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Tod eines Rodlers überschattet Olympia-Auftakt
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Respekt vor dem Verstorbenen
Von dem schweren Unfall des jungen Georgiers existiert eine Videoaufnahme. Aus Respekt vor dem Verstorbenen verzichtet die Redaktion von baz.ch/Newsnet darauf, diese Bilder zu zeigen.
Das Unglück ereignete sich in der Zieleinfahrt beim Abschlusstraining im Olympic Sliding Centre in Whistler. Kumaritaschwili fiel mit Tempo 144 vom Schlitten, wurde aus dem Kanal geschleudert und flog neben der Strecke gegen einen Stahlträger.
Eine sofortige Notbehandlung habe ihn nicht mehr retten können, hiess es. Auf der Whistler-Bahn werden Experten zufolge Geschwindigkeiten bis 150 Stundenkilometern erreicht. Kumaritaschwili war ein unbeschriebenes Blatt. Auf der Hochgeschwindigkeits-Bahn in Whistler galt er als krasser Aussenseiter.
Höhener ohne Probleme
Das Training wurde nach dem Unglück sofort abgebrochen. Davor hatte auch der Schweizer Stefan Höhener zwei Testläufe in der Eisrinne absolviert. Er bekundete mit dem anspruchsvollen Kurs keine grösseren Probleme. Den ersten Durchgang beendete er gar als Dritter.
Bereits am Donnerstagabend Ortszeit, beim Trainingsauftakt der Frauen, hatte es im Whistler Sliding Centre einen schweren Sturz gegeben. Die unerfahrene Rumänin Violeta Stramaturaru verlor nach dem Aufprall das Bewusstsein und musste sich mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung medizinischen Untersuchungen unterziehen.
Walliser starb in Albertville
Zuerst hatte es geheissen, es sei der erste Todesfall im Rahmen olympischer Winterspiele. Bei Trainings haben sich aber schon mindestens zwei tödliche Unfälle ereignet. In Innsbruck 1964 starb der australische Skirennfahrer Ross Milne im Training. Und ebenfalls in Innsbruck verunglückte der Rodler Kay-Skrzypeski ebenfalls im Training tödlich. 1992 in Albertville war in der Demonstrations-Disziplin Speedski der Walliser Nicolas Bochatay ums Leben gekommen. Er kollidierte im Training mit einem Pistenfahrzeug.
(cpm)
Erstellt: 13.02.2010, 00:24 Uhr
