«Vielleicht müssen wir das ausgraben, um richtig geladen zu sein»

Simon Bodenmann sagt, was ihn beim WM-Final 2013 gegen die Schweden besonders nervte. Nun kommt es im Viertelfinal am Donnerstag (20.15 Uhr) zum Wiedersehen mit den Skandinaviern.

Hart umkämpft: Simon Bodenmann im Duell mit Tschechiens Radim Simek.

Hart umkämpft: Simon Bodenmann im Duell mit Tschechiens Radim Simek. Bild: AFP

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Der fünfte Sieg im siebten Spiel: Wie wichtig war dieses 3:1 gegen Tschechien zum Abschluss der Gruppenphase noch?
Wir wollten unbedingt den zweiten Platz. Dafür mussten wir gewinnen. Das schafften wir. Ich weiss nicht, wie sehr die Tschechen diesen Sieg wollten. Aber das ist eigentlich egal. Wir haben den Match gewonnen und uns so einen gutes Gefühl geholt für Donnerstag.

Dank Rang 2 können Sie in Paris bleiben. Sind Sie froh darüber?
Absolut. Ein Reisetag ist immer mit Strapazen verbunden. So können wir uns auf den den Match vorbereiten wie bisher. Das ist sehr positiv für uns.

Nun ist der Gegner Schweden im Viertelfinal. Welche Erinnerungen haben Sie an den WM-Final 2013 gegen die Schweden?
Leider nicht so gute. Wir begannen sehr gut. Doch dann konzentrierten wir uns zu sehr auf die Sedin-Zwillinge. Und so nahmen uns die Schweden auseinander. Das darf uns nicht wieder passieren. Die Schweden haben nun wieder Spieler, die nachgerückt sind, wie Henrik Lundqvist oder Nicklas Bäckström. Aber wir dürfen uns nicht auf Einzelspieler konzentrieren, unser Fokus muss klar unserem Spiel gelten. So wie in den ersten sieben Spiele.

Die Schweden zogen damals nach dem 5:1 im WM-Final Goldhelme an. Ist das jetzt noch eine zusätzliche Motivation gegen sie?
Vielleicht müssen wir das nochmals ausgraben, um richtig geladen zu sein. (lacht) Es ist halt eine Tradition bei den Schweden. Aber es war schon sehr mühsam, als sie diese Goldhelme anzogen. Bei jenen von uns, die damals dabei waren, ist das sicher noch in den Köpfen.

Was ist der Schlüssel gegen Schweden?
Wir werden die Schweden sicher noch anschauen in einem Meeting. Aber wir dürfen uns nicht zu sehr auf den Gegner konzentrieren, müssen uns auf unsere Stärken besinnen: den Puck schnell hinten rausspielen und den Gegner in der eigenen Zone unter Druck setzen. Dann haben wir gegen jeden eine Chance.

Sehen Sie Parallelen zu Stockholm 2013?
Ja, die sehe ich schon. Mit jedem Sieg wächst das Selbstvertrauen, rückt man näher zusammen. Das hatten wir damals auch. Auf WM-Niveau sind alle so nahe beisammen. Da machen Kleinigkeiten den Unterschied. Und wenn man als Mannschaft ein solches Selbstvertrauen aufbaut, hilft das enorm. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.05.2017, 19:52 Uhr

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