte ich auch nicht Stürmer sein, wobei klar auffällt, dass sich Frei zuweit nach hinten orientiert. Das Mittelfeld verstärken und nur mit einem Stürmer anfangen. Die Aggressivität und Zweikampf haben gefehlt. Wo ware unser Flügelspiel anlag unserem Gegner, beispielhaft in der ersten Halbzeit. Besseres Zwei- kampfverhalten wäre mehr als erwünscht. Margairaz, Lichtsteiner Antworten
Die so viel gescholtenen im Ausland beschäftigten Spieler machen dort einen guten bis sehr guten Job (Inler, Lichtsteiner, Ziegler, Derdiyok).Nur in der CH-Nati ist das nicht so.An was liegt es?M.E. vorallem am fehlenden Teamzusammenhalt und auch am von Trainer aufdiktierten System.Die Aussenverteidiger haben für ihre Vorstösse keinen Platz, Mittelfeld ist träge und starr.Mehr Bewegung ist gefragt Antworten
Ja ja, es ist halt gar einfach, den Schwarzen Peter dem Trainer zuzuschieben. Das Problem liegt viel mehr darin, dass es den meisten Spielern am nötigen Engagement, Leidenschaft, Verbindlichkeit, Leistungsbereitschaft, Hingabe sowie Chuzpe fehlt. Im Mittelalter waren die Eidgenossen zwar auch technisch u. zahlenmässig limitiert aber dennoch in ganz Europa gefürchtete Gegner…ja warum wohl? Antworten
Zum 1'000'000ten Mal. (Gut) spielen müssen die Spieler, nicht der Trainer!!! Es mangelt ganz eindeutig im Kopf und an dem Willen der Spieler, "95" Minuten wirklich alles zu geben. Zudem verdienen sie, gemessen an Ihren Leistungen viel zu viel. Antworten
gegen england war das zweikampfverhalten mangelhaft. im mittelfeld hatten die engländer zu viel raum! inler als nr. 6 macht sinn, aber dann muss eine nr. 10 her, die offensiv akzente setzen kann und die beiden stürmer unterstützt --> yakin, costanzo. ziegler hat sich mehrmals stümperhaft überlaufen lassen und lichtsteiner ist offensiv eine katastrophe, KEIN pass kommt an! oh ist nicht zu beneiden. Antworten
Es stimmt einfach nicht, dass die Spieler schlecht sind, sonst würden nicht etliche von ihnen in namhaften Vereinen im Ausland spielen. Das ist ein mentales Problem, die gehen auf den Platz um kein Tor zu erhalten und um nicht zu verlieren und genau so spielen sie auch. Wir haben ein Trainerproblem, Hitzfeld raus, er ist der falsche Mann! Antworten
Hitzfeld und der hier geforderte Gross sind beides dieselben Trainertypen. Beide sind/waren in Grossvereinen erfolgreich, weil ihnen fast jede Verstärkung bewilligt wurde. Den Beweis eine bestehende Mannschaft ohne teure Verstärkungen vorwärts zu bringen, sind beide schuldig geblieben. Antworten
Hallo hört doch mit den primitiven anti Hitzfeld leserbriefen auf. Mindestens 3/4 aller fussball anhänger mit ahnung und ohne ahnung, wollten den hochkarätigen Hitzfeld. Was soll er ausrichten, wenn diese Stars es einfach nicht besser können und nur eigenintresse wahren!!!! Ja schreit, jetzt nach Gross, nachher schreit ihr nach sforza usw.......! Kuhn machte NIE taktische fehler, oder...........!! Antworten
Ehemailg erfolgreiche Clubtrainer müssen nicht automatisch gute Nationaltrainer sein oder vice versa. Beispiele: Capello, hat mit England bis heute noch nichts erreicht. Löw, nächster Nationaltrainer, der einen Euro-oder WM - Pokal gewinnen wird. Hitzfeld gehört wahrscheinlich eher zur Kategorie Capellos. Antworten
Mich erstaunt das Hitzfeld die meisten Spieler kritisiert (direkt und indirekt) aber die grösste Diva der nati wird wie immer geschont. Sei es im Training oder nach dem Spiel. Es kann nicht sein das der Captain mit der Mannschaft CL spielt sich aber dann für ein SFV Training zu schade ist. Aber hallo. Die EM quali ist kein Wunschkonzert. Antworten
Herr Hitzfeld ist zweifellos ein exzellenter Trainer. Aber ich zweifle trotzdem daran, ob er die Schweizer Nati auf die Erfolgsstrasse führen kann. Ich schliesse mich Herrn Gerber an und denke auch, Christian Gross würde diese Aufgabe nicht nur mit enormem Herzblut, sondern auch mit cleverness anpacken. Antworten
Wir haben keine Stürmer. Das ist das Problem. Sie sind in ihren Vereinen noch ziehmlich erfolgreich, aber in der Nati, tote Hose.Was kann man machen? Ich weiss es auch nicht, aber dem Trainer die Schuld zu geben ist falsch. Als Chefkoch kann Herr Hitzfeld nur mit den Zutaten kochen, die er zur Verfügung hat. Hoffentlich findet er bald einmal einen riesengrossen Trüffel. Oder noch besser zwei. Antworten
@Gerber: Das Problem ist nicht der Trainer, sondern die Unfähigkeit der Spieler. Diese kommen bei ihren Klubs im Ausland nur deshalb auf Touren, weil sie von echten Profis umgeben und unterstützt werden. Zurück im Schweizer Kader sind sie Kümmerlinge, wie gesehen! Antworten
Wenn man es realistisch betrachtet, musste man schon vorher davon ausgehen, dass ein Szenario möglich ist, dass es gegen England in zwei Spielen nur 0-1 Punkt gibt. Ich hatte im Vorfeld nich mit einem Sieg gegen England gerechnet, nur die Art und Weise wie man das Spiel verloren hat, gibt mir zu Denken und ist Grund zur Sorge. Antworten
Es gibt ein, meinerseits passendes Sprichwort für unseren unglücklichen Natitrainer. > Es ist einfacher den höchsten Berg zu erklimmen-als dort oben lange auszuharren<. Ein passionierter Bergsteiger ,der auch gerne schönen Fussball sehen würde und zu schätzen würde. Aber wer soll das umsetzen..mit der jetztigen Besetzung auf Feld und Bank ? Bete liebes Schweizervolk-bete. Antworten
Natürlich hat Hitzfeld recht, wenn er sagt, dass Derdiyok inexistent war. Aber warum hat er ihn nicht ausgewechselt, spätestens nach ersten Halbzeit. Warum musste Fernandes auf der Bank bleiben, ist er doch der Läufer und Kämpfer in Person. Genau diese Eigenschaften waren gefragt, und wie es Shaqiri auch zeigte. Margairaz war ein Schatten seiner selbst ! Na ja, das wars wohl auch Hitzfeld. Schade! Antworten
Das wird auch Christian Gross nicht richten können, schließlich kann er sich keine neuen Spieler schnitzen. Die aktuellen schweizer Spieler sind leider nur unterer Durchschnitt, da ist kein Staat mit zu machen. Nicht nur technisch unzureichend, sondern auch mental und intellektuell in der Unfähigkeit, taktische Vorgaben auf dem Platz umzusetzen. Da hilft der beste Trainer nichts, also forget it. Antworten
Es waren keine markanten Schwachstellen auszumachen. Schweizer Fussball wie wir ihn kennen und wie wir ihn auch in den nächsten Jahren zu sehen bekommen werden. Da spielt der Gegner gar nicht so eine wesentliche Rolle. Die Schweiz ist in der Regel für viele Gegner ein willkommener Punktelieferant, wir hatten aber in den letzten Jahren scheinbar gute Trainer die das taktisch kontrollieren konnten. Antworten
Wenn jeder Profi Fussballer vertraglich verpflichtet wäre, seine Dienste bei Bedarf der Nationalmannschaft zur Verfügung zu stellen, brauchte ein Nati Trainer nicht Leute wie Ziegler, Margairaz etc. zu beschäftigen. Vielleicht wäre dann auch das Resultat besser. Antworten











Adi Wittwer
Unser grosses problem im Moment ist die Kreativabteilung. Da die 'Altbestandenen' nicht einschlagen, muessen halt Junge eingebaut werden. Costanzo spielt im Moment toll und haette eine Chance als Spielmacher v Bierdient. Auch haette ich lieber 55 Minuten einen Yakin von Anfang an - anstelle ihn zu bringen, wenn wir in Rueckstand sind. Frei/Streller gezwungernermassen. Antworten