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Rominger bestreitet Geschäftsbeziehung mit Doping-Arzt Ferrari

Aktualisiert am 28.10.2012 51 Kommentare

Die italienische Justiz ermittelt offenbar gegen die Firma des ehemaligen Radprofis Tony Rominger. Dieser bestreitet aber, dass zwischen ihm und dem Doping-Arzt von Lance Armstrong Geld geflossen sei.

Dubiose Bande: Tony Rominger betreute Dopingsünder wie Alberto Contador und Alexander Winokourow.
Bild: Keystone

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Vom jungen Weltmeister zum Geächteten.

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Die Tony Rominger Management GmbH, ein Unternehmen des ehemaligen Schweizer Radprofis Tony Rominger, ist gemäss mehreren Westschweizer Zeitungen in die aus Italien geführten Ermittlungen rund um Doping, Steuerhinterziehung und Geldwäscherei geraten.

Eine Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft von Padua zielt offenbar darauf ab, das Tätigkeitsfeld des berüchtigten Sportarztes Michele Ferrari zu durchleuchten. Die Spuren führen gemäss Zeitungsberichten unter anderem zu Romingers Sportmanagement-Agentur. So seien zwischen Ferrari und Rominger namhafte Geldsummen verschoben worden. Die Firma «Tony Rominger Management», die 2011 von Neuenburg nach Baar dislozierte, soll als Schaltwerk gedient haben.

Rominger bestreitet

Rominger bestreitet die Vorwürfe in einer Medienmitteilung vehement. Eine Geschäftsbeziehung, «bei denen (...) Geldtransfers hätten vorkommen können», habe zwischen den beiden Parteien nie existiert. Tony Rominger habe zudem schon seit mehreren Jahren keinen persönlichen Kontakt mehr zu Michele Ferrari unterhalten. Er sei zudem im Vorfeld niemals wegen eines strafrechtlichen, zivilrechtlichen oder verwaltungsrechtlichen Verfahrens weder von Schweizer noch von italienischen Justizbehörden im Zusammenhang mit solchen Anschuldigungen kontaktiert oder zu einem Prozess vorgeladen worden.

Rominger hatte aber in seiner Aktivzeit Kontakte zu Ferrari gepflegt. Er hatte dabei Doping stets abgestritten und betont, dass er sich vom umstrittenen Mediziner lediglich Trainingspläne habe gestalten lassen. Als Manager betreute Rominger unter anderen Alberto Contador und Alexander Winokourow, die später wegen Dopingverstössen bereits gesperrt wurden.

Geldtransfer zwischen Armstrong und Ferrari

Laut den Ermittlungen der amerikanischen Anti-Doping-Behörden lief ein Teil der Gelder, die Lance Armstrong Ferrari für dessen Dienste bezahlte, über eine 1996 in Hauterive NE gegründete Firma, die Health & Performance SA. In den Büchern der Firma fanden die amerikanischen Ermittler Belege für Zahlungen von mindestens 735'000 Dollar von Armstrong an Ferrari, die über das Konto der Health & Performance SA liefen.

Recherchen des Schweizer «Beobachters» ergaben, dass der Firmensitz wohl nicht ganz zufällig im Vorort von Neuenburg lag. Gegründet wurde die Health & Performance SA am 23. Februar 1996 von drei Angestellten der Sportmarketingfirma International Management Group (IMG), dem Schweizer Ableger des weltweit grössten Sportvermarkters. Das Domizil der Health & Performance befand sich praktischerweise an der gleichen Adresse wie die IMG Schweiz AG, am Chemin des Jardillets 18 in Hauterive.

Ferrari als Hauptaktionär

Dem Schweizer «Beobachter» liegt ein Protokoll der Generalversammlung der Health & Performance SA vom 27. Oktober 1997 vor. In diesem sei ein interessanter Wechsel im Aktionariat vermerkt: Verwaltungsratspräsident Laurent Magne, der vorher 98 Prozent der Aktien hatte, reduzierte seinen Anteil auf ein Prozent. Die beiden anderen IMG-Angestellten, die beide je eine Aktie à 1000 Franken besessen hatten, verkauften ihre Anteile. Neuer Hauptaktionär und damit faktisch Besitzer der Health & Performance SA wurde – Michele Ferrari, auch Dottore Epo genannt. (mw/si)

Erstellt: 27.10.2012, 21:04 Uhr

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51 Kommentare

Peter Müller

27.10.2012, 22:46 Uhr
Melden 213 Empfehlung 14

Rominger, Zülle, Indurain.... - wäre ja gelacht, wenn die sauber gewesen wären. Am besten die letzten 20 Jahre gänzlich aus den Büchern streichen und weisse Seiten einfügen! Die Radsportfunktionäre könnte ja ein Seminar bei den Schweizer Finanzpolitikern belegen, Thema "wie lasse ich eine dubiose Vergangenheit mit möglichst wenig Schaden hinter mir und bleibe zumindest ein wenig glaubwürdig" Antworten


Andreas Steiner

27.10.2012, 21:47 Uhr
Melden 180 Empfehlung 12

Traurig, traurig dieses ganze Doping-Jahrzent. Vermutich wäre es für Staatsanwaltschaft und alle einfacher, wenn man auflistet wer nicht gedopt hat. Das gäbe weniger zu tun. Antworten



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