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Yakin hat das Image des idealen Jokers satt

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 08.09.2009

Nach der WM-Qualifikation will der Altmeister einen Stammplatz in der Nationalmannschaft zurückerobern.

Erfolgreiches Duo: Yakin will sich bei Coach Hitzfeld nicht mit Reden, sondern mit guten Leistungen wieder für die Stammelf empfehlen.

Erfolgreiches Duo: Yakin will sich bei Coach Hitzfeld nicht mit Reden, sondern mit guten Leistungen wieder für die Stammelf empfehlen.
Bild: Keystone

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Hakan Yakin , 32, spielte seine Jokerrolle wieder einmal perfekt. Kaum stand der Regisseur des FC Luzern gegen die Griechen auf dem Platz, war das Schweizer Spiel von Qualität geprägt. Vor seiner Einwechslung, die die 38 000 Schweizer Fans im Stadion forderten, fehlte es an zündenden Ideen.

Obwohl Yakin ein Individualist ist, fügt er sich problemlos in die Gruppe ein. Er akzeptiert bei Trainer Ottmar Hitzfeld sein Reservistendasein, weil er ein absoluter Profi ist. Obwohl er der mit Abstand kreativste Spieler ist, trägt er auch als Ersatzspieler keine schlechte Stimmung ins Team. Das Intrigieren entspricht nicht Yakins Mentalität, schon gar nicht seinem aufrichtigen Charakter.

«Ich bin nur ein Teil des Kollektivs», sagt Yakin bescheiden. Hitzfeld könne auch weiterhin als Joker voll auf ihn setzen. Auf dem Weg zur WM 2010 in Südafrika müssten alle Spieler am erklärten Ziel mitarbeiten. Doch für einen Vollblutfussballer wie Yakin kann diese Situation nur eine Momentaufnahme sein. Wer 78 Länderspiele absolviert und an zwei Europameisterschaften sowie einer WM teilgenommen hat, kann sich auf die Dauer mit einer Jokerrolle niemals abfinden.

Der Rhythmus fehlt noch

Yakin bleibt in dieser heiklen Frage ganz Diplomat. «Ich habe bei Al Gharafa ein halbes Jahr nicht gespielt», sagte er gestern vor dem Abflug nach Riga zu NEWS. Deshalb fehle ihm zurzeit noch etwas der Rhythmus.

Er wolle aber verhindern, dass die Rolle des idealen Ersatzspielers zu einem Dauerzustand werde. «Jetzt haben wir noch drei WM-Qualifikationsspiele.» Wenn das grosse Ziel erreicht sei, wolle er für sich neue Ziele definieren.

Einen Stammplatz würde er aber nie fordern: «Das steht mir auch überhaupt nicht zu», sagt Yakin mit Demut. «Ich will mir den Stammplatz mit Leistungen im Training und in den Spielen mit Luzern zurückerobern», sagt er. Spätestens an der WM 2010 in Südafrika soll es so weit sein. (NEWS)

Erstellt: 08.09.2009, 12:19 Uhr

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