Nadals Bad im Jungbrunnen

Der Spanier gewinnt nach Monte Carlo auch in Barcelona zum zehnten Mal. Ein gutes Omen für das French Open?

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Auch gestern jubelte er wieder. Dem aufstrebenden Österreicher Dominic Thiem gestand er lediglich fünf Games zu. Und nach seinem souveränen 6:4, 6:1- Finalsieg in Barcelona gönnte er sich im Pool eine Erfrischung und liess sich von den Balljungen feiern.

Rafael Nadal scheint wieder der Dominator auf Sand zu sein, der er fast ein Jahrzehnt lang gewesen war. Schon zum zehnten Mal hat er in der katalanischen Hauptstadt triumphiert. Und das, nachdem die Weltnummer 5 eine Woche zuvor das 1000-Turnier in Monte Carlo für sich entschieden hatte, ebenfalls zum zehnten Mal in seiner Karriere. Zwei «Decimas» in einer Woche – beim kommenden Grand Slam in Paris könnte nun die dritte folgen. Gute Vorzeichen für den abergläubigen Spanier?

Nach dem Titel das Bad: Nadal planscht mit Ballkindern. Bild: Getty Images

Drehen wir die Uhr ein Jahr zurück. Die Sand-Saison 2016 begann ebenfalls mit den Turnieren in Monte Carlo und Barcelona – und beide Male gewann am Ende Nadal, zuerst gegen Gaël Monfils, dann gegen Kei Nishikori.

Danach reihte sich beim Spanier jedoch eine Enttäuschung an die nächste. In Madrid und Rom musste er sich gegen Andy Murray und den späteren Roland-Garros-Sieger Novak Djokovic jeweils in zwei Sätzen geschlagen geben. In Paris dann der Tiefpunkt: Nach der zweiten Runde erklärte der Mallorquiner Forfait. Grund war eine Verletzung am linken Handgelenk.

Die Renaissance des Mallorquiners

Der Start in den diesjährigen Frühling weist zwar Parallelen zum Vorjahr auf, dennoch ist die aktuelle Ausgangslage eine andere. Nadal scheint sich in einer Renaissance seiner Karriere zu befinden. Nach dem Trainerwechsel im Dezember – Carlos Moya wurde neuer Coach – zeigte sich der 30-Jährige wiedererstarkt.

Nadal wirkte spritziger als in den letzten Jahren, spielte aggressiver und mit mehr Selbstvertrauen. Der Lohn: Neben der Finalqualifikation am Australian Open kam er auch auf dem Hartplatz in Miami eher überraschend ins Endspiel. Ironischerweise verlor er die Partien gegen Roger Federer, seinen früheren Lieblingsgegner. Auf Sand zeigte der «Stier aus Manacor» nun wieder seine Hörner.

Wer kann ihn stoppen?

In einer Woche beginnt das Turnier in Madrid, danach folgt Rom. Der Höhepunkt der Sand-Saison in Paris startet Ende Mai. Neunmal hat Nadal auf dem Court Philippe Chatrier den Pokal in die Höhe gestemmt, zuletzt allerdings schon vor drei Jahren. Es war sein bislang letzter Grand-Slam-Titel.

Doch: Eine dritte «Decima» in diesem Jahr ist wahrscheinlicher denn je. Es stellt sich schon die Frage, wer den Mallorquiner stoppen soll. Andy Murray, die Weltnummer 1, wirkte nach einer Verletzung am Ellbogen zuletzt angeschlagen. Novak Djokovic und Stan Wawrinka scheinen ihre Form zu suchen.

Bleibt Federer. Der Schweizer lässt beinahe die gesamte Sand-Saison aus. In Paris wird er nach jetzigem Stand ohne Turnier-Vorbereitung antreten, doch reicht die Form Federers und sein Selbstvertrauen aus, um den Spanier zu stoppen? Spannend könnte auch der Kampf um die Nummer 1 der Jahreswertung werden. Zurzeit liegt Federer im Race to London auf dem ersten Platz, 300 Punkte vor Nadal. Mit den kommenden Sandturnieren kann ihn der Spanier jedoch überholen – und mit einer «Paris-Decima» distanzieren.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.05.2017, 14:33 Uhr

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