Sport

Fischbachers Traumlauf – Schwyzerinnen ohne Medaille

Aktualisiert am 20.02.2010

Die Österreicherin Andrea Fischbacher gewann den olympischen Super-G vor der Slowenin Tina Maze und US-Star Linsey Vonn. Die Schweizerinnen blieben erneut ohne Medaille.

Gold für den ÖSV: Andrea Fischbacher korrigiert die Pleiten ihrer männlichen Kollegen.

Gold für den ÖSV: Andrea Fischbacher korrigiert die Pleiten ihrer männlichen Kollegen.
Bild: Reuters

Von den vier Schwyzerinnen, welche die Nation in diesem Rennen vertreten durften, war überraschenderweise nicht Fabienne Suter (nur 13. Platz/2,02 zurück), sondern Nadia Styger die Schnellste. Die 31-Jährige aus Sattel belegte mit 1,11 Sekunden Rückstand auf Fischbacher den 6. Platz. Zur Bronzemedaille fehlten Styger 37 Hundertstel.

Andrea Dettling klassierte sich mit 1,89 Sekunden Rückstand im 12. Rang. Nadja Kamer schied bereits kurz nach der ersten Zwischenzeit aus. Nach fünf von zehn alpinen Rennen in Whistler hat damit aus Schweizer Sicht nach wie vor einzig Abfahrts-Olympiasieger Didier Défago eine Medaille gewonnen.

Gross-Cousine von Hermann Maier

Die 24-jährige Andrea Fischbacher - in der Olympia-Abfahrt als Vierte um drei Hundertstel an Edelmetall vorbeigeschrammt - zeigte im Super-G den Lauf ihres bisherigen Lebens. Einzig die Slowenin Maze (0,49 zurück), die für die Schweizer Skifirma Stöckli fährt, und Abfahrts-Olympiasiegerin Vonn (0,74) konnten den Zeitverlust auf unter eine Sekunde begrenzen.

Fischbacher, die eine Gross-Cousine von Hermann Maier ist, sorgte mit ihrem Triumph für die erste alpine Goldmedaille der Österreicher in Whistler. Der zuvor grösste Erfolg der Salzburgerin war WM-Bronze im Super-G vor Jahresfrist in Val d'Isère (hinter Vonn und der Französin Marchand-Arvier). Im Weltcup konnte Fischbacher bislang zweimal gewinnen: im Februar 2009 in Bansko/Bul (Abfahrt) und im Februar 2008 in Sestriere (Super-G).

Wieder eine amerikanische Medaille

Vonn sorgte dafür, dass die USA auch im fünften Rennen eine Medaille gewannen. Insgesamt gingen in Whistler bisher 7 von 15 Alpin-Auszeichnungen an die Amerikaner, deren zuvor erfolgreichste Spiele 1984 in Sarajevo waren (5 Medaillen)

Für die Frauen stehen an den Olympischen Spielen noch zwei Rennen an: der Riesenslalom (Mittwoch) und der Slalom (Freitag). Als nächster alpiner Wettkampf folgt in Whistler am Sonntag die Super-Kombination der Männer. Start zur Abfahrt ist um 19 Uhr MEZ. (fal/si)

Erstellt: 20.02.2010, 21:10 Uhr