Roger Federer: Ein Sturz als Weckruf

Von Simon Graf, New York. Aktualisiert am 06.09.2009

Der Baselbieter zieht nach seinem Sieg gegen Lleyton Hewitt in den Achtelfinal der US Open ein und trifft dort am Montag auf Tommy Robredo.

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Roger Federer knickte gegen Lleyton Hewitt einmal weg...
Bild: Reuters

   

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US Open, New York

Grand-Slam-Turnier (21,6 Mio Dollar/Hart).

Männer. 2. Runde: Andy Murray (Gb/2) s. Paul Capdeville (Chile) 6:2, 3:6, 6:0, 6:2. Rafael Nadal (Sp/3) s. Nicolas Kiefer (De) 6:0, 3:6, 6:3, 6:4. Fernando Gonzalez (Chile/11) s. Josselin Ouanna (Fr) 6:4, 6:7 (5:7), 6:3, 6:4. Gael Monfils (Fr/13) s. Andreas Beck (De) 6:3, 7:5, 6:3. Jose Acasuso (Arg) s. David Ferrer (Sp/18) 6:3, 3:6, 1:6, 6:3, 6:2. Nicolas Almagro (Sp/32) s. Robby Ginepri (USA) 6:7 (7:9), 6:2, 6:3, 4:6, 6:4. Taylor Dent (USA) s. Ivan Navarro (Sp) 6:4, 5:7, 6:7 (1:7), 7:5, 7:6 (11:9). Denis Istomin (Usb) s. Nicolas Lapentti (Eku) 2:6, 6:4, 4:6, 7:5, 7:6 (7:4).

3. Runde: Roger Federer (Sz/1) s. Lleyton Hewitt (Au/31) 4:6, 6:3, 7:5, 6:4. Nikolai Dawydenko (Russ/8) s. Marco Chiudinelli (Sz) 6:4, 7:5, 7:5. Novak Djokovic (Ser/4) s. Jesse Witten (USA) 6:7 (2:7), 6:3, 7:6 (7:2), 6:4. John Isner (USA) s. Andy Roddick (USA/5) 7:6 (7:3), 6:3, 3:6, 5:7, 7:6 (7:5). Fernando Verdasco (Sp/10) s. Tommy Haas (De/20) 3:6, 7:5, 7:6 (10:8), 1:6, 6:4. Robin Söderling (Sd/12) s. Sam Querrey (USA/22) 6:2, 7:5, 6:7 (6:8), 6:1. Tommy Robredo (Sp/14) s. James Blake (USA/21) 7:6 (7:2), 6:4, 6:4. Radek Stepanek (Tsch/15) s. Philipp Kohlschreiber (De/23) 4:6, 6:2, 6:3, 6:3. - Achtelfinal-Tableau: Federer (1) - Robredo (14), Söderling (12) - Dawydenko (8), Djokovic (4) - Stepanek (15), Isner- Verdasco (10); Tsonga (7)/Benneteau - Berdych (17)/Gonzalez (11), Monfils (13)/Acasuso - Almagro (32)/Nadal (3), Del Potro (6)/Köllerer - Ferrero (24)/Simon (9), Cilic (16)/Istomin - Dent/Murray (2).

Frauen. 3. Runde: Petra Kvitova (Tsch) s. Dinara Safina (Russ/1) 6:4, 2:6, 7:6 (7:5). Venus Williams (USA/3) s. Magdalena Rybarikova (Slk) 6:2, 7:5. Swetlana Kusnezowa (Russ/6) s. Shahar Peer (Isr) 7:5, 6:1. Caroline Wozniacki (Dä/9) s. Sorana Cirstea (Rum/24) 6:3, 6:2. Nadia Petrowa (Russ/13) s. Jie Zheng (China/21) 6:4, 6:1. Na Li (China/18) s. Maria Kirilenko (Russ) 6:4, 6:2. Melanie Oudin (USA) s. Maria Scharapowa (Russ/29) 3:6, 6:4, 7:5. Kim Clijsters (Be) s. Kirsten Flipkens (Be) 6:0, 6:2. Yanina Wickmayer (Be) s. Sara Errani (It) 6:3, 6:4. Gisela Dulko (Arg) s. Jaroslawa Schwedowa (Kas) 6:3, 6:4. Kateryna Bondarenko (Russ) s. Anastasia Rodionowa (Au) 7:6 (7:4), 6:4. - Achtelfinal-Tableau: Kvitova - Wickmayer, Kateryna Bondarenko - Dulko, Oudin - Petrowa (13), Wozniacki (9) - Kusnezowa (6); Schiavone (26) - Li (18), Clijsters- Venus Williams (3), Swonarewa (7) - Pennetta (10), Hantuchova (22) - Serena Williams (2).

Männer-Doppel, 2. Runde: Bob Bryan/Mike Bryan (USA/1) s. Andrei Pavel/Horia Tecau (Rum) 7:6 (7:2), 6:3.

Als Roger Federer stürzte, fand er seinen Tritt. Man musste im ersten Moment eine Verletzung befürchten, als der Maestro im neunten Game des dritten Satzes mit dem linken Fuss am Court hängen blieb und umknickte, doch er hatte Glück. Und Federer nahm das Missgeschick als Weckruf. Er schüttelte danach seine Nervosität ab, lieferte sich mit Lleyton Hewitt (ATP 32) einige begeisternde Ballwechsel und erspielte sich dank eines Breaks zum 6:5 eine 2:1-Satzführung. Damit war der Weg geebnet zum 14. Sieg gegen den Australier nacheinander und zum Einzug in den Achtelfinal. Dort trifft er am Montag auf Tommy Robredo (14).

4:6, 6:3, 7:5, 6:4 - das Resultat erzählte die Geschichte von Federers drittem Auftritt. Er gab den ersten Satz mit 23 unerzwungenen Fehlern ab, nachdem er bei eigenem Aufschlag drei Möglichkeiten zum 5:2 verpasst hatte. Doch Hewitt gelang es zu Beginn des zweiten Satzes nicht, noch weiter von Federers Verunsicherung zu profitieren. Er liess drei Breakchancen ungenutzt, danach schwang das Pendel allmählich auf die Seite des Favoriten. Viel vorwerfen könne er sich aber nicht, befand Hewitt. Immerhin hatte er Federer in einen unterhaltsamen Kampf verwickelt. «Wenn die Auslosung etwas günstiger gewesen wäre, hätte ich hier weit kommen können», spekulierte er. Nach seiner Hüftoperation im Herbst 2008 sei dies ein Aufbaujahr.

«Roger wird hier schwer zu schlagen sein», machte Hewitt den anderen wenig Mut. Die Siege über Novak Djokovic und Andy Murray in Cincinnati seien für ihn sicher ein psychologischer Vorteil, wenn er auf sie treffen sollte. «Und bei Nadal setze ich immer noch ein Fragezeichen.» Mit seinem 37. New Yorker Sieg in Folge stellte Federer sicher, dass er auch nach dem US Open die Nummer 1 bleibt. «Es fühlte sich etwas komisch an, so früh in diesem Turnier schon auf Hewitt zu treffen», sagte er. «2004 war es hier der Final.» Und er gestand ein: «Dieser Match hätte auf beide Seiten kippen können.» Doch Federer setzte sich durch, weil er ruhig blieb, als er hinten lag und nicht sein bestes Tennis spielte.

Federer: Trotz 14 Breakbällen nicht über Form beunruhigt

Die Nummer 1 lobte Hewitt für seine Leistung und stufte das Niveau der Partie als deutlich höher ein als beim letzten Duell. «Hewitt gehört nach wie vor zu den Besten. Er war in Wimbledon nahe dran gegen Roddick. Und er hat es verstanden, sein Spiel der Zeit anzupassen. Früher brachte er einfach die Bälle zurück und passierte einen, jetzt versucht er viel öfter, das Spiel zu diktieren. Das macht es gegen ihn nicht einfach.» Er habe jedenfalls grossen Respekt vor Hewitt und hoffe, dass dieser noch lange auf der Tour bleibe. Über seine Form zeigte sich Federer, obschon er insgesamt 14 Breakbälle zuliess, nicht gross beunruhigt.

Er war auch nicht der einzige Favorit, der Mühe bekundete. Murray und Djokovic gaben ebenfalls ihre ersten Sätze ab. Und Nadal musste sich am späten Freitagabend gegen Nicolas Kiefer (129) viel länger abmühen, als ihm lieb war. Der Deutsche zwang ihn über vier Sätze und zu viel Laufarbeit, immer wieder spielte er Stopps, um Nadals linkes Knie zu testen.

Es hielt dem dreistündigen Test stand, doch der Mallorquiner offenbarte, dass er noch einiges von seiner Bestform entfernt ist. Ihm scheinen das Selbstvertrauen und die Matchpraxis zu fehlen, um seine Gegner zu dominieren. «Ich fühle mich gut, danke», beantwortete er die obligate Frage nach seinem Knie. Mehr wollte er dazu nicht sagen. Der Sportsender ESPN pries ihn in einem Spot als Torero an. Und Toreros zeigen nicht gerne Schwäche.

Noch keine Niederlage gegen Robredo

In die nächste Begegnung steigt Federer am Montag als klarer Favorit. Gegen Robredo, der in der Nightsession Publikumsliebling James Blake überraschend sicher beherrschte (7:6 6:4, 6:4), hat er noch nie verloren und in acht Duellen überhaupt erst zwei Sätze abgegeben. Der Spanier gilt als einer der solidesten Spieler auf der Tour, dem aber ein eigentlicher Gewinnschlag fehlt. (SonntagsZeitung)

Erstellt: 06.09.2009, 16:24 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 12:18
Keine Daten vorhanden
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Roland Garros
27.0512:15Cipolla - Wawrinka
Stand: 25.05.2012 14:45
Keine Daten vorhanden
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Bolelli - Nadal
28.0511:00Federer - Kamke
Stand: 25.05.2012 15:24
Keine Daten vorhanden
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