Sport

Der vergessene Sturz im Goldlauf

Aktualisiert am 22.02.2010

Christopher Delbosco befand sich hinter Mike Schmid auf Bronzekurs – nicht genug für den kanadischen Draufgänger.

Video: Reuters

Das Skicross-Olympiadebüt hatte es in sich: Schnelle Kurven, weite Sprünge und halsbrecherische Kopf-an-Kopf-Rennen mit goldenem Ende für die Schweiz. Mike Schmid gewann die Premiere in Vancouver und schrieb damit Geschichte.

Im Trubel um seinen historischen Sieg ging der spektakuläre Sturz von Christopher Delbosco fast vergessen. Der Kanadier wollte sich mit Bronze nicht zufrieden geben und attackierte in der vorletzten Kurve. Statt Boden auf den zweitplatzierten Andreas Matt gut zu machen, verlor der 27-Jährige jedoch das Gleichgewicht und stürzte schwer. Bis auf einen Kratzer über der Nase und einem blauen Auge blieb der Lokalmatador erstaunlicherweise unverletzt. Im Zielraum äusserte sich Delbosco enttäuscht aber gefasst: «Für manche ist ein dritter Platz wohl genug, aber ich wollte mehr», versuchte er sein riskantes Manöver zu erklären. (jra)

Erstellt: 22.02.2010, 16:30 Uhr