Sport

Bittere Enttäuschung nach Achterbahn der Gefühle

Aktualisiert am 26.02.2010

Für Skip Mirjam Ott haben sich die Hoffnungen auf die dritte Olympia-Medaille ihrer Karriere nach den beiden zweiten Plätzen von 2002 und 2006 nicht erfüllt.

Vermasselt: Skip Mirjam Ott unterliegt im Spiel um die bronzene Medaille.

Vermasselt: Skip Mirjam Ott unterliegt im Spiel um die bronzene Medaille. (Bild: Keystone)

Artikel zum Thema

Stichworte

Mit Janine Greiner, Carmen Küng und Carmen Schäfer verlor die 38-jährige Bernerin das Spiel um Platz 3 gegen Weltmeister China (Wang Bingyu) 6:12.

Es war ein aufwühlender Match, eine curlerische Achterbahn. Durch einen völlig verpatzten Start mit verhängnisvollen Fehlsteinen - dreimal durch Mirjam Ott selber - gerieten die Schweizerinnen nach drei Ends 1:5 in Rückstand. Mit einem «Bigshot» im vierten End, der zu einem Dreierhaus führte, brachte sich Ott ins Spiel zurück, und nach sechs Ends stand es plötzlich 6:6.

Blackouts nach der Pause

Innert weniger Minuten fiel hierauf die Entscheidung. Im siebten End gab Ott eine vorteilhafte Lage durch einen weiteren Fehlstein preis, die Chinesinnen notierten ein Zweierhaus zum 8:6. Dann folgte der «Sudden Death»: Ott geriet im achten End in schwere Bedrängnis und scheiterte mit beiden Versuchen kläglich. Die Chinesinnen «stahlen» dadurch vier Steine, die Schweizerinnen gaben auf.

Mirjam Ott bleibt nebst den im Final stehenden vier Schwedinnen die einzige Curlerin mit zwei Olympia-Auszeichnungen (Silber 2002 und 2006), aber das konnte für die 38-jährige Bernerin nach ihrer «bittersten Niederlage» kein Trost sein. (fal/si)

Erstellt: 26.02.2010, 21:33 Uhr