Sport

Ott-Team verliert Spiel um Bronze

Von Stephan Roth. Aktualisiert am 26.02.2010

Die Schweizer Curlerinnen um Mirjam Ott verloren gegen China das Spiel um Rang 3. baz.ch/Newsnet berichtete live.

(baz.ch/Newsnet)

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    Die Schweizer Curlerinnen erwischten im Spiel um Bronze gegen die chinesischen Weltmeisterinnen einen Fehlstart (1:5), konnte sich dann aber steigern und im sechsten End auf 6:6 ausgleichen. Nach einem Zwischenhoch brach Skip Mirjam Ott aber völlig ein. So dass nach zwei komplett missglückten Steinen von Ott im 8. End den Schweizerinnen beim Stand von 6:12 nur noch die Aufgabe blieb.

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    Die Schweizerinnen geben auf.

  • 8. End: : China - Schweiz 12:6  

    Vor den letzten vier Schweizer Versuchen liegen zwei rote, chinesische Steine shot. Nach Schäfers Shot noch einer. Doch jetzt sind es wieder zwei. Nach Schäfers zweitem ist der gelbe Stein (noch) knapp shot. Wang trifft - drei Chinesen-Steine shot. Oh! Otts Shot missglückt - immer noch drei rote Steine liegen shot. Das höchste der Gefühle wäre es nun, wenn die Schweizerinnen einen Punkt schreiben «müssten». Vier chinesische Steine sind im House. Ott muss jetzt einen tollen Draw legen. Nein!!! Viel zu kurz! Ein Vierer-House für China!

  • 7. End: China - Schweiz 8:6  

    Die Schweizerinnen sind jetzt im Aufwind und man sieht es in den Gesichtern der Spielerinnen. Die Chinesinnen wirken ein wenig angeschlagen und machen Fehler. Die Lage sieht jetzt aber vor Otts letztem Stein wieder prekär aus - zwei rote liegen shot. Ott platziert ihren ins Zentrum. Wang räumt ab und bucht ein Zweier-House. 8:6 für China.

  • 6. End: China - Schweiz 6:6  

    Stark! Carmen Schäfer gelingt ein «Double takeout», wobei ihr Shooter im House hinter der eigenen Guard liegen bleibt. Nach Schäfers zweitem Schuss liegen zwei Schweizer Steine shot. Doch es droht ein «Double takeout» von Wang. Dem chinesischen Skip gelingt nur ein «Takeout». Relativ gut von Ott, zwei Schweizer Steine liegen vor Wangs letztem Versuch shot. Der Ausgleich scheint nicht unmöglich... Mit einem simplen Stein ins House könnte Ott den Ausgleich realisieren. Die Schweizerinnen diskutieren aber über die riskante Möglichkeit, einen Dreier zu machen. Ott riskiert es... Und wird immerhin mit dem Ausgleich belohnt. 6:6. Da hat wenig gefehlt. Die Davoserinnen, die nicht aus Davos kommen, haben einen 1:5-Rückstand wettgemacht.

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    Pausenstand: 6:4 für China. Weiter geht's!

  • 5. End: China - Schweiz 6:4  

    Nach einem gemeinsamen Wischeinsatz strahlen sich Greiner und Küng an. Doch darauf umspielt die Chinesin die Schweizer Guard brillant und setzt den eigenen Stein shot. Ott reagiert mit ihrem nächsten guten Shot. Die Schweizerinnen sollten mindestens die Chinesinnen dazu zwingen können, einen Punkt zu schreiben und damit das Recht des letzten Steins billig abzugeben. Dieses Mindestziel scheint zu gelingen. Ja. 6:4 für China.

  • 4. End: China - Schweiz 5:4  

    Die Schweizerinnen haben jetzt wieder das Recht des letzten Steins, aber haben mit zwei Punkten dafür bezahlt. Für die Wende brauchen die Schweizerinnen nun schon chinesische Blackouts oder eigene Geniestreiche. Doch die Weltmeisterinnen spielen sehr solide. Ott gelingt endlich ein echt guter Shot! Zwei Schweizer Steine liegen vor den letzten beiden Schüssen shot. Wangs Stein missglückt. Jetzt muss Ott das Dreier-House perfekt machen. Ja! Die drei Schweizerinnen wischen den Stein mit grossem Einsatz ins House. Nur noch 4:5! «Zäck! Da sind wir wieder!», rufen die Schweizerinnen. Ein Genieblitz von Ott und ein Fauxpas von Wang haben das Spiel wieder lanciert.

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    Skip Mirjam Ott hat ihren Rhythmus noch überhaupt nicht gefunden und wirkt verunsichert. Sie findet, dass die Steine «unberechenbar» seien. Es sieht schlecht aus. Auch TV-Co-Kommentatorin Luzia Ebnöther sagt über Ott: «Sie ist sehr, sehr unsicher.» 2002 hatte sie als Skip mit Ott im Team Olympia-Silber gewonnen.

  • 3. End: China - Schweiz 5:1  

    Nach je sechs Steinen liegen zwei rote chinesische Steine shot. Ott erwischt nur einen und verpasst den möglichen «Double takeout». Wieder sind zwei China-Steine shot. Ott und Schäfer diskutieren eifrig in Berner und Zürcher Dialekt über die prekäre Situation. Ott bringt nur einen roten Stein weg. Es droht das 1:5. Kein Problem für Chinas Skip Wang.

  • 2. End: China - Schweiz 3:1  

    Die Schweizerinnen leisten sich erneut einen Fehler, diesmal missglückte der zweite Shot von Greiner. Carmen Küng konnte nun die Lage verbessern. Und Küng doppelt mit einem «Hit and roll» nach. Vor Otts erstem Versuch liegt ein chinesischer Stein shot. Die Aufgabe ist schwierig. Und Ott kann sie (noch) nicht lösen. Vor Otts letztem sind zwei chinesische Steine shot. Mit einem «Hit and roll» löst der Schweizer Skip das Problem und verkürzt auf 1:3. Jetzt haben die Chinesinnen wieder den Vorteil des letzten Steins.

  • 1. End: China - Schweiz 3:0  

    Janine Greiner hat das Spiel um Bronze begonnen. Beide Teams beginnen offensiv und versuchen etwas aufzubauen. Vor den letzten beiden Steinen durch Skip Ott liegen zwei chinesische Steine shot. Otts erster Versuch missglückt. Vor Otts letztem Stein sind drei chinesische Shot. Einen konnte Ott entfernen. Es droht aber ein 3-Punkte-End für die Chinesinnen. Wang sorgt für einen Schweizer Fehlstart. 3:0 für China!

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    Die Chinesinnen haben als Dritte der Round Robin zu Beginn das Recht und den Vorteil des letztes Steins. Sie spielen mit den roten Steinen.

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    In der Round Robin hatte das Ott-Team gegen die Chinesinnen 6:8 verloren. Die Entscheidung war damals im fünften End gefallen, als die Schweizer Curlerinnen ein Vierer-House zugelassen hatten.

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    Die Schweizerinnen treffen nun heute um 18 Uhr im Spiel um Platz 3 auf Weltmeister China mit Skip Bingyu Wang. Mirjam Ott könnte dann ihre Stellung als olympische Rekordhalterin zementieren: Nach zweimal Silber hätte sie als erste Curlerin weltweit (die Männer eingeschlossen) drei Olympia-Medaillen in der Sammlung.

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    Die 5:6-Niederlage im Halbfinal gegen Kanada war gestern ein harter Schlag für Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott. Denn die Chancen zur Wende waren durchaus vorhanden, doch Ott konnte sie im achten und zehnten End nicht nutzen.

Erstellt: 26.02.2010, 20:34 Uhr