Sport
YB-Trainer trotz Niederlage zufrieden
Von Stephan Roth. Aktualisiert am 18.04.2010
Dossiers
Artikel zum Thema
- Young Boys in Sion entthront
- FC Basel nach einem Jahr wieder Leader
- YB verliert in Sion 1:4 – Basel schiesst sich an die Spitze
Restprogramm
Basel: (68 Punkte/78:42 Tore): Grasshoppers (a), Bellinzona (h), Aarau (a), Neuchâtel Xamax (h), Young Boys (a).
Young Boys (68 Punkte/69:38 Tore): Neuchâtel Xamax (h), Zürich (a), St. Gallen (h), Luzern (a), Basel (h).
Stichworte
Es war die zweite Niederlage in Folge für die Young Boys. Nach dem blutleeren Auftritt gegen GC verloren die Berner nun in Sion 1:4 und damit auch die Leaderposition an den FC Basel. Das Resultat suggeriert eine desolate Leistung von YB im Wallis. Doch so war es nicht. Das Team von Vladimir Petkovic war im Gegensatz zum schwachen Auftritt gegen GC, der eine sportliche Bankrotterklärung gewesen war, diesmal durchaus mit Leidenschaft bei der Sache und hatte vor Sions Führungstreffer in der 9. Minute durch Emile Mpenza bereits einmal den Pfosten (Degen) und die Latte (Raimondi) getroffen.
So gab sich Petkovic auch alle Mühe, seinem Team den Rücken zu stärken. Das Letzte, was der Mann aus Sarajewo mit kroatischem und Schweizer Pass jetzt gebrauchen kann, ist Unruhe und Panik. Denn noch haben die Berner die Meisterschaft nicht verspielt. Er sei vom Resultat enttäuscht, so Petkovic im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. «Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden», sagte der YB-Trainer. «Sion hat viermal geschossen und viermal getroffen. Und wir hatten sieben, acht gute Chancen.»
Petkovic ist sicher, dass YB gegen Basel gewinnt
Dann schmetterte Petkovic einen Satz voller Optimismus mitten in die Berner Tristesse: «Ich bin sicher, dass wir das letzte Spiel gegen Basel gewinnen.» Am 16. Mai empfangen die Berner den Konkurrenten zum letzten Spiel im bereits ausverkauften Stade de Suisse. Hofften die Young Boys bisher, eine «Finalissima» vermeiden und vorzeitig Meister werden zu können, dürften sie nun froh sein, wenn sie in der letzten Runde immer noch um den Titel spielen können. Fünf Runden sind noch zu spielen. YB und Basel sind punktgleich, wobei der FCB die um fünf Tore bessere Tordifferenz haben.
Fink: «Wir haben noch nichts erreicht»
Im Gegensatz zu den letzten Wochen, als Thorsten Fink stets den Rivalen aus Bern psychisch unter Druck gesetzt hatte, bemühte sich Basels Trainer nach der 5:0-Gala gegen Luzern darum, die Euphorie zu dämpfen. «Wir haben noch nichts erreicht. Wir sind noch nicht Meister», sagte er gegenüber «Teleclub». «Wir sind jetzt Erster und wollen den Vorsprung ausbauen.» Fink richtete sofort den Fokus auf die nächste Partie: «Das wird ein schwieriges Spiel gegen GC.»
Am nächsten Sonntag treten die Basler auf dem Letzigrund gegen den Tabellendritten, der zuletzt einen starken Eindruck hinterliess, an. Gleichentags spielt YB zu Hause gegen Xamax. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.04.2010, 19:44 Uhr


