Sport
Zanni jubelt, Shaqiri fehlt
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 25.01.2012 3 Kommentare
Chipperfield verletzt
Der FC Basel muss in den nächsten Wochen auf Scott Chipperfield verzichten. Der australische Routinier zog sich einen Muskelfaserriss an den Adduktoren zu. Das nächste Testspiel trägt der FCB am nächsten Sonntag um 15.00 Uhr wiederum auf dem Rankhof gegen die SR Delémont aus. ker
Das Telegramm
FC Basel – FC Vaduz 2:3 (0:2)
Rankhof. – 750 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 4. Burgmeier 0:1. 20. Baron 0:2. 49. Kovac 1:2. 79. Alex Frei 2:2. 81. Merenda (Foulpenalty) 2:3.
Basel: Sommer; Steinhöfer (46. Degen), Abraham (46. Kovac), Ajeti (46. Kusunga), Park (82. Ajeti); Andrist 69. Pak), Cabral (63. Xhaka), Fabian Frei (63. Buess), Buess (46. Huggel); Streller, Alex Frei.
Vaduz: Klaus (46. Antic); Zanni (46. Oehri), Schwegler, Cvetinovic (46. Denicola), Cerrone (46. Rafinha); Baron, Kienzl (46. Nicolas Hasler), Sara (46. Rechsteiner), Burgmeier (46. Cecchini); Ciccone (46. David Hasler), Tripodi (46. Merenda).
Bemerkungen: Basel ohne Chipperfield, Stocker, Voser, Yapi (alle verletzt), Colomba, Zoua (beide krank) sowie Shaqiri (Militär). Vaduz ohne Bader, Erne, Jehle und Ritzberger (alle verletzt). – Verwarnung: 87. Alex Frei (Unsportlichkeit). – Pfostenschüsse: 27. Alex Frei (Freistoss). 55. Fabian Frei. – 53. Lattenschuss David Hasler.
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«Zanni Fuss-ball-gott», schallte es jeweils aus der Muttenzerkurve in den Jahren vor dem Wirken von Thorsten Fink und Heiko Vogel bei der Vorstellung des rechten Verteidigers. Unter Christian Gross war Reto Zanni gesetzt und entwickelte sich so zu einer kleinen Kultfigur beim FC Basel. Doch mit dem Wechsel auf der Trainerbank war auch die Ära Zanni beendet. Vor exakt einem Jahr wurde der umstrittene Nidwaldner zum FC Vaduz transferiert.
Gestern nun kehrte Zanni kurzfristig nach Basel zurück. «Es gefällt mir sehr gut in Vaduz», erzählt der bald 32-Jährige, «Es ist zwar etwas weniger los als in Basel, aber das ist ganz gut so.» Bei den Liechtensteinern ist Zanni einer von vier ehemaligen FCB-Spielern. Auch Torhüter Oliver Klaus, Mittelfeldspieler Franz Burgmeier und Stürmer Mathias Baron haben schon rotblau getragen. Dazu tragen mit Morenda Merenda, Roland Schwegler, Luca Denicola und Pascal Cerrone weitere Spieler mit Super-League-Erfahrung das Vaduzer Dress. Nichtsdestotrotz belegt das ambitionierte Team des Holländers Eric Orie in der Challenge League zur Saisonhälfte nur gerade Rang acht. «Es ist schwierig, noch an die Spitze zu kommen», sagt Zanni. Mit zwei Siegen schnuppere man an Platz zwei, mit zwei Niederlagen drohen die Abstiegsplätze.
Shaqiri fehlt wegen Aushebung
Auch wenn die Klasse in der Challenge League nicht für eine Spitzenposition reicht, im Test gegen den Leader der Super League reichte sie für drei Tore und einen Sieg. Allerdings machten die Basler es den Gästen auch etwas gar einfach. «Ich bin gar nicht zufrieden mit dem Zustandekommen der Gegentore», moniert denn auch Trainer Heiko Vogel und bedient sich des Tennisjargons: «Das waren Unforced Errors!» Anders kann man die Böcke von Yann Sommer (4. Minute) und Joo Ho Park (20.) auch nicht bezeichnen, die zur nicht unverdienten Pausenführung der Liechtensteiner führten. Die Ex-Basler Burgmeier und Baron bedankten sich für die defensiven Unzulänglichkeiten. So blieb der Aufreger der ersten Halbzeit das Fehlen von Xherdan Shaqiri, der zur militärischen Aushebung antreten musste und nicht etwa bei Vertragsverhandlungen in Istanbul weilte. «Es ist kein Witz», betont Mediensprecher Josef Zindel bei der Stadiondurchsage – und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.
Mangelnde Effizienz
In der zweiten Halbzeit legte der Schweizer Meister seine Passivität ab und zündete ein wahres Offensivfeuerwerk. «Wir haben unglaublich viele Torchancen herausgespielt, leider haperte es aber an der Effizienz», meint Vogel. In der Tat hätten Alex Frei, Marco Streller, Cabral und Genséric Kusunga die Chancen für einen Kantersieg gehabt. Herausgeschaut haben aber nur ein Kopfballtreffer von Radoslav Kovac (49.) und ein schön herausgespieltes Tor von Alex Frei (79.). Weil aber Philipp Degens ungeschicktes Einsteigen neun Minuten vor Schluss an der Strafraumgrenze zurecht mit einem Penalty geahndet wurde, gingen die Basler am Ende als Verlierer vom Platz. «Mit einer Niederlage bin ich nie zufrieden», hält Vogel fest.
Durchaus zufrieden ist Reto Zanni nach seinem ersten Spiel gegen seinen früheren Club. Locker kommt er aus der Garderobe und klatscht seine ehemaligen Teamkollegen ab. «Es ist leider schwierig, über die Distanz engen Kontakt zu halten», bedauert der Aussenverteidiger. Dennoch steht sein nächster Termin in Basel bereits fest: «Ich möchte gegen Bayern unbedingt im Stadion sein.» Als Fussballgott wird er dann wohl nicht empfangen werden. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.01.2012, 17:52 Uhr
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3 Kommentare
Weshalb soll das ein Witz sein. Das Resultat sicher,aber nicht der Grund der Abwesenheit von Shaqiri.
Mit seinem enormen Laufpensum könnte ich ihn gut vorstellen,als Krönung zukünftigen militärischen Könnens,
den Stempel Infanterie -oder was bei vielen Elitesportlern der Fall ist ...miltärisch untauglich aufgedrückt zu bekommen. Hoffen wir auf das noch bessere- Gebirgsfüsilier.
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Es war "nur" ein Testspiel... nun das war's für Vaduz auch. Wenn du als Fussballer auf den Platz gehst, dann willst du gewinnen - egal ob Meisterschaft oder Freundschaftsspiel. Von daher ist's auf jeden Fall bedenklich, wenn man gegen einen B-Club 3 Gegentore erhält. Von Degen weiss man ja seit Jahren, dass er nicht verteidigen kann. Schade dass man bei DEN Einnahmen die Defensive nicht verstärkt! Antworten

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