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Sehen wir den «königlichen» Federer wieder?
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 25.06.2010 4 Kommentare
Blickpunkt Ball: Roger Federer muss sich in Wimbledon steigern, wenn er den Titel verteidigen will. (Bild: Keystone )
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Auf dem Papier scheint alles klar zu sein. Der Titelverteidiger, der als Nummer 1 des Grand-Slam-Turnies im südwestlichen London gesetzt ist, führt in den Direktduellen gegen seinen Widersacher aus Frankreich 7:3. Die letzte Niederlage von Federer gegen Clément, der wie viele seiner Landsleute Genf als Domizil gegenüber seiner Heimat bevorzugt, stammt aus dem Jahr 2001. Seither hat sich der Baselbieter gegen den Franzosen sechsmal in Folge durchgesetzt, letztmals in diesem Frühling auf Sand im portugiesischen Estoril (7:6, 6:2).
Doch zwei Argumente sprechen dafür, dass es heute kein Spaziergang für den Favoriten wird. Der 32-jährige Clément, die Nummer 86 im Ranking, fühlt sich auf der Insel ausgezeichnet in Form und bezwang in den ersten beiden Runden die höher eingestuften Janko Tipsarevic und Peter Luczak. Dagegen konnte der sechsfache Wimbledon-Champion bei seinen beiden Auftritten nicht restlos überzeugen. Und mancher Kritiker fragte sich bereits, ob die Zeit des Schweizers in seinem «Wohnzimmer» auf der Insel bereits vorbei sei.
Ein gelassener Federer
Federer selbst gibt sich aber nach einem mühsamen Start in der Mission «Titelverteidigung» gelassen. Nach dem gestrigen Lunch mit Ihrer Majestät Elizabeth II., zweifellos ein gesellschaftlicher Höhepunkt für einen Republikaner aus einem Alpenland, wird er dank seiner Routine keine Probleme haben, sich ganz auf seinen Job im Court zu konzentrieren. «Die ersten beide Spiele waren wirklich schwer. Meine Gegner haben sehr stark gespielt», zollte der Baselbieter dem Kolumbianer Alejandro Falla sowie dem Serben Ilja Bozoljac Respekt. «Aber ich bin sehr aufgeregt, dass ich immer noch im Turnier bin. Ich sehe zuversichtlich nach vorne, egal, wie ich es bis hierher geschafft habe», meinte der glückliche Vater und Ehemann. Will heissen: Es ist dem Schweizer wirklich langsam egal, wie er die Matches gewinnt. Hauptsache, er gewinnt sie. Und schon oft hat sich der Baselbieter im Verlauf eines wichtigen Turniers fortlaufend gesteigert.
Dennoch wartet die grosse britische Tennis-Familie an der Church Road gespannt, in welcher Verfassung sich der sechsfache Champion gegen Clément präsentieren wird. Federer spielt auf dem Centre Court, einem Platz, wo er sich wohlfühlt. Und der grosse Fussball-Fan weiss auch, was heute Abend zusätzlich auf dem Sportprogramm steht: Schweiz gegen Honduras mit Kick-off 20.30 Uhr im südafrikanischen Bloemfontein. Diesen Match will Federer auf keinen Fall verpassen und seinen Landsleuten die Daumen drücken. Rasenarbeiter mit Schweizer Pass müssen schliesslich zusammenhalten. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.06.2010, 11:30 Uhr
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4 Kommentare
Ich finde, Roger hat bis anhin gut gespielt. Immerhin spielten beide Gegner das Tennis ihres Lebens. Es spricht doch für die Qualitäten Federers, wenn er gleichwohl als Sieger vom Platz geht. Würde die Form nicht stimmen, könnte er heute abend gemütlich die WM geniessen... Antworten

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