Berliner Giftpfeile gegen Roger Federer

Die Zeitung «Die Welt» stört sich an den Schweizer Tugenden des Tennisstars aus dem Baselbiet.

Zwei Tennisgrössen: Aber Roger Federers Fangemeinde ist bedeutend grösser als jene von Boris Becker.

Zwei Tennisgrössen: Aber Roger Federers Fangemeinde ist bedeutend grösser als jene von Boris Becker.
Bild: Keystone

Wenige Tage nach Roger Federers 15. Grand-Slam-Triumph in Wimbledon melden sich schon die ersten Neider. «Zum Idol fehlen Roger Federer Ecken und Kanten», meckert die «Welt» aus dem deutschen Axel-Springer-Verlag. Federers Strahlkraft beschränke sich auf den Tenniscourt, als Person sei der geniale Baselbieter dagegen farblos.

«Irgendwie ist er eben auch der nette Jüngling von nebenan geblieben, der die Schweizer Tugenden ausserhalb seines Arbeitsplatzes allzu oft vorlebt: Konfliktscheue und Neutralität», steht weiter im Artikel, der für Tennisfans fast schon ketzerisch klingt.

Fans geben der Nummer 1 der Welt Recht

Die «Welt» kreidet Federer an, dass er sich stets freundlich benimmt und im Gegensatz zu Boris Becker kein Futter für die Sensationspresse liefert. Während Becker eine Affäre an die andere reihte und sich in der Wäschekammer eines Hotels mit einem Model vergnügte, gibt es im Leben Federers nur eine Frau: seine Gattin Mirka.

Auch wenn es den Nörglern der «Welt» nicht passt, die Fans goutieren diesen soliden Lebenswandel. Federer hat auf Facebook 2 773 438 Fans, der angeblich viel interessantere Becker nur 1737. (NEWS)

Erstellt: 08.07.2009, 12:13 Uhr

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