Viel Applaus für Plan A

Bernhard Burgeners Konzept ist reif für eine ausserordentliche GV des FC Basel – sie steigt schon am 7. April.

Das neue FCB-Konzept von Burgener scheint beim Gremium Gefallen gefunden zu haben.

Das neue FCB-Konzept von Burgener scheint beim Gremium Gefallen gefunden zu haben. Bild: Roland Schmid

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Es wurde spät am Donnerstagabend im St.-Jakob-Park. So spät, dass es gegen Mitternacht nicht mehr für ein gemeinsames Communiqué im Namen des FC Basel reichte.

Dieses folgte am Freitagmorgen, die Beteiligten hatten frohe Botschaften zu verbreiten: Das Konzept von Bernhard Burgener und seiner neuen Crew wurde von einem siebenköpfigen Gremium für derart gut befunden, dass es nun den FCB-Mitgliedern an einer ausserordentlichen Generalversammlung vorgelegt werden kann. Das Datum dafür ist auch schon festgelegt: Freitag, 7. April. In der St. Jakobshalle werden sich dann wohl mehrere Tausend Vereinsmitglieder einfinden, um die Zukunft ihres Clubs des Herzens mitzubestimmen.

Die Erleichterung darüber, dass Burgeners Pläne am Donnerstag zügig durchgewinkt wurden, war gestern überall spürbar. Die Powerpoint- Präsentation von Burgener und seinem zukünftigen starken Mann im sportlichen Bereich, Marco Streller, hat Eindruck hinterlassen.

Einstimmiger Entscheid

Die sieben Gremiumsmitglieder – Jacques Herzog (Architekt), Leopold Wyss (Novartis), Marc Hallauer (Baloise), Marc Troxler (Venenarzt), Daniel Schreier (Fan-Vertreter), Reto Baumgartner (FCB-Vereinsvorstand) und Barbara Bigler (FCB-Geschäftsführerin) fällten ihren Entscheid jedenfalls einstimmig.

Eine erste wichtige Hürde ist somit übersprungen. Wichtig ist auch der Umstand, dass die Marschtabelle eingehalten wird. Burgeners Konzept ist unter grossem Zeitdruck entstanden, begleitet von einem medialen Trommelwirbel, der die ganze Stadt in seinen Bann zu ziehen scheint. Und erst wenn die FCB-Familie am 7. April an ihrer ausserordentlichen GV ihren Segen gibt, können alle Parteien – aktuelle Clubführung, neue Clubführung – ordnungsgemäss das sportliche Tages­geschäft abarbeiten. Es gilt, die Transfers für die Saison 2017/2018 aufzugleisen. Dass dies Hand in Hand geschehen soll, versteht sich. Aus juristischer Sicht ist Burgeners neue Mannschaft sogar erst ab 9. Juni handlungsfähig – an diesem Freitag werden an der turnusmässigen FCB-GV alle neuen Köpfe in ihren Ämtern vereidigt.

Weitere Informationen zu seinem Konzept hütet Bernhard Burgener wie seinen Augapfel. Dem 59-jährigen Unternehmer ist von allen Seiten geraten worden, seine Kommunikation bis Anfang April auf einem absoluten Minimum zu halten. Sickern Details durch, droht ihm ein Debatten-Tsunami, der mehr Verwirrung denn Klarheit stiften würde. Die FCB-Mitglieder sollen am 7. April exklusiv erfahren, auf welchem Gleis der so erfolgreiche FCB-Express weiterrollen soll.

Klar ist, dass neben dem designierten Sportchef Marco Streller (35) seine Freunde Alex Frei (37) und Massimo Ceccaroni (48) tragende Rollen spielen werden. Kein Thema mehr dagegen ist Urs Siegenthaler (69). Der DFB-Chef­scout von Joachim Löw und einstige FCB-Trainer hätte gerne in Burgeners Team mitgespielt, doch im St.-Jakob-Turm verfolgt man andere Strategien.

Kein Plan B

Die wichtigsten Fragen sind somit geklärt. Eine bleibt offen: Was passiert, wenn am 7. April viele kritische Voten der FCB-Mitglieder ins Plenum prasseln? Was, wenn man Burgeners Plänen misstraut – und das Konzept sogar bachab schicken würde? Abstimmen darf die Versammlung schliesslich nur über das eine Konzept, einen Plan B gibt es nicht. Natürlich ist das weit hergeholt. Aber ganz ausklammern sollten es die klugen Köpfe im Joggeli nicht. (Basler Zeitung)

Erstellt: 18.03.2017, 08:19 Uhr

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