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Bencic erfüllt sich ihren Kindheitstraum

Aktualisiert am 13.02.2016

Mit dem Finaleinzug in St. Petersburg setzt Belinda Bencic einen weiteren Meilenstein. Als erster Teenager seit fünf Jahren erreicht sie die Top 10 .

1/13 Hat mit Rückenproblemen zu kämpfen und sagt ihre Teilnahme am French Open in Paris ab: Belinda Bencic, hier am Australian Open in Melbourne. (20. Januar 2016)
Bild: Aaron Favila/Keystone

   

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Belinda Bencic steht am Montag erstmals in den Top 10 der Weltrangliste. Die 18-Jährige sichert sich durch den Sieg im Halbfinal von St. Petersburg die noch nötigen Weltranglistenpunkte.

Im Duell der beiden jüngsten Spielerinnen in den Top 70 des WTA-Rankings behielt Bencic gegen die Russin Darja Kassatkina (WTA 63) mit 6:4, 6:3 die Oberhand. Die zwei Monate jüngere Kassatkina, die 2014 als Nachfolgerin von Bencic in Roland Garros bei den Juniorinnen triumphiert hatte, zeigte ihre Qualitäten, hielt in den Ballwechsel gut mit, war aber in den entscheidenden Moment deutlich weniger effizient als ihr Gegenüber.

Bencic wehrte im ersten Satz beim Stand von 3:4 drei Breakmöglichkeiten ab und sorgte damit für eine kleine Vorentscheidung. Wenige Minuten später nahm sie der Einheimischen den Service ab. Die in Wollerau wohnhafte Schweizerin befreite sich aus fast allen heiklen Situationen. Neben ihrem Können als Befreiungskünstlerin zeigte sie auch ihre Fähigkeiten im Jonglieren. Als sich Kassatkina Mitte des zweiten Satzes am Rücken pflegen liess, unterhielt sie das Publikum mit einer kleinen Einlage.

Bencic wird am Montag mindestens die Nummer 9 der Welt sein. Gewinnt sie auch den Final am Sonntag gegen die Italienerin Roberta Vinci (WTA 16) stösst sie sogar auf Rang 7 vor. Dass Bencic unter die besten zehn der Weltrangliste vorstösst, ist keine Überraschung. Dass es ihr aber so früh gelungen ist, ist durchaus bemerkenswert. Letztmals stand mit der Dänin Caroline Wozniacki vor über fünf Jahren ein Teenager in den Top 10.

«Das ist ein grosser Moment für mich. Von den Top 10 träumt man schon als Kind, wenn man Tennis spielt», sagte Bencic. Die Emotionen standen ihr beim Siegerinterview auf dem Court deutlich ins Gesicht geschrieben.

Bencic ist die fünfte Schweizerin, die im WTA-Ranking so weit vorstösst. Vor ihr hatten schon Manuela Maleeva-Fragnière, Martina Hingis, Patty Schnyder und zuletzt im vergangenen Oktober Timea Bacsinszky die Top 10 erreicht.

Nach dem Erreichen dieses Zwischenziels dürfte Bencic am Sonntag mit einer gewissen Leichtigkeit zum Final antreten. Dort trifft sie auf die bald 33-jährige Italienerin Roberta Vinci (WTA 16), die im letzten Jahr beim US Open im Halbfinal Serena Williams auf dem Weg zum Grand Slam sensationell gestoppt hatte. Die beiden standen sich bislang noch nie gegenüber.

Bencic steht in ihrem sechsten Final auf der WTA-Tour. Die ersten drei, in Tianjin, Tokio und 's-Hertogenbosch, verlor sie, die letzten zwei, in Eastbourne und Toronto, entschied sie für sich. (si/ak)

Erstellt: 13.02.2016, 15:33 Uhr

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