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Lambiel mit Medaillenchancen, Pluschenko in Führung
Olympische Winterspiele Vancouver 2010
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Der Rückstand des 24-jährigen Unterwallisers auf den führenden Titelverteidiger Jewgeni Pluschenko (90,85) beträgt 6,22 Punkte, das ist in der Nacht auf Freitag mit einer perfekten Kür aufholbar. Eine solche ist allerdings notwendig, ansonsten dürfte Lambiel ohne Medaille nach Hause reisen. Denn die ersten drei, hinter Pluschenko reihten sich der amerikanische Weltmeister Evan Lysacek (90,30) und der Japaner Daisuke Takahashi (90,25) ein, sind nur durch 0,6 Punkte getrennt. Rang 4 belegt der Japaner Nobunari Oda (84,85). Einen totalen Absturz erlebte der französische Mitfavorit Brian Joubert, der nach zwei groben Fehlern nur im 18. Zwischenrang klassiert ist.
Lambiel hatte im Vorfeld des Kurzprogramms betont, wie wichtig die Kombination Vierfach-Toeloop/Dreifach-Toeloop sei. Für ihn ist sie umso entscheidender, als er den Axel nur noch doppelt springt. Diese Höchstschwierigkeit gelang ihm jedoch auch in seinem vierten Wettkampf seit dem Comeback nicht. Wegen einer unsauberen Landung nach dem Vierfach-Toeloop, riskierte er nur einen doppelten.
Trotz Fehler Bestleistung
Alleine bei dieser Kombination verlor er im Vergleich zu Pluschenko 5,62 Punkte. Insgesamt erhielt er bei den drei Sprungelementen 12,32 Punkte weniger als der Russe, der im «Pacific Coliseum» technisch einmal mehr eine fehlerfreie Kür präsentierte. Bei den Programmkomponenten, der früheren B-Note, dagegen war Lambiel völlig zu recht top. Seine Interpretation zur Ouvertüre von Giacchino Rossinis Oper «Wilhelm Tell» liess nichts zu wünschen übrig.
Trotz des Fehlers bei der Kombination verbesserte Lambiel seine persönliche Bestleistung im Kurzprogramm um 0,83 Punkte auf 84,63. Gegenüber dem ersten Wettkampfteil beim 2. Rang an der EM in Tallinn Ende Januar (77,75) gelang ihm eine deutliche Steigerung. «Sechs Punkte sind nicht so viel. Gold ist noch möglich», sagte Lambiel. (str/si)
Erstellt: 17.02.2010, 09:44 Uhr
