Sport
«Ich bin besser als Bode Miller»
Olympische Winterspiele Vancouver 2010
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Über hundert Fahrer hatten sich für den Riesenslalom gemeldet, darunter auch einige, die nicht zu den klassischen Skifahrer-Nationen gehören. Zwar konnten die Exoten Carlo Janka die Goldmedaille nicht streitig machen, doch ihr Auftritt war ebenso aufsehenerregend.
Farbenfrohe Rennanzüge
So bat der Mexikaner Hubertus von Hohenlohe, «nicht auf die Zeit, sondern auf den Look» zu achten. In der Tat war die Zeit, über 30 Sekunden Rückstand auf Janka, wenig berauschend. Die daraus resultierende lange Fahrt nutzte der mit 51 Jahren älteste Olympiateilnehmer zur Präsentation seines mit Pistolen und Patronengurten bestückten Rennanzugs. Diese waren natürlich nur aufgedruckt, hinterliessen aber trotzdem einen bleibenden Eindruck.
Humor bewies auch der für Peru startende Manfred Oettl Reyes, der im Gegensatz zu Bode Miller nicht ausschied und nach dem zweiten Lauf mit einem Augenzwinkern meinte: «Ich bin besser als Bode Miller.» Er und seine Schwester, gebürtige Bayern, hatten sich für den einmaligen Auftritt im olympischen Rampenlicht etwas einfallen lassen. Ihre in peruanischem Look gehaltenen Anzüge sahen aus, wie von der Mutter gestrickt, waren es aber logischerweise nicht. Trotzdem hielten viele den kunterbunten, mit Lamas bedruckten Renndress für gestrickt.
Astronomische Rückstände
Andere Exoten, wie der Inder Jamyang Namgial, schwärmten vom «Riesenerlebnis», ohne mit speziellem Olympia-Look aufzufallen. Muhammad Abbas, der als erster Pakistaner an den Winterspielen teilnahm war einfach nur «sehr glücklich». Ihnen allen gemeinsam war nicht nur die Freude, sondern auch der astronomische Rückstand auf Carlo Janka. (jra)
Erstellt: 25.02.2010, 11:23 Uhr
