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Federer ist «Champion of Champions»
Aktualisiert am 30.12.2009 11 Kommentare
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Acht Champions der letzten Dekade präsentierte das renommierte englische Blatt «The Independent» seinen Lesern und bat, den grössten Sporthelden zu wählen. Dabei setzte sich Roger Federer mit grossem Abstand durch. Er verwies den philippinischen Boxer Manny Pacquaio, immerhin siebenfacher Weltmeister in sieben verschiedenen Gewichtsklassen, sowie Cricket-Spieler – und damit englischer Nationalheld – Andrew Flintoff auf die nächsten Plätze.
In seiner Würdigung ehrt der «Independent» Federer als «Vorbild aller Vorbilder neben dem Platz». Der Schweizer sei bei seinen Berufskollegen und in der Öffentlichkeit ein sehr populären und respektierter Champion. Kein Spieler sei bei den Weltmedien mehr gefragt und auch befragt. Dennoch mache er sich zu jeder Frage Gedanken, auch wenn er sie schon Tausend Mal gehört habe. Dass er jede Frage fliessend in Deutsch, englisch oder Französisch beantworten könne, zeigte auch, dass er sich seines Botschafterstatus bewusst sei.
Federer vor Fussball und Formel 1
Tiger Woods schaffte es in dieser Wahl immerhin auf den 4. Platz, noch vor den gemeinsam im 5. Rang klassierten Alex Ferguson und Kelly Holmes (Leichtathletik). Die beeindruckenden 14 Siege in Major-Turnieren dürften wohl in den Augen einiger an Glanz eingebüsst haben nach der Enthüllung der nun aufgeflogenen Sexaffären.
Abgeschlagen in dieser Wahl fanden sich der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher sowie die fünffache Wimbledon-Siegerin Venus Williams. Der Deutsche dürfte in England spätestens seit seinem Rempler im WM-Kampf gegen Damon Hill 1994 ohnehin Sympathiepunkte verloren haben. Dass er seine Erfolge in der ersten Hälfte der fraglichen Dekade errang, hatte wohl ebenfalls Einfluss auf das Ergebnis. Und Skifahrer stellte der «Independent» keine zur Wahl, die Federer den Titel hätten streitig machen können. Aber das passiert in einem Sportland wie England ohnehin nicht. (son)
Erstellt: 30.12.2009, 16:04 Uhr

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