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Ghadhafi-Clan drängt in die Formel 1
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 20.07.2010
Al-Saadi Ghadhafi. (Bild: Keystone )
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Jacques Villeneuve, der seit seinem Rauswurf bei BMW-Sauber vor vier Jahren verzweifelt nach einer neuen sportlichen Herausforderung sucht, scheint bei der Sponsoren-Akquirierung keine Berührungsängste zu kennen. Erst gab es Berichte über eine Allianz mit dem aus dem GP-Zirkus verbannten Flavio Briatore, nun soll der Kanadier mit Al-Saadi Ghadhafi, dem drittältesten Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghadhafi, paktieren.
Al-Saadi Ghadhafi, so berichtet das Magazin «Italiaracing», stehe mit dem staatlichen Mineralölkonzern Tamoil als Sponsor für Villeneuves Projekt bereit. Tamoil hat sich im Sportmarkt vor allem als Trikotsponsor von Juventus Turin einen Namen gemacht. Der Schriftzug der Libyer zierte einst auch die Brust des FC Sion.
Villeneuve braucht mindestens 90 Millionen Franken
Villeneuve hat sich zusammen mit dem italienischen GP2-Rennstall Durango um den 13. Startplatz für die kommende Formel-1-Saison beworben. Er sieht sich in einer Doppelrolle als Fahrer und Strippenzieher. Um in der Königsklasse dabei zu sein, muss Villeneuve geschätzte 90 Millionen Franken auftreiben. Will er mit seinem Team zumindest den Hinterbänklern HRT, Virgin und Lotus Paroli bieten können sogar deutlich über 150 Millionen Franken.
Bislang hält er sich zu den Details seiner Planung bedeckt. «Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten hart an diesem Projekt gearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt möchte ich aber keine weiteren Kommentare abgeben», lässt er über seine Website lediglich verlauten. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.07.2010, 14:47 Uhr

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