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«Wir wollen Basel so richtig quälen»

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 19.09.2014 7 Kommentare

Winterthurs neuer Trainer Jürgen Seeberger schrieb schon Schweizer Cupgeschichte. Der Deutsche erreichte mit einem Unterklassigen bereits zweimal einen Halbfinal. Er plant den nächsten Coup.

1/7 Winterthurs Trainer Jürgen Seeberger schrieb schon Schweizer Cupgeschichte.
Bild: Keystone

   

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Die Winterthurer Schützenwiese, die zurzeit einer Baustelle gleicht, ist für das Cupspiel am Sonntag gegen Meister Basel bereits restlos ausverkauft. «Wegen des Umbaus des Stadions können wir zurzeit nur 5000 Besuchern Eintritt gewähren», sagt Geschäftsführer Andreas Mösli und versichert: «Wir hätten locker das Doppelte an Tickets absetzen können. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, kommt das Spiel gegen den FC Basel ein halbes Jahr zu früh.»

Vom Sportlichen her ist das zurzeit allerdings nicht unbedingt der Fall. Winterthurs Trainer Jürgen Seeberger ist auch nicht entgangen, dass die Basler bei den beiden Niederlagen zuletzt gegen GC (1:3) und in der Champions League gegen Real Madrid (1:5) einige Probleme bekundeten – und auch um FCB-Trainer Paulo Sousa eine Polemik entbrannt ist.

Riesentöter Seeberger

«Natürlich habe ich das alles mitbekommen», sagt Seeberger. Er messe dem aber keine allzu grosse Bedeutung bei. «Wir müssen auf uns schauen und uns auf unsere zweifelsohne vorhandenen Stärken besinnen. Wir wollen Basel so richtig quälen, nervös machen, unser Ding durchziehen und das Spiel natürlich gewinnen. Das ist unser erklärtes Ziel.»

Jürgen Seeberger weiss, wovon er spricht. Der Deutsche gehört in der Cupgeschichte des Schweizer Fussballs nämlich zu den Riesentötern. 1999 schaltete er mit den Zürcher Red Stars den FC Lugano mit dem damaligen argentinischen Startrainer Enzo Trossero in den Viertelfinals aus. «Mit Blaise Nkufo und Gaetano Giallanza hatten die Tessiner zwei Topstürmer, die dann ins Ausland gingen.» Gegen die Grasshoppers setzte es dann im Halbfinal eine 0:7-Niederlage ab.

Lugano, St. Gallen und Thun ausgeschaltet

Der zweite grosse Coup gelang Seeberger 2003 mit dem FC Schaffhausen. «Damals hatten wir St. Gallen und Thun ausgeschaltet. Bei den Berner Oberländern war Hans-Peter Latour damals Trainer. Die Stürmer hiessen Marco Streller und Milaim Rama», erinnert sich Seeberger. Der Halbfinal sei dann in Basel mit 0:3 verloren gegangen. «Christian Gross war damals der Trainer im alten Joggeli. Bis zur 80. Minute durften wir auf die Sensation hoffen, lagen nur mit 0:1 zurück.»

Wenn Seeberger in seinen Erinnerungen schwelgt und aufzeigt, was gegen einen Grossen alles möglich ist, kommt er so richtig in Fahrt. Das erwartet er auch von seiner Mannschaft im Highlight der Saison am Sonntag gegen den FC Basel. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.09.2014, 11:51 Uhr

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7 Kommentare

Tom Briner

19.09.2014, 13:13 Uhr
Melden 46 Empfehlung 13

Überraschungen stellen sich in der Regel nicht nach Vorankündigungen ein. Mein Tipp: Der FC Basel wird diesmal nie so zittern müssen, wie das letzte Mal auf der Schützenwiese, als ihm Schiri Bieri mit einem krassen Fehlentscheid geholfen hat. Diesmal scheitert der FCW an seinen eigenen zu hohen Erwartungen. Antworten


Louis Mueller

19.09.2014, 12:19 Uhr
Melden 62 Empfehlung 38

Ob man wirklich von einem grossen Coup sprechen kann, so wie Sousa die Mannschaft momentan spielen lässt, ist für mich fraglich!!! Antworten