Eine Kakerlake namens Tom Brady

Nach einer verlorenen Wette musste der Zoo von Atlanta eines seiner Tierbabys nach dem Quarterback benennen. Doch Tiere mit Sportlernamen sind keine Seltenheit.

Fünf Superbowl-Ringe und nun auch noch eine Kakerlake als Namensvetter: Tom Brady.

Fünf Superbowl-Ringe und nun auch noch eine Kakerlake als Namensvetter: Tom Brady. Bild: Reuters

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Gut zwei Wochen nach der dramatischen Aufholjagd gegen die Atlanta Falcons in der Superbowl zog Tom Brady zusammen mit seiner Familie in sein neues Zuhause in Atlanta ein. Neues Zuhause? In Atlanta? Sie haben richtig gelesen. Nur geht es in dieser Geschichte nicht um den Quarterback der New England Patriots, sondern um eine Kakerlake.

Der Zoo von Atlanta hat nämlich zusammen mit dem Rhode Island's Roger Williams Park Zoo eine Wette abgeschlossen: Das Verliererteam muss ein Tierbaby nach dem Quarterback des Siegers benennen. Und es wurde auch schon abgemacht, dass es sich dabei um eine Madagaskar-Fauchschabe handeln soll.

Dass Zoos ihre Tiere nach Sportlern benennen, kommt immer wieder vor. Sehr beliebt sind Sprinter-Namen für neugeborene Geparden. Im Smithonian National Zoo in Washington DC lebt beispielsweise ein Justin Gatlin. Ein Zoo in Wales benannte einen Kondor nach dem britischen Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins. Und ein japanischer Zoo gab einer ihrer Giraffen den Namen Ayumu Goromaru – nach einem einheimischen Rugbystar.

Eine Meeresschnecke namens Boris Becker

Keinen berühmten Namen, aber einen bekannten Paten hatten lange Zeit zwei Tiere im Basler Zoo: Nach seiner Spuck-Affäre an der EM 2004 bewies Alex Frei Humor und übernahm die Patenschaft zweier Lamas.

Doch es gibt auch Sportler, nach denen nicht nur Zootiere benannt werden, sondern ganze Spezies. So gibt es beispielsweise die Meeresschnecke Bursina borisbeckeri. Der Münchner Biologe, der sie 1996 auf den Philippinen entdeckte, begründete seine Wahl so: «Ich widme die neue Art Boris Becker, dem meines Erachtens grössten deutschen Einzelsportler aller Zeiten.»

Die Ehre kam auch schon dem kolumbianischen Fussballer James Rodriguez zu. Eine neu entdeckte Korallenart wurde Paragorgia jamesi genannt.

Auch der brasilianische Fussballer Ronaldinho wurde schon im Tierreich geehrt. Eine Bienenart heisst Eulaema quadragintanovem, nach Ronaldinhos Rückennummer 49, die er beim Clube Atletico Mineiro trug.

Die slowenische Skifahrerin Tina Maze erhielt eine eigene Spinnenart. Der slowenische Biologe Matjaz Gregoric benannte die in Südafrika vorkommende Spezies nach seiner erfolgreichen Landsfrau. (abb)

Erstellt: 15.02.2017, 17:57 Uhr

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