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Gesundheit dank Frau Federer
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 13.01.2012 10 Kommentare
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Roger Federer nimmt in Melbourne das 49. Grand-Slam-Turnier seiner Karriere in Angriff. Trotz der Rückenblockade, die ihn in Doha zum Forfait für den Halbfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga zwang, steht er im Tenniszirkus wie kein anderer für Beständigkeit und Gesundheit. Dies hat zum einen mit Federers leichtfüssigem und technisch brillantem Spiel zu tun, das weit weniger physisch ist als jenes von Nadal oder Djokovic, zum anderen aber auch mit seiner Frau Mirka.
Die frühere Schweizer Fedcup-Spielerin, die es im WTA-Ranking immerhin bis auf Platz 76 schaffte, sei für seine körperliche Karriereplanung ebenso wichtig gewesen wie sein langjähriger Fitnesstrainer Pierre Paganini, erklärte Federer gegenüber der «New York Times». Als er die Nummer 1 der Welt wurde, habe er zusammen mit Mirka beschlossen, dass weniger mehr sei und er seinem Körper Sorge tragen müsse. «Mirkas Körper hat nicht mehr mitgemacht, weil sie vielleicht zu viel trainiert hat», sagte Federer in Anspielung auf die hartnäckig wiederkehrende Fussverletzung, die seine Frau einst zum Rücktritt vom Spitzensport zwang.
«Ich denke, sie konnte mir einige Ratschläge und ein gewisses Know-how geben. Ihr Körper ist noch immer fragil, wenn sie Sport treibt, meiner dagegen nicht, obwohl ich so viel mehr gespielt habe als sie», so der 16-fache Major-Champion. Dies sei Glück und das Verdienst der klugen Menschen in seiner Umgebung.
Anstoss zur Selbstanalyse nach dem US Open
Während der sechswöchigen Wettkampfpause nach dem US Open habe ihm Mirka geraten, in sich zu gehen und bei Gesprächen mit dem ganzen Team nach den Ursachen für die sich häufenden Niederlagen zu suchen, führte Federer weiter aus. Welche Schlüsse er zog, sagte der Baselbieter nicht, die folgende Erfolgsserie mit den Turniersiegen in Basel und Paris-Bercy sowie dem Triumph an den ATP World Tour Finals in London führt aber zum Schluss, dass die Selbstanalyse gefruchtet hat.
Der ganz grosse Befreiungsschlag kann für Federer aber nur der erste Grand-Slam-Titel seit zwei Jahren sein. Damals setzte er sich im Final von Melbourne in drei Sätzen gegen den Briten Andy Murray durch. Der US-Tennisguru Nick Bollettieri glaubt, dass Federer seither zumindest körperlich nicht nachgelassen hat. «Mit seinem Stil kann Roger bis 32, 33 oder 34 auf höchstem Niveau spielen. Für Rafael Nadal, der stets 150 Prozent geben muss, wird das weitaus schwieriger», so Bollettieri, dessen Camp reihenweise Weltklassespieler hervorgebracht hat.
Der letzte Spieler, der nach seinem 30. Geburtstag ein Major-Turnier gewinnen konnte, ist der US-Amerikaner Andre Agassi. Der Mann der deutschen Tennislegende Steffi Graf schaffte dieses Kunststück vor neun Jahren in Melbourne. Ein gutes Omen für Federer? (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.01.2012, 18:06 Uhr
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10 Kommentare
Ich würde RF ein Durchstarten bis Alter 34 gönnen. Aber einmal hat man es als Familenvater wohl gesehen. Die Grand Slams gehen weiter RF kann sich auch innerhalb vom Tennissport profilieren und das wird er auch anstreben. Auf jeden Fall RF wird ein Mann mit Charisma, Fairness und Anstand bleiben. Antworten

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