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Lüthi weint um seinen verstorbenen Freund
Rettungskräfte tragen Tomizawa auf einer Bahre von der Rennstrecke. (Bild: Keystone )
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«Er ist an einer schnellen Stelle gestürzt. Wir sahen Teile auf der Piste liegen und bremsten ab. Ein Teil hat meine Maschine getroffen», schilderte Lüthi seine Eindrücke auf der Medienkonferenz nach dem Rennen. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass der Unfall seines Freundes tödlich geendet hat. Dominique Aegerter, der mit seinem Stallgefährten Tomizawa ebenfalls gut befreundet war, zog sich schockiert in sein Motorhome zurück. «Mein aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen und Freunden von Shoya Tomizawa», teilte er über seine Website mit.
Als das Schweizer Fernsehen Lüthi interviewen wollte, musste dieser immer wieder weinen. Es war ein krasser Gegensatz zu den Bildern direkt nach dem Rennen, das Lüthi als Dritter abschloss. Bei der Fahrt über die Ziellinie hatte der Berner noch ausgelassen gejubelt.
Einer der beliebtesten Fahrer der Szene
Der Schock sass auch bei den übrigen Piloten tief - der 19-jährige Shoya Tomizawa zählte wegen seiner fröhlichen und unbeschwerten Art zu den beliebtesten Fahrern im Motorrad-Zirkus. «Es war ein Vergnügen ihm zuzusehen. Ich hatte mich schon darauf gefreut, zu sehen, wie er eine tolle Karriere haben würde», sagte der frühere MotoGP-Weltmeister Casey Stoner. «Ich bin zutiefst bestürzt. Das ist etwas unheimlich Schreckliches und raubt mir wie vor einer Woche den Atem.» Am vorangegangenen Wochenende war in Indianapolis der erst 13-jährige Amerikaner Peter Lenz tödlich verunfallt.
«Wie wenn ein Familienangehöriger stirbt»
«Wenn so etwas passiert, ist alles andere nicht mehr wichtig. Er war ein sympathischer Fahrer. Ich habe gehofft, es wären nur schwere Verletzungen», erklärte der neunfache Weltmeister Valentino Rossi. Er und seine Kollegen erfuhren erst nach dem MotoGP-Rennen, dass Tomizawa seinen Blessuren erlegen war.
Der Deutsche Stefan Bradl schloss sich dem Chor der Trauernden mit aufwühlenden Worten an: «Ich habe erst einmal gehofft, dass es nicht stimmt. Nun stehe ich unter Schock. Das ist, wie wenn ein Familienangehöriger stirbt. Schliesslich habe ich ihn gekannt. Schon nach dem Rennen war meine erste Frage, wie der Unfall ausgegangen ist. Jetzt fehlen mir fast die Worte.» (ak)
Erstellt: 05.09.2010, 19:29 Uhr

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