Sport
«Die Dakar-Rallye ist russisches Roulette»
Walter Röhrl.
Artikel zum Thema
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
«Diese Rallye ist russisches Roulette», sagte Röhrl dem deutschen Nachrichtenmagazin «Focus» (Quelle online nicht verfügbar). «Dieses Abenteuer hat in seiner Geschichte schon zu viele Opfer gefordert. Ich verstehe nicht, warum sich seriöse Autohersteller da engagieren.» Der 64-Jährige reagierte damit auf den Tod des Motorradpiloten Jorge Martinez Boero, der auf der ersten Etappe der diesjährigen Dakar tödlich verunfallt war.
Martinez Boero ist bereits das 61. Todesopfer beim Wüstenklassiker, der seit drei Jahren nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika stattfindet. 2011 und 2010 liess beim Spektakel niemand sein Leben, 2009 bezahlte der französische Motorradfahrer Pascal Terry die Dakar-Teilnahme mit dem Leben.
Die Todesfälle an der Dakar-Rallye beschränken sich nicht nur auf die Teilnehmer, die ähnlich wie in der Formel 1 naturgemäss einem hohen Risiko ausgesetzt sind. Immer wieder trifft es auch Zuschauer oder Helfer an der Strecke. Röhrl, der das Rennen scharf kritisiert, nahm in seiner Karriere bewusst nie an ihm teil. (ak)
Erstellt: 07.01.2012, 21:54 Uhr

Sportbilder