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Carlo Janka ist auf Gold-Kurs

Aktualisiert am 23.02.2010

Der Bündner führt nach dem 1. Lauf des olympischen Riesenslaloms ganz knapp vor Romed Baumann (Ö) und Aksel Lund Svindal (No). baz.ch/Newsnet berichtet live von der Entscheidung ab 22.15 Uhr MEZ.

(fal)

  • Stand nach dem 1. Lauf  

    Carlo Janka führt nach dem 1. Lauf des Riesenslaloms von Whistler. Der 23-jährige Bündner - vor Jahresfrist in Val d'Isère Weltmeister in dieser Disziplin geworden - wird im Finaldurchgang (ab 22.00 Uhr MEZ) seine ganze ihm attestierte Coolness gebrauchen können. Janka führt zur Halbzeit nur gerade mit zwei Hundertsteln Vorsprung vor dem gleichaltrigen Österreicher Romed Baumann.

    Mit dem norwegischen Super-G-Weltmeister Aksel Lund Svindal, dem Italiener Massimiliano Blardone sowie dem Austria-Duo Marcel Hirscher und Benjamin Raich verloren vier weitere Fahrer weniger als eine halbe Sekunde auf «Iceman» Janka. Insgesamt klassierten sich elf Fahrer innerhalb einer Sekunde.

    Weniger vielversprechend präsentiert sich die Ausgangslage vor dem zweiten Lauf für die weiteren Schweizer Starter. Mit 1,1 Sekunden Rückstand und Zwischenrang 13 erfüllte immerhin der Bündner Sandro Viletta die Erwartungen. Der Neuenburger Didier Cuche hingegen verlor bereits 1,48 Sekunden auf Janka, was nicht für eine Platzierung in den Top 10 ausreichte. Noch eine Viertelsekunde mehr büsste der Bündner Marc Berthod ein. (si)

  • Miller  

    Und jetzt der Amerikaner, der Medaillenhamsterer an diesen Spielen. Der Abräumer ist gestartet... Miller passiert oben ein grosser Fehler und später scheidet er aus! Na ja, er hat ja schon drei Medaillen.

  • Kryzl  

    Der Tscheche kommt mit 1:18,57 ins Ziel. Es sind gute Zeiten möglich, das zeigt, dass die Piste in sehr gutem Zustand ist.

  • Ford  

    Mister Ford gilt als grosses Talent: 1:19,10 - das ist eine achtbare Vorstellung.

  • Zamansky  

    Der Amerikaner kann nicht mit den besten Fahrern mithalten.

  • Sandell  

    Trotz eines schweren Unfalls startet er in diesem Riesenslalom. 1:18,58 - das ist eine sehr gute Leistung des Finnen, der praktisch keinen Ernstkampf bestreiten konnte.

  • Dixon  

    Der Kanadier liegt im mittleren Teil schon weit zurück. Im Ziel hat er zu viel Zeit eingebüsst.

  • Gorza  

    Der Slowene ist gut unterwegs. Er fährt schnell: 1:17,95 - Rang 9. Das ist eine sehr gute Fahrt gewesen.

  • Haugen  

    Der norwegische Stundent verliert auf die besten über 2 Sekunden.

  • Mermillod Blondin  

    Der Franzose scheidet im mittleren Teil aus.

  • Bank  

    1:18,39 für den Tschechen, der sich mirakulös vor einem Ausfall rettet.

  • De Tessières  

    Der bärtige Franzose fährt noch langsamer als Larsson - letzter Rang.

  • Larsson  

    Der Schwede verliert zu viel Zeit, fällt schon weit im Klassement zurück.

  • Viletta  

    Und jetzt der Bündner. gute Zw.zeit., Viletta kommt mit 1:18,37 ins Ziel - Rang 12.

  • Missilier  

    Der Franzose fährt ins Ziel mit 1:18,20 - Rang 11.

  • Karlsen  

    Der Norweger liegt weit zurück bei der Zw.zeit. Im Ziel verliert er fast 2 Sekunden auf Janka.

  • Kostelic  

    Achtung auf den Kroaten. Die Abstände im Riesenslalom sind sehr knapp innerhalb der Spitzengruppe. Der Kroate ist unterwegs mit 65,34 - er liegt 0,70 hinter Janka. Im Ziel hat die neuntschnellste Zeit.

  • Schörghofer  

    56,79 - der Österreicher liegt im mittleren Teil hinten. Im Ziel hat er auf die schnellsten Fahrer Zeit eingebüst.

  • Svindal  

    Was bringt der Norweger zustande? Er liegt oben hinter Janka zurück. 56,18 - er hat aufgeholt. Im Ziel mit der drittschnellsten Zeit!

  • Mölgg  

    Der Italiener hat schon im mittleren Teil viel Zeit eingebüsst. Das Gelände scheint für sie zu wenig steil, die Piste zu wenig eisig zu sein. Im Ziel mit 1:18,94

  • Berthod  

    56,77 - das ist die Zwischenzeit von Berthod. Im Ziel ist er mit 1:19,00 - das ist die langsamste Zeit. Wir sagen es auf französisch: m...!

  • Richard  

    Der Franzose fährt eine gute Zeit. Rang 6 - voilà, das wird spannend im 2. Durchgang. Schade, dass Cuche im 1. Lauf einfach versagt hat.

  • Ploner  

    Der Italiener liegt klar zurück bei der mittleren Zw.Zeit.

  • Simoncelli  

    56,70 - der Italiener hat oben viel Zeit verloren.

  • Baumann  

    Der ÖSV-Fahrer ist seht gut unterwegs. 55,79 - in der Zeit von Janka. Im Ziel mit ...1:17, 29 - nur 0,02 langsamer als Janka.

  • Ligety  

    Ligety hat im oberen Teil Zeit verloren. 56,46 - er hat oben viel Zeit auf Janka eingebüsst. Im Ziel hat er auf Janka 0,60 verloren.

  • Janka  

    Der Bündner fährt oben schnell. 55,64 - schnellste Zeit oben! Und er fährt souverän weiter: 1:17,27 - das ist die neue Bestzeit.

  • Raich  

    Benni Raich und seine alpinen Kollegen haben noch keine Medaille in Whistler gewonnen. Der Druck wächst. 56,25 - er liegt hinter Blardone. Im Ziel mit der drittbesten Zeit, das lässt für den 2. Lauf hoffen.

  • Jansrud  

    Der Norweger kommt zur Zwischenzeit im mittleren Teil: 56,35 - er liegt knapp hinter Blardone zurück. Im Ziel mit der drittbesten Zeit.

  • Blardone  

    Blardone mit guter Zwischenzeit oben. Der Italien fährt um 0,01 Sekunden schneller als Hirscher.

  • Cuche  

    Der Neuenburger ist unterwegs. Er liegt zurück: 0,62. Cuche kommt ins Ziel mit 1:18,75 - eine enttäuschende Zeit für den Neuenburger.

  • Hirscher  

    Der Österreicher ist gestartet. Er kommt mit 1:17,48 ins Ziel von Whistler Creek.

  • Die Ausgangslage  

    Heute Abend bietet sich Didier Cuche und Carlo Janka im Riesenslalom die letzte Chance, doch noch eine Medaille aus Vancouver mitzunehmen. Bisher wurden beide unter Wert geschlagen.
    Zwei Weltmeister auf Medaillen-Jagd Letzten Winter an den Weltmeisterschaften in Val d'Isère hatten die beiden Stars des Schweizer Teams gross abgeräumt. Cuche holte sich den WM-Titel im Super-G, Janka wurde Weltmeister im Riesenslalom. Hinzu kam eine weitere (Abfahrts-)Medaille, für Cuche Silber, für Janka Bronze. Und auch in der laufenden Saison waren Cuche und Janka mit je vier Weltcupsiegen die Eckpfeiler von Swiss-Ski. Aber die Spiele von Vancouver trugen dem erfolgsverwöhnten Duo noch keinen Ertrag in Form von Medaillen ein.

    Cuche und Janka legten im Riesenslalom einen beeindruckenden Saisonstart hin. Cuche gewann Ende Oktober den Gletscher-Prolog ob Sölden, Janka siegte Anfang Dezember in Beaver Creek. Seither jedoch geriet etwas Sand in die Erfolgsmaschinerie, keiner der beiden schaffte es im Riesenslalom ein weiteres Mal aufs Podest.

    Dass Cuche den Riesenslalom-Hang mag, bewies der Neuenburger vor zwei Jahren bei der Olympia-Hauptprobe. Er beendete den Riesenslalom hinter dem Österreicher Hannes Reichelt auf Platz 2. Carlo Janka belegte in jenem Rennen Platz 9, was damals seiner ersten Klassierung in den Top 10 eines Riesenslaloms entsprach. "Janka hat sich im Verlauf der letzten Woche ständig gesteigert", sagt Rufener. "Mit der Abstimmung klappt es immer besser, und in der Super-Kombination hat er sich weiter Vertrauen geholt."

    Bereit fühlt sich auch Marc Berthod, der erst seit Donnerstag in Whistler weilt: "In den letzten Rennen hatte ich gute Teilabschnitte. Mein Ziel ist es, diese in einem Rennen zusammenhängen zu können. Gesundheitlich geht es mir gut."

    Im Riesenslalom der Männer eroberte sich Michael von Grünigen vor zwölf Jahren in Nagano als bisher letzter Schweizer eine Medaille. Von Grünigen wurde damals Dritter, hinter den Österreichern Hermann Maier und Stephan Eberharter. Die letzte der bisher drei Schweizer Goldmedaillen im Riesenslalom liegt bereits 26 Jahre zurück. Max Julen gewann 1984 in Sarajevo. Zuvor waren nur Roger Staub (1960 in Squaw Valley) und Heini Hemmi (1976 in Innsbruck) erfolgreich geblieben.

Erstellt: 23.02.2010, 20:01 Uhr