Sport

7. Wimbledon-Triumph für magischen Federer

Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 08.07.2012

Roger Federer gewinnt durch ein 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 über Andy Murray seinen 7. Wimbledon-Titel und ist ab Montag wieder Nummer 1 der Welt.

1. Satz 2. Satz 3. Satz 4. Satz5. Satz
Roger Federer 4 7 6 6
Andy Murray 6 5 3 4

1/13 Der Kuss des Champions: Der siebte Wimbledon-Titel ist für Roger Federer Tatsache – und auch der 17. Triumph an einem Grand-Slam-Turnier.
Bild: Reuters

   

(baz.ch/Newsnet)

  • Zusammenfassung

    Roger Federer setzt einen weiteren Meilenstein in der Tennisgeschichte. Der Schweizer gewinnt Wimbledon zum siebten Mal und löst Novak Djokovic als Nummer 1 der Welt ab.

    Im Final setzte sich Federer gegen Andy Murray mit 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 durch. Zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier (Australian Open 2010) entschied der Baselbieter damit wieder eines der vier wichtigsten Turniere des Jahres für sich. Es ist sein 17. Major-Erfolg.

    In London, dort, wo er vor drei Jahren den Amerikaner Pete Sampras als Grand-Slam-Rekordsieger abgelöst hatte, setzte er am Sonntag erneut bedeutende Bestmarken oder egalisierte sie zumindest. Nur Sampras und der Brite William Renshaw konnten das prestigeträchtigste aller Tennisturniere ebenfalls sieben Mal gewinnen. Am Montag steht Federer erstmals seit Mai 2010 wieder auf Platz 1 im ATP-Ranking. Federer wird seine 286. Woche an der Spitze der Weltrangliste verbringen und damit den Rekord von Sampras egalisieren.

    Nur wenige hatten Federer in den letzten Monaten zugetraut, nochmals Novak Djokovic und Rafael Nadal hinter sich zu lassen. Doch seit der bitteren Halbfinalniederlage gegen den Serben beim letzten US Open befindet sich Federer auf einem Höhenflug, der sich erst in Wimbledon auch in einem Grand-Slam-Titel niederschlug. Seit dem letzten August stand Federer in neun Finals und holte achtmal den Titel. In diesem Jahr weist er eine Siegbilanz von 40:6 auf und holte seine Turniersiege 71 bis 75. Die Rückkehr auf den Tennisthron ist verdient.

    Andy Murray hingegen muss auch unter seinem Coach Ivan Lendl, dem früheren Weltranglistenersten, weiterhin auf den ersten Grand-Slam-Titel warten. Zum vierten Mal stand der Schotte in einem Final eines Majors, zum dritten Mal gegen den Schweizer. Wie jeweils in den Finalduellen zuvor zog der 25-Jährige den kürzeren. Doch leistete Murray diesmal viel stärkere Gegenwehr und brachte die neue Weltnummer 1 besonders in den ersten beiden Sätzen in arge Bedrängnis.

    Nachdem aber Federer am Ende des zweiten Satzes seine einzige Breakchance genutzt und den Durchgang eher glücklich mit 7:5 für sich entschieden hatte, kippte das Spiel auf die Seite des Schweizers. Zu Beginn des dritten Satzes, als der Himmel über London seine Schleusen öffnete und das Dach über dem Center Court geschlossen werden musste, lagen erstmal auch wegen der Hallenatmosphäre alle Vorteile bei Federer. Der stark aufspielende Basler vermochte diese schliesslich in souveräner Manier zu nutzen.

    Nach dem Matchball gab es ein aufwühlendes Ende mit vielsagenden Emotionen auf beiden Seiten: hier der neue, 17-fache Grand-Slam-Champion Roger Federer, dort Andy Murray, der einmal mehr trotz starkem Spiel und aufopferndem Kampf in einem wichtigen Endspiel gescheitert war. Die Briten müssen weiterhin auf ihren ersten Grand-Slam-Titel seit Fred Perry in Wimbledon 1936 warten. Federer seinerseits, der am 8. August seinen 31. Geburtstag feiern wird, hat die Tennisgeschichtsbücher um neue Kapitel angereichert - und seine Matchbilanz mit Murray auf 8:8 ausgeglichen. (si)

  • Reaktion Federer

    Federer lobt Murray und sagt, der Brite werde mindestens noch ein Major-Turnier gewinnen. «Ich denke ich habe mein bestes Tennis gespielt, ich könnte nicht glücklicher sein», so Federer. «Die Trophäe fühlt sich an, als hätte ich sie nie hergeben müssen.» Das bringe ihn auf eine Stufe mit Pete Sampras, der sein Held sei. Er habe nie aufgehört, an die Rückeroberung der Nummer 1 zu glauben: «Das ist ein magischer Moment, dass meine Zwillinge mich hier siegen sehen, ist ein Traum.»

  • Reaktion Murray

    Murray hat bei der Rede Tränen in den Augen. «Ich gratuliere Roger, das ist nicht schlecht für einen 30-Jährigen», sagt der Brite. Er dankt allen, die ihn unterstützten. Er könne nicht mehr in seine Box schauen, sonst müsse er wieder weinen. «Alle Reden immer über den Druck, aber die Unterstützung macht es leichter, die Fans sind unglaublich», fügt er schluchzend an.

  • 6:4

    Roger Federer gewinnt den Wimbledon-Final gegen Andy Murray mit 4:6, 7:5, 6:3, 6:4. Nach dem verlorenen Startsatz steigerte sich der Schweizer erheblich und bestimmte am dem dritten Durchgang unter dem geschlossenen Dach das Geschehen mit grandiosem Angriffs-Tennis. Federer schliesst mit dem siebten Wimbledon-Triumph zum Rekordhalter Pete Sampras aus. In der ewigen Ranking-Hitliste zieht er mit 286 Wochen an der Spitze am Montag ebenfalls mit Sampras gleich.

  • Matchball

    Federer serviert zum Titelgewinn:
    0:15
    15:15 – Murrays Ball war knapp zu lang
    30:15
    40:15 – Ass
    40:30

  • 5:4

    Murray serviert gegen die Niederlage:
    0:15
    15:15
    30:15
    40:15
    40:30
    40:40
    Vorteil Murray
    Deuce
    Vorteil Murray
    Game

  • 5:3

    Mit einem Stoppball stellt Federer auf 5:3.

  • Murray macht nach dem zweiten Service von Federer den Fehler. 40:30!

  • Das Feld war offen, doch Federer verzieht. 30:30 statt 40:15...

  • 4:3

    Murray bäumt sich noch einmal auf und verkürzt auf 3:4.

  • Nach 30:0 für Murray steht es auf einmal 30:30!

  • 4:2

    Nach einigen bangen Momenten bestätigt Federer das Break und führt nun 4:2.

  • Murray hat eine grosse Gelegenheit zum Passieren, doch er setzt den Ball hinter die Linie. 30:30 statt 15:40. Federer im Glück!

  • Dem genialen Schlag folgt ein Doppelfehler von Federer – 15:30.

  • 3:2

    Mit einem herrlichen Backhand-Cross bewerkstelligt Federer das Break!

  • Breakball

    Murrays Ball ist zu lang – 15:40!

  • 15:30 bei Service Murray.

  • 2:2

    Federer gleicht souverän aus. Murray fasst sich immer wieder an den Rücken. Hat er eine kleine Verletzung?

  • 1:2

    Murray holt sich nach 15:30 die 2:1-Führung.

  • Service-Winner Murray. 40:30...

  • Ein Ass des Briten, und es steht 30:30.

  • 15:30 bei Service Murray...

  • 1:1

    Federer holt sich erst den Vorteil und dann das Game. Es steht 1:1.

  • Federer rettet sich, es heisst Einstand.

  • Breakball

    30:40 – Breakchance für Murray!

  • 0:1

    Der vierte Durchgang beginnt mit einem gewonnene Service-Game von Murray.

  • 6:3

    Mit einem Ass schliesst Federer den dritten Satz ab!

  • Satzball

    Federer serviert zur 2:1-Satzführung:
    15:0
    15:15
    30:15
    30:30
    40:30

  • 5:3

    Murray serviert gegen den Satzverlust:
    15:0
    30:0
    40:0
    40:15
    40:30
    Game

  • 5:2

    Nach 30:30 bestätigt Federer das wichtige Break. Er führt 5:2.

  • 4:2

    Da ist das Break für Federer. Er führt nach diesem Marathon-Game mit 4:2.

  • Breakball

    Wieder rutscht Murray aus und wird überlobbt. Vorteil Federer!

  • Federer erzwingt den zehnten Einstand.

  • Murray passiert Federer aus fast unmöglichem Winkel. Vorteil für den Briten.

  • Federer verzieht die Rückhand, wieder Deuce.

  • Breakball

    Der Slice macht Murray Probleme. Wieder Vorteil Federer!

  • Federer riskiert beim Return etwas zu viel. Deuce. 15 Minuten dauert das Game bereits.

  • Breakball

    Ein leichter Fehler von Murray. Vorteil Federer.

  • Federer trifft die Linie und stellt auf Deuce.

  • Knapp zu lang von Federer. Wieder Vorteil Murray.

  • Federer lässt nicht locker. Einstand!

  • Murray geht ans Netz und holt sich den Vorteil.

  • Nach dem zweiten Aufschlag rettet sich Murray. Deuce.

  • Breakball

    Murray schlägt ins Netz, Breakball Nummer 3!

  • Und wieder serviert Murray exzellent. Deuce...

  • Breakball

    Federers Vorhand sitzt – wieder Breakball!

  • Murray sucht sein Heil in der Offensive und stellt mit einem guten Vorhandschlag auf Einstand.

  • Breakball

    Breakball Federer!

  • Starker Slice von Federer – Deuce!

  • Starker Aufschalg von Murray – Vorteil!

  • Murray gleitet aus und muss über Deuce gehen. Er hat sich immerhin nicht verletzt.

  • Nach 40:0 für Murray heisst es nur noch 40:30...

  • Murray ist nun wieder etwas mehr unter Druck. Er ist der Spieler, der jeweils nachziehen muss. Und Federer hat schon zwei Spiele unter dem Wimbledon-Dach gewonnen...

  • 3:2

    Federer drückt aufs Tempo und geht mit einem Game zu null wieder in führung. Sein Service wirkt in der Halle ein Stück sicherer.

  • 2:2

    Murray hat die Umstellung auch gut überstanden und gleicht aus.

  • 2:1

    Federer verweret gleich den ersten seiner drei Spielbälle. Er führt 2:1 im dritten Satz. Ausserhalb der Halle schüttet es aus Kübeln.

  • Die beiden Finalisten sind zurück auf dem Platz. Gleich kann es in der Wimbledon-Halle weitergehen.

  • Das OK hat entschieden, die Partie bei geschlossenem Dach weiterzuführen. Das sind gute Vorzeichen für Federer.

  • Bei 40:0 für Federer gibt es einen Regenunterbruch. Muss es unter geschlossenem Dach weitergehen? Für Federer wäre es wohl ein Vorteil, er ist ja der beste Hallenspieler der Welt.

  • 1:1

    Murray holt sich das Game und das 1:1, allerdings mit Mühe.

  • 1:0

    Federer geht im zweiten Durchgang in Führung.

  • 7:5

    Was für ein grandioser Netzvolley mit der Backhand von Federer! Er bringt ihm das Break und den zweiten Satz!

  • Satzball

    Murray serviert gegen den Satzverlust:
    15:0 per Ass
    30:0
    30:15
    30:30
    30:40

  • 6:5

    Es ist geschafft, Federer geht 6:5 in Führung.

  • Federer behält die Nerven und hat Vorteil.

  • Riesendusel für Murray. Der Ball senkt sich vie natzkante unretournierbar ins Feld von Federer. Deuce...

  • 40:30, dem Doppelfehler folgt ein Ass.

  • Doppelfehler Federer, 30:30.

  • Federer muss immer wieder aus unangenehmen Positionen smashen, macht das aber gut. 30:15.

  • Der zweite Satz geht in die Verlängerung.

  • 5:5

    Murray serviert gegen den Satzverlust:
    15:0
    30:0
    40:0 – Ass
    Game

  • 5:4

    Federer übersteht die heikle Situation und führt nun 5:4.

  • Mit einem Ass holt sich Federer den Vorteil zurück.

  • Und noch ein ärgerlicher Fehler des Schweizers, Deuce...

  • Federer punktet mit der Vorhand – Vorteil!

  • Mit dem zweiten Smash rettet sich Federer erneut. Einstand.

  • Breakball

    Murray kommt ans Netz und holt sich einen weiteren Breakball.

  • Federer hat Glück, dass Murray verzieht, als er den Winner sucht. Deuce.

  • Breakball

    Federer spielt mit dem Rückhand-Longline ins Out. 30:40...

  • 30:30. Federer macht einen Fehler mit der Vorhand. Sein elfter unerzwungener Fehler.

  • Federer gewinnt einen langen Ballwechsel. 30:15.

  • Zu konservativ gespielt von Federer. 15:15 statt 30:0...

  • 4:4

    Murray serviert weiter ausgezeichnet. Es heisst 4:4. Bei diesem Stand kam im ersten Satz das Break...

  • Trotz zwei ausgezeichneten Returns liegt Federer 0:30 hinten.

  • 4:3

    Federer bleibt ebenfalls unbehelligt. Er stellt ohne Punktverlust auf 4:3. Der Druck liegt nun wieder auf Murray.

  • 3:3

    Murray gleicht mit einem Game zu null aus. Er hat schon 20 Punkte mit dem Aufschlag gemacht.

  • 3:2

    Das Game geht nach 15:40 an Federer!

  • Federer muss mit dem Smash dreimal ansetzen, erst dann kann er sich gegen den flinken Murray den Vorteil holen.

  • Der zweite Breakball ist entschärft, Federer schlägt einen Service-Winner.

  • Den ersten Breakball wehrt Federer mit einem schwierigen Smash ab.

  • Breakball

    15:40, das sind zwei Breakchancen für Murray!

  • Murray bringt Ball um Ball zurück, 15:30 bei Service Federer...

  • 2:2

    Murray hält seinen Aufschlag für einmal ohne Probleme. Es steht 2:2.

  • 2:1

    Federer leistet sich einen Doppelfehler, kann aber dennoch vorlegen. Er führt 2:1 im zweiten Satz.

  • 1:1

    Murray holt sich nach abgewehrtem Breakball das 1:1.

  • Diesmal ist Federers Angriff erfolgreich. Deuce!

  • Federer greift an, doch Murrays Passierball ist zu gut. Vorteil für den Schotten.

  • Federer vergibt die Chance zum 2:0. Deuce.

  • Breakball

    30:40, die Chance für Federer!

  • 30:30, noch keine Breakchance für Federer.

  • Murray kommt unter Druck, 0:30...

  • 1:0

    Der zweite Satz beginnt gut für Federer. Der Baselbieter geht mit einem Game zu null 1:0 in Führung.

  • Über dem Court brauen sich die Wolken zusammen. Muss unter dem Dach weitergespielt werden?

  • 4:6

    Murray punktet per Service-Winner und holt sich den ersten Satz in 57 Minuten mit 6:4.

  • Satzball

    Murray serviert zum Satzgewinn:
    15:0
    ein Fehlentscheid kostet Federer das 15:15, Wiederholung
    15:15
    30:15
    40:15

  • 4:5

    Federer schlägt ins Netz und kassiert nach diesem fehlerhaften Game das Break zum 4:5.

  • Breakball

    Fehler Federer – 15:40...

  • 15:30 bei Service Federer nach einem unnötigen Stoppball-Angriff.

  • 4:4

    Federer greift nach einem mässigen Murray-Service mit der Vorhand an und schlägt ins Netz. Der Ausgleich für den Briten.

  • Dem Winner folgt ein Fehler, Vorteil Murray.

  • Einstand Nummer 5 dank einer krachenden Cross-Vorhand von Federer!

  • Ein Fehler von Federer, und es heisst Vorteil Murray.

  • Mit einem starken Volley wehrt Murray auch diesen Breakball ab.

  • Breakball

    Federer lässt Murray laufen und verdient sich einen weiteren Breakball.

  • Murray rettet sich vorerst. Deuce.

  • Breakball

    Breakball Federer!

  • Wieder Deuce...

  • Eine starke Vorhand bringt Murray den Vorteil.

  • Nun punktet Federer mit viel Einsatz am Netz. Deuce!

  • Federer will den zweiten Service angreifen und verzieht. 40:30 für Murray.

  • Murray zieht den Kopf aus der Schlinge, es heisst 30:30.

  • Erster Vorhand-Winner von Federer – 0:30 bei Service Murray...

  • 4:3

    Ein souverändes Service-Game für Federer, der 4:3 in Führung geht. Dreimal punktet der Baselbieter mit dem Aufschlag.

  • 3:3

    Nach einem schwachen Service von Murray schlägt Federer ins Netz. Vorteil für den Briten, der wenig später das Game gewinnt. 3:3 nach 32 Minuten.

  • Federer zwingt Murray über Einstand. Klappt es wieder mit dem Break?

  • 3:2

    Mit zwei Service-Winnern sichert sich Federer seine erste Führung in diesem Match, 3:2 für den Schweizer.

  • Wieder heisst es Deuce, Murray beisst und beisst.

  • Zweimal pariert Federer am Netz – Vorteil für den Schweizer!

  • Federer muss nach einem Rückhandfehler über Einstand gehen.

  • Alles wieder im Lot! Federer punktet nach einem Murray-Netzroller mit Klasse und Einsatz. 30:30...

  • Federer ist wieder unter Druck, 0:30 nach einem verschlagenen Smash.

  • 2:2

    Federer macht nach Murrays zweitem Service mit aggressivem Spiel den Punkt und das Rebreak!

  • Breakball

    Herrlicher Backhand-Longline von Federer! Vorteil!

  • Federer stellt wieder auf Einstand.

  • Ein Ass bringt Murray den Vorteil.

  • Federer ist wieder dran – Deuce.

  • Murray macht aus einem 0:15 ein 40:15.

  • 1:2

    Federer schafft mit Mühe den Anschluss. Es heisst 1:2 aus der Sicht des Schweizers.

  • Murray war am Drücker, schlägt aber ins Netz. Vorteil Federer!

  • Federer muss wieder über Deuce gehen.

  • Federers Service ist noch ein wenig wacklig. Trotzdem heisst es 40:30.

  • 0:2

    Murray spielt mit Druck, Länge und Variation. Er gewinnt auch dieses Game und bestätigt das Break.

  • Federer zu lang – 40:30 und Spielball Murray.

  • Murray punktet mit der Vorhand – 30:30.

  • Federer leistet Widerstand – 15:30 bei Service Murray!

  • 0:1

    Federer verschlägt einen Volley und muss das Break hinnehmen. Ein nervöser Beginn des Favoriten.

  • Breakball

    Federer muss gleich einen Breakball abwehren – 30:40.

  • Nach 0:15 punktet Federer mit dem Service und einem Netzangriff – 30:15.

  • Der Match beginnt mit Service Federer.

  • Das offene Dach ist ein kleiner Vorteil für Murray, Federer kann wegen der äusseren Einflüsse nicht ganz so nah an die Linien spielen wie gegen Djokovic.

  • Murray braucht seinen starke Vorhand und seinen ersten Service. Sonst dürfte es für den Schotten schwer werden.

  • Die Spieler beginnen mit dem Einschlagen. Noch wenige Minuten, dann beginnt der erste Wimbledon-Final mit britischer Beteiligung seit 74 Jahren. Der letzte britische Sieg ist gar schon 76 Jahre her – Fred Perry gewann 1936.

  • Federer und Murray sind auf dem Weg in die Arena. Es ist ein historischer Tag für das Tennis. Murray hält das Racket schon in der Hand, Federer wirkt entspannter.

  • Wetter

    Die Sonne ist hinter den Wolken hervorgekommen. Es wird also mit offenem Dach gespielt. John McEnroe tippt gegenüber der BBC auf einen Viersatzsieg von Roger Federer. Der britische Premier und die Beckhams sind gekommen, um Andy Murray die Daumen zu drücken.

  • Ausgangslage

    Willkommen zum Live-Ticker des Wimbledon-Finals Federer – Murray. Die Ausgangslage für den Schweizer ist verheissungsvoll. Wird er seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt seinen siebten Titel, übernimmt er am Montag wieder die Führung in der Weltrangliste. Es wäre seine 286. Woche an der Spitze, womit er mit Rekordhalter Pete Sampras gleichziehen würde. Federer weist gegen Murray eine Bilanz von 7:8 Siegen auf, gewann aber beide Major-Endspiele gegen den Briten und auch die letzten beiden Duelle.

  • Vorschau

    Er ziehe Andy Murray als Gegner vor, sagte Roger Federer, als der Schotte am Freitagnachmittag noch daran war, seinen Halbfinal zu gewinnen. «Denn ich spiele immer am liebsten gegen den lokalen Helden.» Was ein Finaleinzug Murrays in Wimbledon auslösen würde, dürfte er sich aber nicht ganz bewusst gewesen sein. Keine englische Gazette, auf der dieser gestern nicht auf Seite 1 abgebildet war. Und trotz des Frauenfinals gab es im All England Club nur ein Thema: Schafft er es? Und was muss er tun, um den zuletzt so souveränen Maestro zu stürzen?

    Erstmals ist Federer nur der Gegner, den es zu schlagen gilt

    Federer, der Wimbledon mit seinem klassischen Stil so wunderbar verkörpert, der auch mit den ersten Rackets, die der geschäftstüchtige Major Walter Wingfield 1874 vertrieb, formidabel Tennis spielen würde, ist heute Nachmittag erstmals einfach der Gegner, den es zu bezwingen gilt. Der «Guardian» präsentierte Murray schon einmal fünf Tipps dazu: gut servieren, gut ins Spiel starten, Federer ans Netz locken, ihn in einen Abnützungskampf verwickeln, die Zuschauer zu seinen Gunsten nutzen.

    Tönt simpel, dürfte aber schwer umzusetzen sein. Und dass Federer tatsächlich so mittelmässige Volleys spielt, wie der «Guardian»-Reporter glaubt, muss noch zu beweisen sein. Hier führten 139 seiner 194 Netzangriffe zum Erfolg, fast 72 Prozent.

    Wegweisend dürfte in der Tat der erste Satz sein. Es habe ihm viel Zuversicht gegeben, dass er diesen gegen Novak Djokovic gewonnen habe, sagte Federer. Und das, ohne besonders gut spielen zu müssen. Er ist gefürchtet dafür, Majorfinals rasant zu beginnen. 15:8 lautet seine Bilanz im Startsatz, in den zwei grossen Endspielen gegen Murray – am US Open 2008 und am Australian Open 2010 – gewann er den ersten Durchgang locker.

    Es könnte ihm wie schon gegen Djokovic entgegenkommen, dass es zwischen den beiden noch kein Duell auf Rasen gegeben hat. Nur schon, um sich hier an den Aufschlag des Schweizers zu gewöhnen, braucht man eine Weile. Und das Patentrezept, ihn auf der Rückhand festzunageln und so zu destabilisieren, funktioniert hier nicht.

    Für Murray ist es das Spiel des Lebens. Der erste Wimbledon-Sieg eines Briten seit 1936 würde sein Leben auf den Kopf stellen. Federer sagt: «Wenn man Wimbledon gewonnen hat, ist eine Karriere komplett.» Er greift hier nun bereits nach der siebten Trophäe. Der «Times»-Kolumnist, der seine Triumphe mit blumigen Sätzen zu huldigen pflegte, irrt mit seiner kürzlich aufgestellten These, früher habe er gespielt, um zu gewinnen, heute spiele er nur noch des schönen Tennis willens. Denn hinter der eleganten, kontrollierten Fassade steckt ein leidenschaftlicher, stolzer Kämpfer, der nur zu gerne die jüngere Generation nochmals zurückbinden und Zweifler verstummen lassen will.

    Alle düpiert, um seine Ruhe zu haben in der Vorbereitung

    Trotz seiner Erfolgsgeschichte in Wimbledon hatte in diesem Jahr fast niemand mehr mit ihm gerechnet. Selbst TV-Analyst John McEnroe schwenkte nach seinen Problemen auf Novak Djokovic um. Immerhin gab er nun zu, ein Angsthase zu sein. Die siebte Wimbledon-Krone, der 17. Majortitel, die Nummer 1 – Federer könnte heute seine ohnehin schon grossartige Karriere krönen.

    Um in der Vorbereitung auf das grosse Spiel seine Ruhe zu haben, gab er gestern keine Interviews. Und er düpierte alle Journalisten, indem er einen Trainingsplatz auf 17 Uhr buchte und früher trainierte. Auch Hunderte von Fans warteten vergeblich. Wenn er es versteht, Murray so zu überraschen, muss man sich um ihn keine Sorgen machen. Und inzwischen glaubt auch McEnroe wieder an ihn. Er wagte sich, trotz Murraymania, auf den Schweizer zu tippen: «Federer in fünf Sätzen», prognostizierte er – und ergänzte schmunzelnd: «Mit 26:24». (SonntagsZeitung)

Erstellt: 08.07.2012, 14:43 Uhr

Programm & Resultate

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NHL Playoffs
EndeNew York Rangers - Boston Bruins4:3
EndeDetroit Red Wings - Chicago Blackhawks2:0
EndeLos Angeles Kings - San Jose Sharks3:0
Stand: 24.05.2013 07:20
Super League
17:45Lausanne - Luzern
17:45Sion - Thun
Champions League Endrunde
20:45Borussia Dortmund - Bayern München
Stand: 12.04.2013 12:38
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NHL Playoffs
EndePittsburgh Penguins - Ottawa Senators6:2
23:30Boston Bruins - New York Rangers
Stand: 25.05.2013 04:20
Super League
13:45St.Gallen - Servette
13:45Young Boys - FC Zürich
16:15Grasshoppers - Basel
Stand: 18.06.2012 08:02
Roland Garros WTA
26.0511:00Radwanska - Peer
26.0511:00Hsieh - Scharapowa
Roland Garros
26.0511:00Djokovic - Goffin
26.0511:00Carreno - Federer
26.0511:00Wawrinka - Bakker
26.0511:00Nadal - Brands
Stand: 24.05.2013 19:35
GP Monaco
14:00Rennen
Stand: 25.05.2013 14:26
NHL Playoffs
02:00Chicago Blackhawks - Detroit Red Wings

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