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«Für Nadal ist das US Open wie für mich Paris»
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 05.09.2010
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«Ich denke, dass dies zwei ähnliche Geschichten sind. Wir beide haben relativ schnell drei von vier Grand-Slam-Titeln gewonnen. Der einzige Unterschied ist eigentlich, dass ich vor meinem Titelgewinn in Paris zwei Finals verloren habe und Rafa am US Open noch nie im Endspiel gestanden hat», sagte Federer auf der Pressekonferenz nach seinem Drittrunden-Sieg über den Franzosen Paul-Henri Mathieu.
Nadal kommt nach eigenen Angaben mit den Verhältnissen in Flushing Meadows nicht gut zurecht. Der Belag ist dem Spanier zu schnell, die Bälle nehmen in seinen Augen den Topspin-Drall nicht richtig an. Vor allem dies ist für Nadal, der die Bälle mit bis zu 4900 Umdrehungen pro Minute schlagen kann ein gewichtiges Problem. Zum Vergleich: Federers Schläge weisen im Durchschnitt etwa 2600 Umdrehungen pro Minute aus. Die Zahlen hat ein Spezialist aus den USA errechnet.
«Nadal kann der Grösste werden, aber...»
Nachdem Nadal seinen Dauerrivalen Federer in einem Interview als besten Spieler der Geschichte bezeichnet hatte, wollte ein Reporter vom Schweizer wissen, ob er dem Weltranglisten-Leader zutraue, selbst die absolute Nummer 1 zu werden. Federers Antwort fiel diplomatisch aus. «Die Chance dazu hat Rafa sicherlich, er ist ja erst 24 Jahre alt. Alleine die sechs French-Open-Titel, die er gesammelt hat, sind eine unglaubliche Leistung. Um der Allergrösste zu werden, muss er aber sicherlich noch das US Open gewinnen.»
Federers neuer Trainer schwärmt von seinem Schützling
Federer ist überzeugt, dass Nadal aus ihm einen besseren Spieler gemacht hat. Punkto Arbeitsmoral, Professionalität und Psyche habe er wegen seines starken Rivalen sicherlich Fortschritte erzielt. Dieser enorme Eifer ist auch Federers neuem Coach Paul Annacone nicht entgangen. «Er hat die Leidenschaft und die Hingabe eines 22-Jährigen», sagt der 47-jährige Amerikaner in der «SonntagsZeitung» über den 28-jährigen US-Open-Favoriten.
Annacone schwärmt von Federers Begabung: «Er hat die Fähigkeit alles zu machen. Es gibt keinen Grund, weshalb er mit seinen Fähigkeiten nicht noch einige gute Jahre vor sich haben sollte.» Federers einziges Problem sei es, aus seinem grossartigen Arsenal die richtige Waffe für den jeweiligen Gegner auszuwählen. «Das muss er managen, und hoffentlich kann ich ihm da helfen», so Annacone. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.09.2010, 16:10 Uhr

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