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«Federer ist ein lustiger Typ»
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 06.09.2010
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In Paris erreichte Jürgen Melzer den Halbfinal, in Wimbledon den Achtelfinal und nun trifft der Österreicher in der Nacht auf Dienstag im Achtelfinal des US Open im 24'000 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium auf Roger Federer. «Das klingt natürlich kitschig, aber ich habe ein Leben lang davon geträumt, einmal in dieser Arena zu spielen», erklärte der 29-Jährige den sieben Reportern, die sich für ihn nach dem Dreisatzsieg gegen Juan-Carlos Ferrero interessierten.
Federer hatte am Sonntag sein Pensum rund drei Stunden vor Melzer verrichtet und über 50 Journalisten hatten sich in den Presseraum gequetscht. Der Schweizer hatte den Lauf Melzers schon in London gestoppt – glatt in drei Sätzen. «Ich muss besser spielen als in Wimbledon», erkannte dieser im Gespräch mit den österreichischen Journalisten. «Ich habe dort gegen Federer das schlechteste Match des ganzen Turniers gespielt. Hier muss es das beste Match werden, um eine Chance zu haben.»
«Federers Gegner waren bisher schwächer»
«So wie ich jetzt gespielt habe, habe ich nichts zu befürchten. Ich fühle mich toll, habe den Ball super am Schläger und kann, glaube ich, auch mit ihm mithalten. Ich glaube eigentlich daran, dass ich schon auch meine Chancen haben werde», gibt sich Melzer vor dem erst zweiten Duell mit dem gleichaltrigen Schweizer zuversichtlich. In Wimbledon habe er vor allem Mühe mit Federers ausgezeichnetem Service gehabt. «Es ist schwierig, wenn ich bei seinem Aufschlag gar keinen Rhythmus kriege», erklärte er.
Melzers Manager Ronnie Leitgeb warnt zwar, dass sein Schützling «nicht auf den Besten trifft, sondern – nach den bisherigen Leistungen – auf den mit Abstand Besten». Federer gab in den ersten drei Runden noch keinen Satz und hat eine Gamebilanz von 54:27. Leitgeb sieht darin auch einen Vorteil für Melzer. «Bislang wurde Federer noch nicht wirklich gefordert. Seine Gegner waren weit schwächer als Jürgen», so Melzers Manager gegenüber dem «Kurier».
Gegen Ferrero ist Melzer im Sechzehntelfinal eine erste Revanche gelungen, nachdem er zuvor vier von sechs Duellen mit dem Spanier verloren hatte. Entsprechend gelassen sieht der Österreicher, der sich mehr und mehr den Top Ten in der Weltrangliste nähert, dem Vergleich mit der ehemaligen Nummer 1 entgegen. Er bezeichnet Federer als «guten Spieler» und «Freund». Noch vor dem Match am letzten Sonntag hätten sie gemeinsam in der Garderobe gescherzt. «Federer ist ein lustiger Typ», sagte Melzer. Er hofft, dass ihm in der Nacht auf Dienstag das Lachen nicht vergeht. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.09.2010, 17:15 Uhr

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