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Ein bitterer Sonntag für Federer

Aktualisiert am 10.01.2016

Roger Federer verpasst in Brisbane seinen 89. ATP-Titel. Der Service lässt den Schweizer gegen Milos Raonic zu oft im Stich.

Ungewohnt oft unter Druck: Roger Federer (ATP 3).

Ungewohnt oft unter Druck: Roger Federer (ATP 3).
Bild: Keystone

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Aus der Titelverteidigung für Roger Federer wurde nichts. Der topgesetzte Schweizer unterlag dem Kanadier Milos Raonic in knapp eineinhalb Stunden 4:6, 4:6.

Federer fand gegen die Weltnummer 14 nie zu seinem gewünschten Spiel. Vor allem der Service klappte trotz sieben Assen überhaupt nicht nach Wunsch. Im ersten Satz lag die Quote erster Aufschläge unter 50 Prozent, am Ende leicht darüber. So gestand er dem Kanadier im ersten Durchgang ein Break zum 4:5, im zweiten eines zum 3:4 zu.

Selber kam Federer einzig im vierten Game des zweiten Satzes zu einer Breakchance, als Raonic drei Doppelfehler unterliefen. Er vergab sie allerdings mit einem Rückhandfehler. Überhaupt agierte die Weltnummer 3 von der Grundlinie fehlerhaft. So schaffte er es nie, den eher schwerfälligen Kanadier unter Druck zu setzen. Es war vielmehr Raonic, der mehr Winner schlug und sich so seinen achten ATP-Titel im 16. Final verdiente.

In der vergangenen Saison hatte Federer im Final den gleichen Gegner noch bezwungen, im Jahr zuvor hatte er ebenfalls im Endspiel gegen Lleyton Hewitt verloren. Allzu tragisch nahm der Baselbieter die Niederlage nicht. Raonic habe stark gespielt und sich den Titel redlich verdient, so Federer, der in dieser Woche mit einer Grippe zu kämpfen hatte.

Ein wenig geärgert haben dürfte sich allerdings sein neuer Coach Ivan Ljubicic. Im ersten gemeinsamen Turnier verlor Federer ausgerechnet gegen Ljubicics ehemaligen Schützling Raonic. Die nächste wichtige Station heisst für beide Spieler nun Melbourne. Dort beginnt am Montag in einer Woche das Australian Open, das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. (si)

Erstellt: 10.01.2016, 12:08 Uhr

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