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Federers letzte Lücken
Von Fabian Kern. Aktualisiert am 14.11.2011 6 Kommentare
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Welcher Rekord ist für die Ewigkeit? Im Sport eigentlich keiner. Dennoch gibt es Marken, die so bald nicht erreicht werden dürften – gerade in Roger Federers unvergleichlicher Karriere. Ein fantastischer Wert ist sicher die Dauer der ununterbrochenen Führung der Weltrangliste. Federer war 237 Wochen hintereinander die Nummer eins der Welt. Zum Vergleich: Jimmy Connors an zweiter Stelle schaffte «nur» 160 Wochen. Bei der wachsenden Leistungsdichte auf der ATP-Tour ist eine vergleichbare Dominanz nicht absehbar. Auch Federers 16 Grand-Slam-Titel sind eine starke Marke, wenn auch Rafael Nadal mit zehn zumindest schon in Sichtweite ist. Aber angesichts von Nadals Verletzunganfälligkeit und der starken Konkurrenz, sowie der Tatsache, dass Federer vielleicht noch den einen oder anderen Titel holen kann, dürfte auch diese Marke noch lange bestehen.
Handkehrum gibt es aber auch Marken, die sogar für einen Roger Federer unerreichbar sind. Auf 109 Turniersiege wie Connors wird Federer (aktuell 69) nicht mehr kommen. Auch die Serie von Guillermo Vilas mit von 45 Siegen in Folge scheinen nicht realistisch, ebenso wenig wie der Grand Slam – den Gewinn von Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open in einem Kalenderjahr. Nun aber zu den Lücken in Federers Palmarès, die der Baselbieter im Herbst seiner Karriere noch füllen kann:
1. Die meisten Masters-Siege
Ein grosser Rekord liegt für Federer in Griffweite. Die formstarke aktuelle Nummer vier der Welt könnte an den ATP World Tour Finals – auch als «Masters» oder «ATP-WM» bekannt – nächste Woche in London mit seinem sechsten Titel alleiniger Rekordhalter werden. Momentan steht er zusammen mit Ivan Lendl und Pete Sampras bei fünf. Zudem wäre es Federer 100. ATP-Final.
Prognose: Beim aktuellen Formstand ist Federer Favorit in London und hat realistische Siegchancen.
2. Die meisten Einzel-Siege an Grand Slams
Die nächste Marke könnte dann im Januar 2012 fallen. Erreicht Federer an den Australian Open den Halbfinal, würde er auf 233 Siege an Grand-Slam-Turnieren kommen und damit mit Jimmy Connors gleichziehen. Mit einem Finaleinzug könnte er dann sogar die alleinige Führung übernehmen.
Prognose: Federer wird die Marke knacken. Wenn nicht in Australien, dann spätestens am French Open in Paris.
3. Die meisten Grand-Slam-Halbfinals
Auch in dieser Kategorie steht dem Schweizer Connors mit 31 erreichten Halbfinals an Grand-Slam-Turnieren noch vor der Sonne. Federer steht mit 29 an zweiter Stelle, könnte also im Idealfall in Paris mit dem Amerikaner gleichziehen und ihn in Wimbledon überholen.
Prognose: Kann Federer seine aktuelle Form ins nächste Jahr mitnehmen, wird er den Rekord noch im 2012 holen.
4. Olympia-Gold im Einzel
Zwar ist Federer bereits Olympiasieger, doch er holte die Goldmedaille in der «falschen» Disziplin. Der Erfolg von Peking im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka bedeutet Federer zwar viel, doch Einzel-Gold wäre nochmals eine ganz andere Kategorie. Noch dazu in seinem «Wohnzimmer» Wimbledon, wo das olympische Tennisturnier 2012 ausgetragen wird.
Prognose: Heikel. Olympia war Federer bisher nicht immer wohl gesonnen. An Grand Slams bekommt er noch einige Chancen, an Olympia wohl nur noch die eine. Wenn er gesund bleibt und sich nicht zu sehr unter Druck setzt, kann es klappen.
5. Die meisten Wochen Nummer eins
Eine Woche, nur eine lausige Woche fehlt Federer noch, um ebenfalls auf die 286 Wochen zu kommen, die Pete Sampras an der Weltranglistenspitze verbracht hat. Doch diese eine Woche, oder besser gleich zwei Wochen, um alleiniger Spitzenhalter zu werden, werden die letzte grosse Herausforderung in Federers glanzvoller Karriere.
Prognose: Federers schwierigstes Unterfangen. Um noch einmal die Nummer eins zu werden, müsste der Baselbieter nächste Woche in London gewinnen und dann ein nahezu perfektes erstes Halbjahr 2012 hinlegen. Zudem ist er auch darauf angewiesen, dass Novak Djokovic seine atemberaubenden Leistungen dieses Jahres nicht wiederholt. Dennoch darf man einen Champion wie Federer nie abschreiben. Das hat er zur Genüge bewiesen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.11.2011, 16:31 Uhr
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6 Kommentare
Also wer Roger Federer in Paris spielen gesehen hat, der kann ab diesem Artikel nur den Kopf schütteln. Lieber Verfasser Fabian Kern, ganz entgegen Ihrem Artikel vermute ich, dass Roger Federer viel eher noch viele Jahre TopTennis spielen wird. Antworten

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