Sport
Sturzorgie in der Bobbahn: Crash statt Medaille
Olympische Winterspiele Vancouver 2010
- Olympia kostete 600 Millionen
- So kämpft sich der gestürzte Bobfahrer ins Leben zurück
- Entschädigung für Angehörige von Kumaritaschwili
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Die umstrittene Eisrinne in Whistler wurde nach der Sturzorgie und vor allem, nachdem drei von fünf Viererbob-Piloten gekippt waren, entschärft. In den heiklen Passagen – im Besonderen die «Fifty-Fitfty»-Kurve 13 – wurde Eis abgetragen. Doch die Zahl der Unfälle im Eiskanal bleibt ungewöhnlich hoch. Und es sind weiterhin nicht (nur) Bob-Exoten, die ihr Gefährt nicht heil ins Ziel bringen.
Die Deutsche Pilotin Cathleen Martini kippte nach einem Fahrfehler in Kurve 11 in der folgenden Kurve. Anschieberin Romy Logsch wurde aus dem Schlitten geschleudert und glitt im horrenden Tempo im Eiskanal hinunter. «Wir reden hier von über 140 km/h und hartem Eis. Da verbrennt einiges», erklärte Logsch, die sich überdies auch noch den Knöchel verstauchte.
Es war nicht der einzige Sturz in der Konkurrenz der Frauen am zweiten Tag. Auch die Britin Nicola Minichiello und die Russin Olga Fedorowa kamen nicht ins Ziel. Und auch der zweite Trainingstag im Viererbob blieb nicht ohne Zwischenfall: Der Lette Janis Minins verzeichnete seinen bereits zweiten Trainingssturz. Der Europameister von 2008 und Bahnrekordhalter in Whistler hatte sich kurz vor Olympia noch einer Blinddarm-Operation unterziehen müssen. (son)
Erstellt: 25.02.2010, 13:27 Uhr
