Mehr als nur eine Hintertür für Sauber und Qadbak?
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Bis jetzt haben nur zwölf Teams das sogenannte «Resource Restriction Agreement», das Bedingung für das Formel-1-Grundgesetz «Concorde Agreement» ist, unterzeichnet. «Motorsport.complus» schreibt, dass gemäss einer gut unterrichteten Quelle primär jene Teams für die nächsten Saison eine Lizenz erhalten, die entweder in den letzten fünf Jahren an der WM teilnahmen oder die sich in den letzten drei Jahren unter den Top Ten klassierten – egal, ob der Name oder der Motor geändert wurde. Und ob ein Neuling das «Concorde Agreement» unterzeichnet habe oder nicht, sei nicht relevant: Qadbak geniesse Priorität. Es spiele dabei keine Rolle, ob der Rennstall bereits einen Eintritt in die Formel 1 deponiert habe, heisst es weiter im anglosächsischen Motorsport-Portal.
Stimmt dieses Gerücht, so würde das bedeuten, dass das Nachfolge-Team von BMW-Sauber in einer stärkeren Position für einen Startplatz ist als angenommen. Peter Sauber, der sich emsig um die Zukunft des Rennstalls und des Arbeitsortes Hinwil bemüht, befindet sich allerdings immer noch in der Phase der Ungewissheit: Mit Qadbak wäre ein Investor vorhanden, der aber nur mitzieht, wenn die Lizenz der Königsklasse für das Jahr 2010 an die Hinwiler erteilt wird.
BMW: «Ein seriöser Investor»
Michael Rebstock, Mediensprecher von BMW, erklärte gegenüber bazonline.ch/Newsnetz, dass er an eine Zukunft des Nachfolge-Teams von BMW-Sauber glaube. «Wir stufen auch die möglichen Investoren als seriös ein», meinte er zu Qadbak. Dass sich die Investorengemeinschaft mit Informationen und Absichten über sich selbst bedeckt hält, macht jedoch die Aufgabe vor allem für Patron Sauber nicht einfacher. Zur PR-Arbeit der Interessenten meint Rebstock: «Es steht uns nicht an, die Öffentlichkeitsarbeit von Qadbak zu kommentieren.»
So gut die Beziehungen von Sauber in der Branche auch sind: Nicht alle Rennställe wünschen sich den Konkurrenten aus dem Zürcher Oberland im Startfeld. Das muss nicht einmal mit Sympathie oder Antipathie zu tun haben, sondern mit den eigenen Interessen. In Zeiten der wirtschaftlichen Krise sind Sponsoren Mangelware, erhöht sich die Rivalität in der Branche auf der Suche nach wirtschaftlicher Rückendeckung in diesem teuren Sport. Denn mehrere Teamchefs sähen nur zu gerne das Logo von Saubers Hauptsponsor Petronas auf ihren Formel-1-Boliden. (bazonline.ch/Newsnetz)
Erstellt: 27.10.2009, 13:03 Uhr
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