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«Fantastisch, dass es geklappt hat»
Von Christian Andiel, Whistler . Aktualisiert am 24.02.2010
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Carlo Janka blieb nach der Führung im ersten Lauf so cool, wie man das gewohnt ist. «Ich wusste, dass Carlo das kann», sagte Teamkollege Didier Cuche, der nach seinem 14. Rang medaillenlos und enttäuscht heimreist. «Carlo ist ein wunderbarer Junge, er hat sich von Rennen zu Rennen näher an das Podest herangearbeitet», freute sich Rudi Huber, Rennsportleiter bei Atomic. «Ich habe gewusst, dass er diesen Sieg draufhat.» Und auch für Marc Berthod (29.) war der Ausgang keine Überraschung: «Wir wissen doch, wie gelassen Carlo ist und eine solche Situation nimmt.»
Und was sagte der Coole, der Gelassene selbst? «Man hat ein Rennen gewonnen, aber man kann gar nicht einschätzen, was das bedeutet.» Er ist eben auch Realist. Er weiss genau, dass es fast nicht möglich ist, einen Olympiasieg so kurz nach der Zieldurchfahrt vernünftig zusammenzufassen. «Es ist einfach fantastisch, dass es geklappt hat.»
«Das Schlimmste, was bei Olympia passieren kann»
Auf jeden Fall hat er einmal mehr alles richtig gemacht. Er sei einfach gefahren, «ohne gross zu denken». So macht man das, was soll man sich auch zuvor schon überlegen, was man nicht einmal hinterher einordnen kann? Denn Janka hat nicht nur die erste Goldmedaille bei seiner ersten Olympiateilnahme geholt, er hat auch zu einem Rekord für die Schweiz beigetragen: Noch nie wurden bei Winterspielen sechs Goldmedaillen errungen.
Cheftrainer Martin Rufener, dessen Männerteam dazu zweimal Gold (plus einmal Bronze) beigesteuert hat, mochte oben am Berg mit seinem überschwänglichen Jubel nach Jankas Zieldurchfahrt gar nicht mehr aufhören. Er habe direkt nach der Super-Kombination gespürt, dass im Riesenslalom etwas drinliege. «Carlo war sehr unzufrieden, als wir ihm damals zu seinem vierten Rang gratulieren wollten.»
Unten am Berg stand derweil ein schwer frustrierter Hans Pum. Der österreichische Alpinchef schaute immer wieder kopfschüttelnd auf die Videowand mit den Resultaten: «Die Ränge 4, 5 und 6 sind eine super Leistung», sagte er, «aber bei Olympia das Schlimmste, was einem passieren kann.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 24.02.2010, 11:28 Uhr
