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Justiz wirft Tomizawas Konkurrenten fahrlässige Tötung vor
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 08.09.2010
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Redding und De Angelis konnten dem gestürzten Tomizawa am vergangenen Sonntag beim GP von San Marino nicht mehr ausweichen und überrollten ihn. In der tief bestürzten Motorrad-Szene kam niemand auf die Idee, ihnen einen Vorwurf zu machen, da sich die Ereignisse innerhalb von Sekundenbruchteilen abspielten. «Das war der schlimmste Sturz meiner Karriere. Ich habe alles versucht, um nur das Motorrad und nicht Tomizawa zu erwischen», hatte De Angelis damals erklärt.
Er und der noch minderjährige Redding, der im Krankenhaus behandelt werden musste, sollen der Justiz nun ein Dokument vorlegen, in dem sie den Unfallhergang detailliert beschreiben. Reddings Erklärung müssen seine Eltern unterschreiben. Gegen den Betreiber der Strecke in Misano wird laut «Gazzetta dello Sport» dagegen keine Untersuchung eingeleitet.
Die Staatsanwaltschft hat ausserdem die drei an der Tragödie beteiligten Motorräder und Tomizawas Schutzausrüstung beschlagnahmt. Die Eltern des Japaners sind inzwischen in Italien angekommen und haben den Unfallort besucht.
Die Obduktion von Tomizawas Leiche findet am Freitag statt. Sie soll Aufschluss darüber bringen, ob die Streckenposten für seinen Tod mitverantwortlich sind. Offenbar fiel Tomizawa von der Trage, weil einer der Männer im Kiesbett stolperte. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.09.2010, 17:50 Uhr








