Sport

Polysportive Medaillenheldin

Aktualisiert am 25.02.2010

Es gibt nicht viele, die sowohl an Winter- und Sommerspielen Edelmetall errungen haben. Neustes Mitglied in diesem illustren Kreis ist die kanadische Eisschnellläuferin/Radfahrerin Clara Hughes.

Eisschnellläuferin Clara Hughes freut sich über ihre Bronzemedaille über 5000 m.

Eisschnellläuferin Clara Hughes freut sich über ihre Bronzemedaille über 5000 m.
Bild: Keystone

Die 37-jährige Kanadierin, die die Ehre hatte, die kanadische Fahne an der olympischen Eröffnungsfeier zu tragen, gehört sowohl auf Rädern als auch auf Kufen zu den schnellsten. Sie eröffnete ihre Medaillenjagd 1996 in Atlanta auf dem Rad, wo sie im Strassenrennen und im Zeitfahren je einmal Bronze holte. Doch nicht nur auf Rädern bewies Hughes ihren Speed. Sie tauschte für die Winterspiele von Salt Lake City 2002 das Rad gegen die Schlittschuhe, was ihrem Erfolg keinen Abbruch tat.

Denn auch der Eisschnelllauf behagte dem Rotschopf aus Winnipeg offensichtlich. Über 5000 m holte die konditionsstarke Hughes Bronze und liess weitere Erfolge nicht lange auf sich warten. In Turin holte sie 2006 erneut Edelmetall und erlebte nun an der Heim-Olympia in Vancouver noch einen Höhepunkt. Ihr dritter Platz über 5000 m liess die Zuschauer im Stadion und das ganze Land jubeln.

Ein illustrer Zirkel

Hughes hob sich damit in einen kleinen inoffiziellen Klub. Dessen strenge Aufnahmekriterien verlangen olympisches Edelmetall an Winter- wie auch an Sommerspielen. Damit erreichte Hughes, was nur äusserst wenigen Athleten vor ihr gelang.

Sie gehört nun zum vierköpfigen Zirkel, der neben ihr auch den Norweger Jacob Tullin (Skispringen und Segeln), Christa Luding-Rothenburger aus der ehemaligen DDR (Eisschnelllauf und Radfahren) und den Amerikaner Eddie Eagen (Boxen und Bob) umfasst.

Ob sich Hughes 2012 in London wieder aufs Rad schwingen will, ist noch nicht bekannt. (jra)

Erstellt: 25.02.2010, 17:09 Uhr