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Dank Casting-Show im Eiskanal
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«Operatie Vancouver» hiess die TV-Sendung, die nach den Olympischen Spielen von Turin 2006 initiiert wurde, um den ersten belgischen Frauenbob zu finden, der an Olympia startet. Elfje Willemsen und Eva Willemarck, beides ehemalige Leichtathletinnen, setzten sich gegen 70 Konkurrentinnen durch und erlangten in Rekordtempo das Olympiaticket.
Doch geht es um Belgiens Bobdebüt bei den Frauen, dominiert nicht nur Freude und Begeisterung, es mischt sich auch Skepsis und Sorge um die Gesundheit der Athletinnen unter die Stimmen. «Ich war schockiert», gab Pilotin Willemsen nach der ersten Fahrt zu. Doch nach intensivem Studium des Eiskanals stellten sich erste Fortschritte ein. «Es macht langsam Spass. Die Bahn ist von Kurve 1 bis 16 eine Herausforderung, da bleibt keine Zeit zum relaxen», dokumentiert Willemsen den Meinungsumschwung.
Gefährlicher Eiskanal
Der Eiskanal von Whistler hat es bekanntermassen in sich und schon einige Opfer gefordert. Nur die besten und erfahrensten Pilotinnen sind den Anforderungen gewachsen. Ob Pilotin Willemsen und ihre Bremserin Willemarck diese erfüllen, war nach dem Sturzfestival im Zweierbob der Männer mehr als fraglich gewesen. Doch das belgische Duo strafte die vielen Skeptiker Lügen. Die Trainings wurden ohne Komplikationen absolviert, und auch im Wettkampf sorgten sie für eine Überraschung. Nach zwei von vier Läufen liegt das Duo an 15. Stelle noch vor dem Schweizer Paar Hafner/Spahni. Willemsens lapidarer Kommentar: «Ich beginne, es zu mögen.»
(jra)
Erstellt: 24.02.2010, 16:33 Uhr
